Terrarien-Fotografie

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Makronist

Hallo zusammen,

normalerweise bevorzuge ich es natürlich Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren.

Doch bei manchen Arten ist das leider nicht immer so einfach, da sie nicht gerade mal um die Ecke beheimatet sind ;-)

So weiche ich für die Tierfotografie auch gerne mal in Tierparks o. ä. aus.

Motive sind hierbei u. a. auch Tiere in Terrarien, wie z. B. Madagaskar Geckos oder Schlangen.

So hatte ich erst kürzlich Aufnahmen einer Schlange, u. a. sozusagen Auge in Auge bzw. Objektiv…

Leider fehlte bei diesen Aufnahmen immer etwas Licht von vorne, also aus Aufnahmerichtung :-(

Ich habe die ISO-Zahl bei meiner OM-1 hochgesetzt. Das gewünschte Ergebnis habe ich jedoch leider nicht erreicht…

Die Verwendung eines Blitzes (Ringlichts) kommt eher auch nicht in Frage, da die Verwendung eines solchen i. d. R. nicht gestattet ist.

Kann mir jemand weiterhelfen wie ich hier vorgehen kann um dennoch mehr Licht aus der Aufnahmerichtung zu bekommen!?!

Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Tipps /Infos.

Einen schönen Abend wünscht euch

H-P

Kommentare

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ADMIN

Hallo zusammen,

normalerweise bevorzuge ich es natürlich Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren.

Doch bei manchen Arten ist das leider nicht immer so einfach, da sie nicht gerade mal um die Ecke beheimatet sind ;-)

So weiche ich für die Tierfotografie auch gerne mal in Tierparks o. ä. aus.

Motive sind hierbei u. a. auch Tiere in Terrarien, wie z. B. Madagaskar Geckos oder Schlangen.

So hatte ich erst kürzlich Aufnahmen einer Schlange, u. a. sozusagen Auge in Auge bzw. Objektiv…

Leider fehlte bei diesen Aufnahmen immer etwas Licht von vorne, also aus Aufnahmerichtung :-(

Ich habe die ISO-Zahl bei meiner OM-1 hochgesetzt. Das gewünschte Ergebnis habe ich jedoch leider nicht erreicht…

Die Verwendung eines Blitzes (Ringlichts) kommt eher auch nicht in Frage, da die Verwendung eines solchen i. d. R. nicht gestattet ist.

Kann mir jemand weiterhelfen wie ich hier vorgehen kann um dennoch mehr Licht aus der Aufnahmerichtung zu bekommen!?!

Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Tipps /Infos.

Einen schönen Abend wünscht euch

H-P

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Makronist

Anbei eines der Fotos, die ich gemacht habe (Langnasenotter).

Die (künstliche) Beleuchtung kommt hauptsächlich von oben, was ja auch bei der natürlichen Beleuchtung so ist :-)

Leider fehlt mir hier etwas Licht von vorne… :-(

In diversen (YouTube und Co.) Beiträgen habe ich immer wieder gesehen, dass bei Aufnahmen in der freien Natur ein Blitz mit schwacher Leistung eingesetzt wird.

Hier ist es jedoch nicht gewünscht / erlaubt.

Habt ihr mir hier Tipps?!?

Danke euch.

Schöne Grüße 

H-P

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ADMIN

Hallo H-P,

das Blitzverbot, das bei vielen Terrarien, Schmetterlingshäusern oder ähnlichen "Ondoor-Tierhäusern" besteht, ist aus biologischer Sicht natürlich verständlich, stellt aber für die Fotografie häufig ein Problem dar.

Das Licht kommt, wie du auch bereits schreibst, meist von oben (Lampen, durchscheinende Dächer usw.). Dadurch liegen vor allem untere Bereiche von Tieren im Schatten. Dies können ganze Körperunterseiten oder auch nur Bereiche unter Augenhöhlenrändern, Nasen oder ähnliches sein oder die gesamt Frontansicht des jeweiligen Tieres.

Es muss also Ziel sein, dieses vorhandene Licht irgendwie umzulenken. Dies kann man ganz gut mit einem Reflektor machen. Solche Reflektoren gibt es in allen Größen und Bauweisen im Handel, die sind aber in der Regel recht groß. Es reicht aber meist auch ein helles Stück Papier oder eine Silberfolie (liefert härteres Licht).
Entweder kann man dann diesen Reflektor bzw. diese Folie in einer Hand halten und entsprechend frei ausrichten. Oder man bastelt sich einen Arm, bestenfalls einen Schwanenhals, an dessen einem Ende die Folie befestigt wird, und der am anderen Ende mit der Kamera verbunden wird (z.B. über das Stativgewinde). Die angebrachte Reflexfolie kann klein sein (Handlichkeit!), denn sie braucht nur gezielt auf die auszuleuchtende Stelle des Motivs ausgerichtet zu werden.

Mit dieser Methode bekommt man sehr leicht und sehr effektiv Licht in die Schattenbereiche. Dies reicht für eine ausreichende Ausleuchtung des Hauptmotivs in der Regel aus, da es ohnehin meist eher unnatürlich wirkt, wenn Schattenbereiche zu stark ausgeleuchtet werden.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland

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Makronist

Hallo Roland,

vielen lieben Dank für Deine Tipps und Infos 👍 Ich werde sie bei meinen nächsten Aufnahmen gleich mal umsetzen.

Den Gedanken mit dem Reflektor /Aufheller hatte ich auch schon. Jedoch hatte ich hier vorwiegend die doch recht großen und vor allem recht starren Teile wie z. B. Rundreflektoren oder Flächenreflektoren wie z. B. von SunBounce auf dem Schirm. Für andere Aufhnahmen hatte ich auch schon mal einfach Styropor genutzt. Das Problem hierbei ist, dass das Licht doch recht breit gestreut und nicht gebündelt wird.

Dein Vorschlag mit dem Papier / der Silberfolie und dem Schwanenhals ist da echt klasse. Ich muss mir nur noch etwas einfallen lassen wie man das Papier flexibel formen kann, es jedoch anschließend auch in der Form bleibt!?! Ideal wäre hier ein Material mit reflektierender Oberfäche in dem sich auch etwas wie z. B. feine Drähte befindet. Das ließe sich dann sicherlich gut formen. Hast Du, oder jemand vom Forum eine Idee!?!

Auf jeden Fall will ich schauen, dass ich die Terrarien-Aufnahmen in nächster Zeit mit den Tipps neu umsetzen werde.

Dir und allen anderen vom Forum wünsche ich einen guten Start in die neue Woche und weiterhin „Gut Licht“.

Schöne Grüße 

H-P

 

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ADMIN

Hallo H-P,

es ist hilfreich, beispielsweise ein Stück Silberfolie auf einen kleinen Rahmen zu spannen, den man sich ggf. selbst aus stabilem Draht dreht.

Hilfreich ist übrigens auch – vor allem bei eher geringem, diffusen Oberlicht – die Verwendung eines kleinen Spiegels; so ein Teil als kleinen Klappspiegel habe ich immer dabei. Damit kann man fast punktgenau wunderbare Aufhellungen platzieren.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude bei deinen weiteren Fotos!

Liebe Grüße

Roland

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