Ein Haiku-Makrofotografie-Mitmachpost
Stille Zwischenräume
von Eurem Makrotreff-Team
Nun beginnt sie wieder – die Jahreszeit, vor der wir Makronisten uns ein wenig fürchten: Draußen wird es still. Unsere liebsten Motive – Insekten, Spinnen und Blüten – haben sich zurückgezogen oder schlafen unter einer frostigen Decke.
Doch verzage nicht!
Gerade jetzt öffnet sich ein Raum für eine andere Art des Sehens. Die ruhige Zeit zwischen der Herbstfülle und den ersten Frühlingszeichen – oft auch als Raunächte bezeichnet – lädt ein zu Rückblick und Neuausrichtung. Und sie bietet eine wunderbare Quelle der Inspiration für eure Fotografie.
Bevor wir aber zur Kamera greifen, lohnt sich ein kleiner Blick in die Welt einer besonderen Kunstform …
DAS HAIKU
Hinter der im 16. Jh. entstandenen japanische Gedichtform des Haiku verbirgt sich eine Weltanschauung und Wahrnehmung, die die Natur in all ihren Facetten huldigt. Und zwar nicht nur das Schöne und Gefällige, sondern auch das Verblühte und Makelbehaftete. Entstehen und Vergeben sind gleichwertige Seiten einer Medaille. Das Schöne wird auch im Unvollkommenen gesehen (Wabi Sabi).
Ein klassisches Haiku besteht aus nur drei Zeilen mit insgesamt 17 Silben.
Die erste Zeile besteht aus 5 Silben.
Die zweite Zeile hat 7 Silben.
Die dritte Zeile besteht wie die erste aus 5 Silben.
Die letzte Zeile gibt oft eine unerwartete Wendung, einen Bruch. Das Gedicht reimt sich nicht, da Reime die Einfachheit und den natürlichen Fluss stören.
Ein gutes Haiku fängt oft einen Moment der Erkenntnis ein oder erzeugt ihn – einen Augenblick des Verstehens, der Einsicht. Eine Möglichkeit, wie Haikus diese Erkenntnisse kristallisieren, ist ihre Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, ihre Vermeidung von Künstlichkeit. Das Gedicht spielt im Hier und Jetzt, im Präsens, und konzentriert sich auf das Alltägliche und Einfache.
Beispiele
Zwischen zwei Halmen (5 Silben)
Tropft lautlos ein Stück Himmel, (7 Silben)
Zur Erde zurück. (5 Silben)
Blatt im Abendlicht, (5 Silben)
Sanft verweht im stillen Wind, (7 Silben)
Herbstschatten ruhen. (5 Silben)
Haiku Themen sind häufig die Jahreszeiten, die Schönheit in der Einfachheit des Moments, Vergänglichkeit und der Kontrast zwischen Vergänglichem und Ewigem. Obwohl Haiku oft objektive Naturbeschreibungen enthalten, vermitteln sie häufig tiefe emotionale oder spirituelle Einsichten, oft durch Andeutung oder Implikation.
Die Kunst des Haiku liegt genau darin, diese Welten in wenigen Silben aufscheinen zu lassen. So kann der Leser teilhaben an einem flüchtigen Moment der Erkenntnis oder des Staunens.
Viele traditionelle Haiku beinhalten ein Kigo, ein Wort oder Ausdruck, der eine bestimmte Jahreszeit andeutet.
Die Kirschblüte ist beispielsweise ein Kigo für den Frühling, Regen für den Sommer, fallendes Laub für den Herbst und Schnee für den Winter.
Weitere Jahreszeitenworte für den Winter können z.B. sein:
- Frost/Raureif, Eis, Eiszapfen, Winterwind, Schneeregen, Schnee, Wintermond, Winterregen, gefrorener Teich
- Kahle Zweige, verwelkte oder frostgeschädigte Pflanzen, Gräser, Blätter, Zweige
- Frühe Blüten wie Winterchrysantheme, Winterkamelie, chinesische Winterblüte
- oder in neuerer Zeit auch Weihnachtsthemen wie Weihnachtsbaum, Baumschmuck oder Dekorationen, Lichter, Glaskugeln, Geschenke, Kränze, Plätzchen etc.
Das Haiku hat längst seinen Weg in die moderne Welt gefunden und ist heute offen für neue Themen und kulturelle Einflüsse.
Falls Du weitere Haiku-Inspiration möchtest, findest Du hier eine Anthologie mit 300 Gedichten: Masami Ono-Feller (Hrsg.), Haiku. Gedichte aus fünf Jahrhunderten.
DIE HAIKU-FOTOGRAFIE
Nachdem wir die Besonderheiten des Haiku betrachtet haben, lässt sich der nächste Schritt fast von selbst denken: Wie lässt sich diese Form der Wahrnehmung in Bilder übersetzen?
Die Haiku-Fotografie versucht genau das – eine bildliche Entsprechung zur poetischen Reduktion des Haiku. Als Wegbereiter gilt der Fotograf Martin Timm, der die Lehre des Augenblicks, der Stille und der Einfachheit in die fotografische Praxis übertragen hat. Sein Buch „Haiku fotografieren – ein neuer Ansatz für die Naturfotografie“ hat vielen einen neuen Blick auf das scheinbar Bekannte eröffnet.
Kalter Wintermond,
Der Himmel blutet Tinte -
Das Jahr schreibt sich fort.
Foto Inga Edel
Bei den Bildern haben wir auf Exif-Daten bewußt verzichtet. Der Fokus soll nicht auf der eingesetzten Technik liegen, sondern auf Einfühlung und innerer Haltung.
HAIKU-FOTOGRAFIE & MAKROFOTOGRAFIE – eine perfekte Verbindung
Makrofotografie und Haiku-Ästhetik passen erstaunlich gut zusammen. Beide richten ihren Blick auf das Kleine, das oft Übersehene, und beide öffnen Räume für Stille, Tiefe und Kontemplation.
Überträgt man die Haiku-Haltung auf die Makrofotografie, entsteht ein besonderer Stil:
- Reduktion statt Überladung
- leises, zartes Sehen
- Unschärfen, Andeutungen, Räume zwischen den Dingen
- das Nebenbei, das Halbverborgene, das Flüchtige
- das Kleine wird groß – das Große erscheint im Kleinen
Das Hauptmotiv tritt oft einen Schritt zurück. Bildtiefe, Atmosphäre und Zwischenräume werden wichtig. Das „Nichts“ bekommt einen Wert. Wir entfernen uns bewusst von den makellosen, hochglänzenden Kompositionsmustern, die unser Auge gewohnt ist, und erlauben Bildern, wieder atmen zu dürfen.
„Das Hauptmotiv drängt sich nicht vor, sondern setzt nur einen Akzent, benennt ein Thema. Dahinter kommt der Raum … der dem Betrachter nichts bietet als seine eigene Freiheit, ihn selbst zu füllen“ *
* In der MAKROFOTO Spezial – Vintage-Makrofotografie findest Du gegen Ende den Beitrag „Reduktion im Bild“ v. Roland Günter. Hier findest Du weitere Inspiration.
Foto Roland Günter
ASPEKTE & UMSETZUNG
1. Ein Fokus auf das Wesentliche – und nur das
Makrofotografie zeigt Details, die sonst verborgen bleiben.
Haiku-Fotografie reduziert auf das Wesentliche.
Gemeinsam bedeutet das:
Du fotografierst ein Detail so, dass es wie ein kleines, visuelles Gedicht wirkt.
Foto Inga Edel
2. Extreme Nähe + poetische Distanz
Makro bringt dich körperlich sehr nah ans Motiv.
Haiku bringt eine emotionale Ruhe und Distanz hinein.
So wird das Bild nicht dokumentarisch, sondern meditativ.
Foto Inga Edel
3. Das Kleine wird bedeutend
Haiku-Fotografie macht kleine Momente wichtig.
Makro macht kleine Dinge sichtbar.
Das bedeutet:
Winzige Welten werden zur Bühne für Stille.
Foto Inga Edel
4. Minimalismus mit Makro-Mitteln
Normalerweise ist Makro-Fotografie reich an Details.
Haiku-Fotografie verlangt Reduktion.
Das führt zu einem neuen Stil:
Makro-Bilder mit klarer Fläche, weichem Bokeh und wenigen Elementen. Das Licht ist subtil und wohl dosiert.
Statt „Detail-Explosion“ entsteht „Detail-Poesie“.
Beispiel:
- nur eine einzige Blattader scharf
- alles andere im sanften Unschärfenebel
Foto Roland Günter
5. Achtsamkeit als Motiv
Haiku-Fotografie schult den Blick für das Flüchtige.
Makro-Fotografie verlangt Geduld und Beobachtung.
Gemeinsam bedeuten sie:
Makro-Haiku ist eine Form von visueller Meditation.
Foto Roland Günter
6. Vergänglichkeit sichtbar machen
In Makroperspektive wird Vergänglichkeit stark sichtbar:
- verwelkte Blüten
- trockene Rinde
- braune Blätter
Haiku macht diese Motive emotional lesbar.
Foto Roland Günter
7. Stille als Bildsprache
Makrobilder können sehr still wirken, weil sie den Blick auf ein kleines Detail lenken.
Haiku-Fotografie verstärkt genau diese Stille.
Das bedeutet:
Makro-Haiku fotografiert nicht Dinge – sondern Pausen, Zwischenräume, Atemzüge.
Foto Roland Günter
Kurz gesagt
Haiku-Fotografie in der Makrofotografie bedeutet:
👉 Extreme Nähe
👉 Poetische Reduktion
👉 Achtsame Wahrnehmung
👉 Minimalistische Komposition
👉 Emotionale Stille
👉 Und für Winterbilder sanft dosiertes Licht
Makro + Haiku = das Kleine wird zum Gedicht.
Haiku-Fotos wirken stark, wenn sie von einem kurzen Haiku-3 Zeiler begleitet werden.
Mond hinter Wolken,
Blätter erliegen dem Frost -
Abschied birgt Hoffnung.
Foto Gabi Jaeger
Jetzt bis Du dran! Zeige uns, wie Du den winterlichen Rückzug wahrnimmst.
Wir freuen uns auf Dein reduziertes Haiku-Meisterwerk in diesem Mitmach-Post. Bitte nur ein Bild einstellen. Gerne kannst Du in einer unserer beiden Galerie (Showroom oder Werkstatt) noch weitere Haiku-Fotos einstellen.
Wenn Du möchtest, darf Dein Bild noch ein Haiku-Gedicht von dir bekommen.
WEIHNACHTSBONUS: Schau auch unbedingt in unser Haiku-HowTo rein, dort bekommst Du weitere Tipps und Anregungen zur Umsetzung.
Euer Team von Makrotreff
Kommentare
Dieser Mitmachpost ist sehr…
Dieser Mitmachpost ist sehr anspruchsvoll, obwohl eher das Leichte, Zufällige gesucht wird. Gerade das macht es mir sehr schwer. Sich "schweben" zu lassen und die Kamera machen lassen.....hmmm
Ob meine Aufnahme dem Haiku nahe kommt, weiss ich nicht.
Hier auch mein Gedicht dazu:
Dunkelheit empor,
kraftvoll vereint gen Himmel-
Hoffnung strahlt im Licht.
Viele Grüße Kristin
ADMIN
Hallo Kristin,du machst den…
Hallo Kristin,
du machst den Anfang, das alleine ist schon klasse :-)! Und dann noch so ein tolles Gedicht dazu...!
Wir sind uns über den Grad des Anspruches dieses Themas bewusst. Ich denke, den meisten Makronisten geht es wie dir, und auch wir mussten uns erst einmal behutsam diesem Thema nähern. Dies fühlt sich anfangs anstrengend an, dabei ist die eigentliche Haiku-Fotografie genau das Gegenteil. Woher kommt dieser scheinbare Widerspruch?
Das, was wir als Anstrengung wahrnehmen, ist das Loslassen von Altgewohntem, von Eingeübtem. Die Umsetzung des über viele Jahre konditionierten Wissens ist eigentlich das Anstrengende. Es macht uns Mühe, dies loszulassen. Sobald dies gelingt, hört es auf, anstrengend zu sein. Mit dem Zurückziehen des Foto-Selbst kommt das Loslassen, das "Schweben". Sich dem hingeben, was ist, und die Kamera dabei nur noch führen, ist alles andere als anstrengend. Im Gegenteil, es ist die Befreiung von dem Zwang, ein Ziel zu erreichen, und das ist Erholung pur :-).
Aber kommen wir zum Bild:
Dein Bild ist phantastisch. Es ist wunderschön, wie die Gräser vor diesem pastellfarbenen Hintergrund in harmonischem Schwung "durchs Bild gleiten". Die angedeuteten Strukturen in den Unschärfen sind schon Haiku, die Richtung passt also.
Das Hauptmotiv (die geschwungenen Gräser) steht noch recht deutlich im Vordergrund. Es ist das erste, was der Bildbetrachter sieht. Und der wunderbaren Gräserschwung lässt ihn sogar noch eine längere Zeit hier verweilen und staunen. Im Hintergrund sind zwar Unschärfen, Leere und Zwischenräume. Sie dienen mit ihren wunderschönen Pastellfarben aber zunächst einmal dem Hauptmotiv und helfen ihm, noch attraktiver zu wirken. Erst nach einiger Zeit ist der Betrachter bereit, vom Hauptmotiv loszulassen, um dahinter auf Phantasiereise gehen.
Der nächste Schritt:
Der nächste Schritt wäre also, dem Hauptmotiv noch weniger Präsenz zu geben, es noch belangloser, noch beiläufiger zu machen. Hierzu habe ich auch im Foto-HowTo – HAIKU fotografieren unter Die perfekte Bildgestaltung einiges geschrieben.
Wenn du zum Thema Haiku-Fotografie weiterarbeiten möchtest, kannst du gerne weitere Fotos in unsere Galerien einstellen; wir würden uns darüber freuen und könnten sie dort gemeinsam besprechen.
Wie bist du vorgegangen, als du losgezogen bist mit der Zielsetzung, ein Haiku-Foto zu machen? Und wie ist es dir dabei ergangen?
Liebe Grüße
Roland
Hallo Roland, danke für…
Hallo Roland, danke für deine detaillierte Ausführung.
Nun, wie bin ich vorgegangen: Eigentlich in der Weise, wie ich ein "neues" Vintage-Objektiv versuche, kennen zu lernen, in dem ich die Kamera lediglich an Sträuchern oder Gestrüpp, vielfach in Bodennähe, "entlang gleiten" lasse (kann es nicht anders ausdrücken) und dabei über den Monitor beobachte, was mein Obi mir daraus macht. Zeigt sich ein Motiv in dessen Umfeld (für mich)attraktiv, gehe ich genauer hin und probiere aus.
Bei den Gräsern allerdings, fiel mir schwer, noch weniger Struktur zu zu lassen; da konnte ich "meinen Kopf" nicht ganz ausschalten ;) und schon gar nicht die erlernten Makro-Regeln!
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass mit weniger "makrotechnischer Kopflastigkeit" ein Haiku-Bild entstehen kann;
Emotionale Leichtigkeit könnte ein Schlüssel dafür sein, loslassen und die Kamera machen lassen
Schwer....
Ich bleibe dran.
Viele Grüße Kristin
ADMIN
Hallo Kristin,danke für die…
Hallo Kristin,
danke für die Erläuterungen. Ich denke, du beschreibst die "Hürden" sehr treffend :-).
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Dranbleiben.
Liebe Grüße
Roland
Guten Abend Allerseits,auch…
Guten Abend Allerseits,
auch ich möchte mich gerne an diesem für mich als Bokeh-Junkie der es eher kräftig mag, sehr herausfordernden Mitmachpost beteiligen. Mir geht's da wie Kristin. Trotz Eurer zahlreichen Tipps und Hilfestellungen ist es schwer die komplexe "Einfachheit" zuzulassen.
Ich bin nicht ganz sicher, ob die Aufnahme den Haiku Vorgaben gerecht wird?!
Die Aufnahme zeigt ein zusammengerolltes und leicht von der Sonne berührtes Funkienblatt.
Gesehen durch das Olympus OM Zuiko 55mm f1.2 bei Offenblende.
Viele Grüße Markus
ADMIN
Hallo Markus,klasse, dass du…
Hallo Markus,
klasse, dass du dich auf dieses Thema einlässt und schon ein Bild einstellst! Wie ich bereits bei Kristins Bildeinstellung geschrieben habe, ist es uns auch alles andere als leicht gefallen, die bisherigen Konditionen zu lösen und manche Grundsätze gänzlich abzulegen. Auch unsere ersten Schritte waren ein langsames Hineintasten in Neues.
Dein Bild zeigt bereits einige Charakteristiken eines Haiku. Die Farben, das gedämpfte Licht – alles ist wenig spektakulär.
Das Hauptdarsteller (das Hauptmotiv) drängt sich recht stark in den Vordergrund der Bühne: die Platzierung im Goldenen Schnitt, die relativ große Schärfefläche und eine starke Homogenisierung des Hintergrundes als Folge der weit offenen Blende 1.2 des eingesetzten Objektivs machen es dem Bildbetrachter immer noch recht schwer, an ihm vorbei auf Zwischenräume zu schauen. Die starken Unschärfen im Hintergrund lassen kaum erkennen, dass es sich bei ihnen um weitere Teile der Funkie handelt. Vielmehr faszinieren Formen, Farben und Übergänge den Bildbetrachter.
Haiku sucht Zwischenräume, also Räume neben den (erkennbaren) Strukturen. Hierzu müssen aber erst einmal die Strukturen des Motivs als solche zu erkennen sein. Ohne "Hauptmasse" (Strukturen) gibt es keine Zwischenräume – die dann durch die Phantasie des Betrachters gefüllt werden.
Der nächste Schritt könnte sein:
- Reduktion ("Entmachtung") des Hauptmotivs durch Verlagerung in Richtung Bildrand mit gleichzeitiger Reduktion der Schärfefläche, wobei das Blatt aber eindeutig als Blatt erkennbar bleibt (bei einem eingerollten Blatt ist dies in der Regel schwieriger als z. B. beim Einfangen einer offenen Blattkante).
- Erfassung des Raums, in dem sich das Hauptmotiv befindet (die Bühne, auf der sich der Hauptdarsteller befindet); dieser Raum könnte z. B. zeigen, woher das Blatt kommt, ob noch weitere Blätter dort sind, ob es einen Boden gibt, aus dem die Pflanze herauskommt usw. – alles zurückhaltend in Unschärfen, aber erkennbar. Dies öffnet den Blick in die Zwischenräumen, den Zugang zum Haiku.
Und trotzdem: Ich lese aus diesem Bild heraus, wie stark du dich bereits mit diesem völlig neuen Thema auseinandergesetzt hast. Wenn du angefixt bist, kannst du gerne weitere Fotos mit entsprechendem Hinweis in unseren Galerien einstellen. Dann schauen wir sie uns gerne gemeinsam an...
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland
Guten Abend Roland,danke für…
Guten Abend Roland,
danke für Deine ausführliche Rückmeldung und die viele Zeit die Du Dir dafür nimmst.
Mit Deinen zusätzlichen Erläuterungen werde ich mich bei nächster Gelegenheit wieder auf die Suche nach geeigneten Motiven und Stimmungen machen. Vielleicht findet das Motiv aber auch mich. So im Vorbeigehen. Denn angefixt bin ich in jedem Fall. Auch wenn es das komplette Gegenteil meiner Art zu fotografieren ist. Oder besser gesagt, gerade deshalb......
Gerne stellen ich geeignete Haikukandidaten in die Galerie.
Nochmal danke und viele Grüße Markus
ADMIN
Hallo Markus,es ist nicht…
Hallo Markus,
es ist nicht ganz einfach, alte Pfade zu verlassen; es bedarf sogar ein wenig Mut dafür. Denn schließlich ist das Alte ja altbewährt!
Als ich vor einiger Zeit hier bei Makrotreff die Fotografie mit alten Objektiven an modernen Sensoren – also die Vintage-Makrofotografie – einführte, war dies nichts anderes. Auch hier war fundamentales Umdenken notwendig, um die wunderbaren Bildgemälde zu erschaffen, die heute so viele Makronisten erfreuen.
Schön, dass du dich auf solche neuen Wege einläßt.
Ich wünsche dir viel Freude bei deinen weiteren Schritten.
Liebe Grüße
Roland
ADMIN
Hallo Markus,ich hatte…
Hallo Markus,
ich hatte völlig versäumt, das Gedicht zu erwähnen, entschuldige bitte. Danke, dass du dieses kleine Haiku zum Foto gedichtet und gepostet hast.
Liebe Grüße
Roland
Guten Morgen Zusammen,puh…
Guten Morgen Zusammen,
puh...was überlege und probiere ich die ganze Zeit. In freudiger Erwartung war ich auf einen neuen Mitmachpost, aber dass er so herausfordernd wird, hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich habe ja wirklich NULL Ahnung von diesem Thema, aber daran vorbei drücken wollte ich mich dann doch auch nicht.
Ich möchte mich vorab bei den alten Meistern und euch schon mal in aller Form dafür entschuldigen, was ich jetzt auf euch los lasse ;-)
Liebe Grüße, Jana
PS: meinen Bild fehlt ein wenig die "Bodenhaftung", da ich ja nach wie vor nicht runter komme.
Grüß Dich Jana,super, dass…
Grüß Dich Jana,
super, dass Du dich der Herausforderung gestellt hast. Da gibt es wirklich nichts zu entschuldigen. Das ist ein neues Thema, da muss man sich rantasten. Das geht mir genauso. Und ich muss sagen, das hat mich wieder neu motiviert die Kamera in die Hand zu nehmen. Irgendwann wird es auch langweilig immer das gleich zu machen. Ich versuche jetzt neben einem klassisch aufgebauten Bild immer auch noch ein Haiku-Bild der gleichen Situation zu machen. Das klappt natürlich mal besser, mal schlechter und oft auch gar nicht.
Ganz toll auch dein Haiku-Gedicht, das gefällt mir supergut und unterstreicht ganz wunderbar die Aussage des Bildes.
Nun zum Bild:
Es braucht nicht unbedingt die „Bodenhaftung“, d.h. die scharfe Stelle darf auch weiter oben im Bild sitzen, so wie Du es mit dem Fruchtstand gemacht hast. Das ist dann auch rückenfreundlicher 😊
Wenn das Auge den scharfen Punkt des Fruchtstandes gefunden hat, dann wandert es den Weg des Ästchens entlang und dann bleibt es leider hängen und kommt nicht mehr weg. Der Ast ist nämlich auch scharf und dazu noch in der Bildmitte. Mein Auge hat dann keine Chance mehr das „Nichts“ (das natürlich noch etwas leichte Struktur haben soll) im Hintergrund zu erkunden und sich darin zu verlieren.
Was ich immer versuchen ist den an einer Stelle scharfen Themenanker, der den Winter erkennen lässt, an die Seite zu setzen, vielleicht auch nur anzuschneiden. Er soll raus aus der attraktiven Drittellinie und nicht schön beleuchtet sein (also im Schatten). Dann schaue ich, dass der Hintergrund etwas Struktur aufweist, dass das Auge dort hingezogen wird, vielleicht etwas unscharfe Querstruktur in den Hintergrund führt. Das Licht dort darf auch attraktiver sein.
Wenn also dein scharfes Ästchen gleich kräftig in die Unschärfe nach hinten abgebogen wäre, dann hätte das besser gepasst.
Ich hoffe, Du bist jetzt nicht entmutigt. Das wird mit der Zeit. Wie bei allem ist es eine Übungssache.
Ich wünsche Dir erst mal einen guten Rutsch heute!
Wir sehen uns mit neuer Energie in 2026.
Liebe Grüße
Inga
Hallo Inga,vielen dank für…
Hallo Inga,
vielen dank für deine Einschätzung. Ich bin ja schon mal froh, dass wenigstens der Text soweit in Ordnung geht :-) Ansonsten verstehe ich was du meinst. Aber ich denke, bei der Umsetzung wird es wohl auch künftig hapern. Ob Heiku samt Wabi Sabi und ich Freunde werden, kann ich mir grad absolut nicht vorstellen. Es ist doch sehr speziell und man muss da, denke ich, mit einem gewissen Talent ausgestattet sein und zusätzlich vor Enthusiasmus überschäumen, dass es wirklich was wird damit. Da habe ich das Gefühl beim Herantasten schon gehabt, dass mir der Draht dazu ziemlich fehlt, aber unversucht wollte ich es nicht lassen :-) Ich hoffe daher, dass die bisherigen Themen hier trotzdem nicht ganz untergehen werden.
Danke für deine Wünsche. Alles Gute auch dir (und allen anderen) für 2026.
Liebe Grüße, Jana
ADMIN
Hallo Jana…
Hallo Jana,
selbstverständlich werden die "bisherigen Themen hier trotzdem nicht ganz untergehen" :-). Das aktuelle Haiku-Thema ist ein Angebot unter vielen, zu dem wir die Makrotreff-User einladen und das wir gezielt in die ruhigen Tage rund um Weihnachten platziert haben. Alle übrigen Makrotreff-Ausrichtungen bleiben hiervon vollkommen unberührt.
Du bist mit deinem Bild hier absolut in der richtigen Richtung unterwegs. Du hat dich bereits von vielem Altgewohntem gelöst und dich erfolgreich auf eine neue Reise begeben. Ich sehe das also ganz und gar nicht so "schwarz", wie du es oben beschreibst. Ich finde es klasse, dass du dich trotz deiner Skepsis diesem Thema gewidmet hast – und das, wie schon gesagt, in meinen Augen mit Erfolg.
Übrigens: Heiku bedeutet für uns Westeuropäer zunächst einmal Loslassen. Das hat nichts mit Talent zu tun, und auch nicht mit Enthusiasmus. Es ist das sich Bewusstmachen der eingenen bisherigen Vorgehensweise, der eigenen Konditionierung, und das Erkennen anderer, neuer Wege. Mit dem zunehmenden Gelingen erkennt man, dass die Haiku-Fotografie sogar deutlich weniger anstrengend ist. Sie erfordert wesentlich weniger Energie seitens des Fotografen. Der veränderte Blick lässt in Verbindung mit der Kamera und ihrem Objektiv völlig ohne Anstrengung neue Fotos entstehen. Die Ergebnisse sind aber nicht Zeugnisse für fotografisches Nichtkönnen, sondern vielmehr Ausdrücke neuer Sichtweisen. Sie sind kurze Momente, die viel erzählen und zusätzlich einen großen Raum geben, den der Bildbetrachter füllen kann.
Ja, das ist anfangs erst einmal alles total ungewohnt. Aber liegt nicht genau hierin der Reiz?
Schön, dass du unser Angebot angenommen hast :-).
Liebe Grüße
Roland
Hallo Roland,vielen Dank…
Hallo Roland,
vielen Dank auch für deine Einschätzung. Es freut mich ja trotzdem, dass zumindest die Richtung nicht ganz falsch ist. Als perfektionistische Westeuropäerin, die jahrelang einen ansprechenden Bildaufbau eingeübt hat, empfinde ich das Einfache aber schon recht schwierig ;-) Dass jetzt alles wieder loslassen ist schon kein leichtes Unterfangen. Ich lasse das alles mal in Ruhe auf mich wirken und schaue, was die Zeit so bringt. Ich kann ja sicher hier in kommender Zeit so einige Impressionen dahingehend auf mich einwirken lassen. Eventuell schmälert sich meine Skepsis und die Distanz zum Thema löst sich auf. Mal schauen was das Jahr so bringt :-)
Liebe Grüße, Jana
Hallo,ersteinmal ein frohes,…
Hallo,
ersteinmal ein frohes, neues Jahr euch allen hier bei Makrotreff.
Mich hat der Mitmachpost angesprochen, die Idee, mich zwischen den Jahren mit Zwischenräumen zu beschäftigen und alles loszulassen finde ich sehr passend. Und auch eure Fotos haben mich sehr angesprochen. Bei längerer Betrachtung strahlen sie auf mich große Ruhe aus. Mir ging es jedoch nicht anders als von meinen Vorgängerinnen bereits beschrieben: Das Gewohnte zu verlassen löst zunächst Unsicherheiten aus. Ich wage dennoch euch ein Foto vorzustellen.
Mein Gedicht dazu:
- Wintersonne strahlt.
- Wir wachsen entgegen.
- Leise, kaum bemerkt.
Liebe Grüße von
Birgit
ADMIN
Hallo Birgit,auch ich habe…
Hallo Birgit,
auch ich habe mich sehr gerne längere Zeit mit deinem Haiku-Bild und -Gedicht befasst. Es zeigt mir deutlich, dass du dich intensiv mit diesem alternativen Weg der Fotografie beschäftigt hast. Und auch ich würde mich freuen, von dir noch weitere Haikus in unserem Showroom zu entdecken :-).
Liebe Grüße
Roland
Hallo Roland,ich freue mich…
Hallo Roland,
ich freue mich über deine Rückmeldung, vielen Dank. Es ist wirklich anspruchs- aber auch reizvoll, die eigene Wahrnehmung zu verändern und eine neue Sicht zu entwickeln. Deine aktuellen Fotos im Showroom gefallen mir und wenn du über das Making-off schreibst, scheint es ganz leicht...
Ich bleib' dran.
Liebe Grüße von
Birgit
Liebe Birgit,auch Dir ein…
Liebe Birgit,
auch Dir ein inspirierendes neues Jahr mit spannenden neuen Horizonten.
Was bietet sich besser an, als ein Jahresbeginn, um Neues auszuprobieren. Da ist man ja mit all den guten Vorsätzen meist offen, bevor der Alltag einen wieder einholt.
Wunderbar, dass Du dich von den Haiku-Bilder inspirieren lassen hast. Bild und Gedicht zu kombinieren ist auch dir hervorragend gelungen.
Die Zacken des Blattes rechts reißen dezent has Winterthema an, das gefällt mir sehr gut. Wenn die Fruchtstände schneller in die Unschärfe gelaufen wären, wäre für mich der Kontemplationseffekt noch wirkungsvoller gewesen. Die beiden nach oben stehenden Fruchtstände hätten schon gereicht. Noch ein paar deutlich unscharfe Kügelchen in Hintergrund und die Fantasiereise kann beginnen.
Gerne noch mehr im Showroom!
Liebe Grüße
Inga
Liebe Inga,vielen Dank auch…
Liebe Inga,
vielen Dank auch dir für die fundierte, positive Rückmeldung. Ja, der Jahreswechsel und die damit verbundene Muße haben mir geholfen, mich ein wenig in das Thema zu vertiefen. Mal schauen, was das Jahr noch so bringt.
Viele liebe Grüße von
Birgit
Das neue Thema in der…
Das neue Thema in der Mitmachpost ist sehr reizvoll und spornt zum Umdenken an. Aber ausprobieren lohnt sich immer.
Grüß dich Konrad,klasse, das…
Grüß dich Konrad,
klasse, das Du dich auf das Thema einlässt!
In der linken Bildhälfte gibt es wunderbare Strukturen, die zum Wandern der Gedanken einladen.
Was den Weg dorthin versperrt, ist hell und scharf und mitten im Bild. Helligkeit und Schärfe ziehen das Auge magisch an. Das verbannen wir bei der Haiku-Fotografie am besten ganz weit an den Rand, dann nimmt es nicht so einen dominanten Raum sein.
Ich habe mal das Bild radikal beschnitten, rechts die Hälfte weg und oben auch. Ein Rest der scharfen Grasspitze ist noch in der rechten oberen Ecke zu sehne. Das kannst Du auch mal ausprobieren und schauen, wie das Bild dann auf dich wirkt.
Ich bin gespannt auf weitere Haiku-Fotos von Dir.
Liebe Grüße
Inga
Servus allseitsJapan hat für…
Servus allseits
Japan hat für uns doch eine ganz andere Kultur, daher finde ich, das Thema Haiku fotografisch umzusetzen, sehr spannend. Vielleicht fehlt mir diese gewisse Leichtigkeit, beim Fotografieren uneingeschränkt frei zu sein. Ich bin unsicher, ob mein Foto Haiku tauglich ist, das Motiv, der Rest einer echten Seidenpflanze, hat mich jedenfalls angesprochen.
eine Feder leicht
Wind wirbelt alles davon
lass mich noch ruhen.
Liebe Grüße, Annelore
Hallo Annelore,jetzt hätte…
Hallo Annelore,
jetzt hätte ich doch fast Dein Bild übersehen ... :o)
Klasse, Das Du dich auf diese ganz andere Sehweise einlässt. Das Gedicht unterstreicht wunderbar das Bild.
Die Schärfe hast Du perfekt auf den seidenweichen Haarschopf gelegt, wie er sich so schön um den Ast schmiegt. Das sieht sehr attraktiv aus und macht es meinem Auge schwer sich davon wieder lösen zu wollen.
Wenn Du das Bild radikal beschneidest, so dass der Samenstand in der linken unteren Ecke zum liegen kommt, kann sich das Auge lösen und in das "Nichts" des Hintergunde eintauchen. Mit dem Beschnit kannst Du etwas spielen und schauen, wie für dich die Wirkung ist.
Liebe Grüße
Inga
ADMIN
Hallo Annelore,Dein Bild ist…
Hallo Annelore,
Dein Bild ist definitiv Haiku-tauglich! Klasse, wie du die schmale Schärfe platziert hast und von dort aus den Betrachterblick über den Ast in die Vorder- und Hintergrundunschärfe auf Fantasiereise leitest.
Danke auch für das tolle Gedicht!
Liebe Grüße
Roland
Liebe Inga, lieber Roland…
Liebe Inga, lieber Roland,
Besten Dank für eure lieben Rückmeldungen. Als ich an dieser Pflanze vorbei kam war ich fasziniert von diesen Seidenbüscheln wie sie im Wind um den Ast tanzten. Dank auch an Inga mit dem Vorschlag des Beschnitts die Wirkung ist auch klasse.
Liebe Grüße,Annelore
Es lässt mir ja doch keine…
Es lässt mir ja doch keine Ruhe- das Thema Haiku. Immer wieder schaue ich mir die bisherigen Einstellungen an, sie lösen unterschiedliche Empfindungen in mir aus. Vom "Das lädt ein zum Träumen" bis hin zu " Naja, ich weiß auch nicht so recht.."
Enorm ist für mich der Unterschied zum Bisherigen nicht nur beim Fotografieren eines solchen Bildes, sondernd genauso enorm ist er in der losgelösten Bildbetrachtung. Eine völlig neue Erfahrung, eine Umkehr bisheriger Denkweisen.
Ich will mich ihr gern stellen.
Zu sehen ist eine Reduktion der Reduktion, ein unbedeutender Halm in Wind und Schnee. Nicht zu sehen ist ein zum Träumen einladender Hintergrund, sondern nur Licht und Schnee. Die Reise der Gedanken soll das Ende des Halms, ein im Wind zitternder Samenstand selbst auslösen.
Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Haiku im beschriebenen Sinne des Mitmachposts ist, oder nur seine Schwester, oder gar seine Cousine. Es ist ein Versuch, mit einem stark reduzierten Bild Gedanken und Gefühle auszulösen. Ich freue mich sehr auf die Meinung der Haiku-Wissenden dazu.
Haiku-Gedicht:
Kommend aus dem Nichts
Formen sich Gedanken neu
Fliegen lautlos davon
Mit den besten Grüßen an alle nach dem beutenden Nichts Suchenden!
Kerstin
ADMIN
Hallo Kerstin,das ist ein…
Hallo Kerstin,
das ist ein wunderbares Schnee-Haiku. Der Betrachter kann, dem Halm folgend, in die totale Reduktion des Schnees, der alles aufzulösen scheint, eintauchen.
Danke auch für das Haiku-Gedicht.
Liebe Grüße
Roland
Liebe Inga und lieber Roland…
Liebe Inga und lieber Roland,
es ist schön zu lesen, dass ich auf dem richtigen Weg zu dieser Art der Fotografie bin. Bestimmt werde ich mich weiter daran versuchen. Ich warte einfach, bis mir ein neues Haiku zuflüstert. ;-)
Liebe Grüße Kerstin
Hallo Kerstin,für mich ist…
Hallo Kerstin,
für mich ist das Bild die Essenz des Haiku-Spirits. Das extreme Hochformat unterstreicht noch die Leere um den Halm, der so genug Platz hat so langsam ins Nichts zu tauchen. Nach unten in die Länge noch oben in die Tiefe. Das ist in seiner Reduktion genial gemacht. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Liebe Grüße
Inga
MOD
Hallöchen zusammen,bevor…
Hallöchen zusammen,
bevor mein Papierkorb aus allen Nähten platzt stelle ich mal meinen Beitrag zum Mitmach-Post ein. :-) So einige Versuche habe ich gemacht, doch ich hatte eben auch den Anspruch eine eher düstere Bildwirkung zu vermeiden. Manche Bilder gefallen mir, ein Teil aber eben auch nicht. Das Thema halte ich für recht schwierig, über die Gründe wurde schon sehr viel geschrieben. Ein Haiku ist ja eigentlich eine Gedichtform ohne fotografischen Background. Beides zu vereinen ist also eine sehr ungewöhnliche, anspruchsvolle Aufgabe.
Hallo Gabi,na, das ist doch…
Hallo Gabi,
na, das ist doch bestens gelungen! Schön hingehaucht. Das Frühjahr ist schon in warmen Braunton im Hintergrund zu erahnen. Noch muss das kleine Pflänzchen aber dem Schneesturm trotzen.
Liebe Grüße
Inga
MOD
Guten Morgen, Inga,vielen…
Guten Morgen, Inga,
vielen Dank für Deine Draufsicht und die ermutigenden Worte. :-)Freut mich, wenn es in die richtige Richtung geht.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.
LIebe Grüße
Gabi
PS. Sorry! Die untere Zeile unter dem Bild mit Gruß hat gefehlt. Sie wurde beim Speichern nicht übernommen. Leider ist es mir nicht aufgefallen.Ich habe sie kurz nachgetragen.;-)
Moin,beim exzessiven Löschen…
Moin,
beim exzessiven Löschen und Verschlagworten der Fotos aus 2025 bin ich jetzt im September angelangt. Da tauchte diese Foto auf. Hat was Haiku-mäßiges sein, oder?
Liebe Grüße
Ingo
Erika blüht noch
Gräser verlieren ihr Grün
- Herbst weht sich herein
Hallo Ingo,na, da stösst man…
Hallo Ingo,
na, da stösst man doch beim Ausmisten plötzlich auf ganz neue Schätze.
Ein echtes Herbst-Haiku. Ich rieche förmlich den Duft der Heide und kann mich noch etwas an der Herbstsonne wärmen.
Liebe Grüße
Inga
Ganz vorsichtig entrollt…
Ganz vorsichtig
entrollt sich das Blatt
in der warmen Wintersonne.
Haikus fotografisch umzusetzen ist eine tolle Herausforderung. Da die Balance zu finden zwischen zu viel und zu wenig ist nicht leicht. Ich beschäftige mich schon länger mit diesem Thema und bin begeistert von dem Haiku "How to" und diesem Mitmach-Post.
Viele Grüße
Goni
Hallo Goni,es freut mich,…
Hallo Goni,
es freut mich, dass das Haiku-Fieber bei dir ausgebrochen ist.
Das Gedicht passt wunderbar zum Bild.
Ich würde die hellen Blattstellen vielleicht noch etwas abdunkeln, dann kann sich das Auge besser wieder davon lösen und im Hintergrund auf Wanderschaft gehen.
Liebe Grüße
Inga
Hallo Inga,vielen Dank für…
Hallo Inga,
vielen Dank für deinen Tipp. Ich werde mich gleich mal dran setzen und das Bild etwas überarbeiten.
Viele Grüße
Goni
Hallo zusammen,ich habe mich…
Hallo zusammen,
ich habe mich heute auch mal an Haiku getraut. Für mich noch ein sehr schwieriges Thema, allein durch die grosse Vielfalt an Möglichkeiten. Ich weiss nicht, ob es mir gelungen ist, aber hier der Versuch. Haiku im Winter an meinem kleinen Lieblingsmoor, wo der Nebel heute morgen alles mit leichtem Reif überzogen hatte.
Mit Worten tue ich mich schwerer, wie mit Bildern.. insofern verzichte ich auf ein Gedicht. Ich hoffe, das ist ok. Sonst muss ich mein Gehirn noch mal aktivuieren..
Viele Grüße, Uwe
Grüß dich Uwe,klasse, dass…
Grüß dich Uwe,
klasse, dass Du dich mit dem Thema auseinander gesetzt hast. So ein nebliges Moor kann etwas ganz fantastisches sein. Frost und Winternebel sind hervorragende Jahreszeitenworte.
Für ein Haiku-Bild ist mir persönlich der Halm noch zu mittig und dominant. Du kannst das Bild mal für dich beschneiden und schauen wie es wirkt, wenn Du den Halm ganz an den Rand rückst.
Das Auge kann sich dann besser davon lösen und geht in den Hintergrund. Dort findet es dann ganz feine Linien in einer Nebenwand. Mir etwas zu wenig, um mich lange aufhalten zu wollen. Ein paar mehr Strukturne wären dort hilfreich gewesen.
Zum Glück läuft das Moor ja nicht weg. Da finden sich sicher zu jeder Jahreszeit viele Haiku-Motive.
Liebe Grüße
Inga
Hallo Inga.Danke. Das habe…
Hallo Inga.
Danke. Das habe ich schon befürchtet, dass ich mich noch nicht so schnell von meinen Gestaltungsvorstellungen lösen könnte. Ich werde die momentane Wetterlage nutzen, und mich weiter mit dem Thema auseinandersetzen.
Viele Grüße, Uwe
Puh, als ich das erste Mal…
Puh, als ich das erste Mal diesen Post gelesen habe, dachte ich, wie soll das passen, Gedichte und Bilder. Und dann hat es mir keine Ruhe mehr gelassen. Also habe ich mir Haikus angeschaut, dann die bisherigen Bilder und es hat mich so an meine Kindheit erinnert. Gerade im Winter fand ich es toll, mir das glitzernde Laub früh anzuschauen, oder den Frost auf Grashalmen, Tropfen in Spinnweben. Also bin ich im ersten frostigen morgen los gelaufen und habe versucht es einzufangen. Nur mit Hilfe vom Display, und dem Gefühl, ob es etwas berührt. Dieses Bild ist es geworden, das Haiku dazu:
Wintermorgen still
Reif liegt auf dem Grashalm kalt
Atem wird zu Dampf
Hallo Franziska,das passt…
Hallo Franziska,
das passt ganz wunderbar! Und es hat nicht nur bei Dir etwas berührt, sondern auch bei mir als Betrachterin. Die frostbedeckten Halme sind in der Wintersonne zu erahnen und Zeichen ihre sanften Spuren in die kalte Luft. Da kann man gut Kindheitserinnerungen nachhängen.
Liebe Grüße
Inga
Vielen Dank für die…
Hallo Inga,
vielen Dank für die Einschätzung. Ich finde es eine tolle Fotoidee und die Bilder bisher sind alle so toll. Ich werde ganz sicher noch einmal dazu losziehen. 🥰 Liebe Grüße Franzi
Giten Morgen, ist das ein…
Guten Morgen, ist das ein Haiku-Bild? Ich bin mir unsicher. Viele Grüße photalena
Hallo Alena,toll, dass Du…
Hallo Alena,
toll, dass Du dich an dem Thema versucht hast!
Die Grenzen sind sicher fließend und da möchte ich jetzt nicht mit einem harten Ja oder Nein antworten.
Wenn ich mir das Bild anschaue fällt mein Blick zuerst auf das Blatt links. Es ist attraktiv angeleuchtet, aber nicht so dominant, dass ich nicht mehr davon weg komme, denn rechts gibt es ja auch noch ein Blatt. Es ist zu scharf, um es zu ignorieren. Da hilft auch nicht der Schleier davor. Das "Nichts" im Hintergrund kann ich nicht erreichen. Wenn das rechte Blatt nicht wäre, dann wäre für mich das linke Blatt allerdings zu attraktiv (weil eben schön angeleuchtet) und der Hintergrund bietet zu wenig Futter und Tiefe für eine Kontemplation.
Also, nochmal ran an den Winter. Da geht noch was. Der Showroom wartet auf Dich :-)
Liebe Grüße
inga
Liebe Inga,danke für die…
Liebe Inga,
danke für die klare und hilfreiche Rückmeldung.
Ich verstehe gut, wo das Bild eher hält als öffnet – und nehme das als Impuls für die nächsten Versuche.
Herzliche Grüße
Alena
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