Eine Biene neben der Pflanze an der Haustüre. Ich habe das Bild leicht links und unten geschnitten, um kleine Blütenteile wegzuschneiden.
Der WB ist mir weggerutscht, üblicherweise wäre ich bei der Mittagshitze bei 5700K und +34. Der Abrutscher ging hier auf 3400K und +21. Die Blüten und Biene wirken dadurchviel mehr wie in Wirklichkeit, sonst säuft das Bild im Gelb ab. Leider wirkt es aber auch komplett unwirklich.
Das Motiv selbst ist auch aufgehellt - too much?
Was tun? Ehrliches absaufen lassen, Kontrastfarben hinnehmen, oder gibt es weitere hier passende Wege? Außerhalb von Makrotreff würde ich das Grading ganz anders angehen, ich möchte aber die hiesigen Spielregeln besser verstehen und damit arbeiten lernen.
Kommentare
ADMIN
Hallo Markus,ein schönes…
Hallo Markus,
ein schönes Foto mit dem Takumar 2.3/25mm!
Du sprichst Aspekte der Bildbearbeitung an.
Generell gilt: Gelb ist eine "schwere" Farbe. Viele Objektive (auch moderne!) kommen mit der Wiedergabe von Gelbtönen an Grenzen. Hierbei spielen Licht und Kontraste eine große Rolle. Sehr häufig liegen Überstrahlungen und (scheinbare) Unschärfen vor.
Besonders deutlich zeigt sich dies bei gelben Blüten, die voll von der Sonne beschienen werden. Da kommt es enorm schnell zu diesen Überstrahlungen und unscharf wirkenden Rändern.
Eine Möglichkeit, dagegenzuwirken, liegt in einer deutlichen Unterbelichtung, häufig in Verbindung mit einer stärkeren Kontrastanhebung. Das sieht dann jedoch schnell unnatürlich aus.
So ähnlich wirkt dein Bild oben – obwohl anscheinend infolge anderer Ursachen. Das "Hauptproblem" liegt darin, dass die Hauptmotivblüte in der vollen Sonneneinstrahlung liegt. Dadurch wirkt die Blüte ziemlich hart – und eben ein wenig unnatürlich.
Genial dagegen ist das Bokeh! Vor allem im unteren rechten Bildbereich gibt das tolle Takumar eine Kostprobe seiner Abbildungscharakteristik :-).
Und ja, bezüglich der Aufhellung des Hauptmotivs (Biene) gebe ich dir Recht; auch das wirkt etwas unnatürlich und ist ebenfalls der harten Schattenbildung durch die direkte Sonneneinstrahlung geschuldet.
Also, was ist zu tun?
Hinsichtlich Nachbearbeitung etwas weniger stark eingreifen und ein ganz leichtes "Absaufen", wie du es nennst, hinnehmen, dafür aber die Charakteristik eines Vintagefotos etwas mehr hervorheben.
Aber am besten: raus mit dem Hauptmotiv aus der direkten Sonneneinstrahlung! Dieses harte Licht führt immer zu stärkeren nachträglichen Eingriffen/Korrekturen, die in der Regel einem Vintagebild seine charakteristische Ausstrahlung schmälern.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland
Danke für die ausführliche…
Danke für die ausführliche Rückmeldung, Roland!
Ich könnte mir einen Diffusor via Klemme an den Blitzschuh machen, dann hätte ich auch bei starker Mittagssonne das Problem nicht und dennoch beide Hände an der Kamera. Damit würde ich den Teil der Herausforderung gelöst kriegen.
Schwerer wird der zweite Teil, die Bearbeitung auf ein Maximum zu vermindern. Mal sehen, was ich mir da einfallen lasse...
Das Objektiv lädt auf jeden Fall ein, weiter zu probieren und Spaß zu haben.
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