Unterwegs im Weinberg – Feldklee

Es schien ein perfekter Nachmittag zu sein, endlich mal kein Regen mehr und überwiegend bedeckter Himmel. Jedoch noch nicht lange im Weinberg ließ die Bewölkung nach und die nachmittägliche Sonne brannte auf die alten Steinmauern herunter. 

Einmal vor Ort lässt man jedoch nicht locker. Der überwiegend nachhaltig, zum Teil auch biologisch betriebe Weinbau schafft Motive in großer Zahl. So lud der hier gezeigte Feldklee (Trifolium campestre) mit seinen nur wenigen Millimeter großen Blüten zum Fotografieren ein. An den Belichtungsdaten sieht man, dass das Foto bei voller Sonne entstanden ist. Dies führte natürlich zu den üblichen Problemen:
 

  • alles überstrahlendes Gelb,
  • harte Kontraste, 
  • dazu kommt der Abbildungsmaßstab von (geschätzt) 1:1,5, welcher das alte Projektionsobjektiv schon an seine Schärfe-Grenzen brachte.

Dennoch möchte ich das Foto nach einiger Arbeit bei der Bildbearbeitung (Minimierung gelber Spitzlichter, Verringerung der Kontraste, minimaler Schärfung der Blüte und leichter Entsättigung) hier zur Diskussion stellen. 

Was hätte ich bei Aufnahme und/oder Bildbearbeitung anders und besser machen können?

Vielen Dank für Eure Kommentare

Kommentarbereich

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MOD

Grüß Dich Reinhard,

volle Sonne ist immer ein Problem. Ich habe immer einen faltbaren Diffusor dabei, mit dem lässt sich das Motiv wunderbar abschatten. Das zügelt dann das helle Gelb und die Überstrahlungen werden auch weniger, was zu einer besseren Schärfe beiträgt und die Nachbearbeitung viel einfacher macht.

Ein kleiner Schwenk nach unten hätte dem Bild auch gut getan, dann wäre der untere Klee nicht so angeschnitten und der Bildaufbau würde harmonischer werden. Als Beigabe rutscht das Hauptmotiv in die Mitte, da hat Dein Glas die beste Schärfeleistung. Die anderen zwei Blütenstände gleichen dann auch die zentrale Positionierung des Hauptmotivs aus.

Servus
Wolfgang

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Makronist

Grüß Dich Wolfgang,

bei euch in Oberbayern würde einer jetzt sagen; " I bin a rechter Depp!", denn ich hatte einen weißen, semitransparenten Schirm dabei. Allerdings hatte ich das erst zuhause wieder gemerkt. :-O

Was den von Dir empfohlenen Schwenk nach unten anbelangt, stimme ich dir zu, aber ...

... da kam die nächste Blüte,

... und die nächste, usw. 

Bzgl. der Schärfeleistung ist es beim Maßstab von 1:1,5 schon kitzlig, da reicht schon einmal zu heftig ausatmen, oder zu fest abdrücken, oder auch der leichteste Windstoß. 

Bei den vorher im windgeschützten Garten gemachten Hortensien-Aufnahme mit dem gleichen alten Glas war diese Herauforderung nicht gegeben. Aber man will ja lernen, nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel".

ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag und  sage

Servus

Reinhard

 

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Makronist

Hallo Reinhard,

ich stimme Wolfgang zu. Wenn man eine solche Lichtsituation hat - kann ja vorkommen- dann irgendwie das Licht zu diffundieren. Beim Schärfepunkt muss man tatsächlich sein Obi ausprobieren und sehen, wo genau der liegt. Das hast Du bei dem Feldklee 2 -Bild z.B. prima gelöst.

lg

wolffslicht

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Makronist

Hallo Wolffslicht,

danke für's Drüberschauen. 

Was die Lichtsituation anbelangt, siehe auch meine Antwort an Wolfgang. Strafe muss sein. :-o

Was die Schärfe anbelangt, habe ich bei diesem Foto möglicherweise zu viel von dem alten Glas verlangt, denn wie Du siehst, war das Licht (1/8000 sec bei ISO 100) und das Überstrahlen der gelben Blüte schon extrem.

Aber wie Dir aufgefallen ist, hat es bei der zweiten Aufnahme beser geklappt, auch wenn es da mit 1/4000 sec bei ISO 100 auch nicht wesentlich dunkler war.

Ich hoffe aber, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag und neuen Shwung.

Reinhard

 

 

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