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ADMIN

Hallo Klaus,

ja, ich habe dieses Foto bewusst minimalistisch gemacht – obwohl es da noch viel minimalistischer geht :-).

Minimalisierung unter Beibehaltung leichter Strukturen im Hintergrund

Hierbei spielt die Lichtstärke, also die offene Blende, eine gewisse Rolle. Mit offenen Blenden kann man gut freistellen, weil die Unschärfen sehr schnell und deutlich beginnen. Viele Makronisten glauben, die Blende sei für solche Minimalisierungen der entscheidende Faktor. Dem ist nicht so. Der entscheidende Faktor ist die Beschaffenheit des Umfelds, insbesondere des Hintergrundes eines Hauptmotivs. Wieviele Strukturen sind in welchen Entfernungen vorhanden? Welches Licht liegt auf ihnen?

Zusätzlich kommt dem Hauptmotiv selbst auch eine Bedeutung zu. Große und wuchtige Hauptmotive lassen sich weniger wirkungsvoll minimalistisch darstellen als zarte, kleine.

Und dann erst kommt die Blende ins Spiel. Ist sie für eine bestimmte vorliegende Situation zu klein, wird alles zu deutlich anstatt minimalistisch wiedergegeben. Ist sie zu groß – auch das ist schnell der Fall! –, werden die vorhandenen Strukturen aufgelöst; sie verschwinden ins Nichts. Dann ist das Ergebnis keine zarte, dezente Minimalisierung, sondern eine komplette Homogenisierung mit dem Ergebnis einhundertprozentiger Freistellung des Hauptmotivs. Auch nicht immer attraktiv.

Fazit: Die Blende muss für die jeweils gegebene Situation passen.
Häufig ist es jedoch so, dass man mit einer großen Blende etwas leichter Minimalisieren kann als mit weniger großen. Wenn man etwas verallgemeinern möchte – was aber, wie oben beschrieben, mit großer Vorsicht zu verstehen ist –, dann eignen sich sehr gut hierfür Blenden ab 2.0 und größer (z.B. 2.0, 1.8, 1.4). Ab 1.2 wird´s dann heftig und kann ins Gegenteil schlagen. Richtig heftig wird´s unterhalb 1.0. Damit muss man umgehen lernen... .-). Macht aber irre Spaß.

Aber nochmal, weil´s wichtig ist: Entscheidender als die Blende ist die Beschaffenheit des Gesamtmotivs.

Zum Zoombereich des Angénieux-Projektionsobjektivs

Es gibt drei größere Serien des französischen Herstellers Angénieux, die diese Zoom-Bereiche aufweisen. Sie sind mit Typ 65, Typ 75 und Typ 86 gekennzeichnet. Je Typ gibt es mehrere Brennweiten, genauer gesagt mehrere Brennweiten-Spannen.

Das von mir hier eingesetzte Objektiv ist aus der Serie Typ 75 und verfügt über die Spanne 105-110mm. Angénieux realisiert diese kleine Brennweiten-Spanne durch eine Verstellmöglichkeit am hinteren Ende des Objektivs. Mittels eines Gewindes lässt sich der hintere Ring bis zu knapp 20mm herausdrehen. In diesem hinteren Ring sitzt die hinterste Objektivlinse, die auf diese Art herausgedreht wird. Der dadurch sich ergebende größere Abstand zu den übrigen Linsen führt zu der geringfügigen Brennweitenveränderung.

Liebe Grüße

Roland

 

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