Weiße Baumnymphe | MAKROTREFF

Weiße Baumnymphe

Ebenfalls im Schmetterlingshaus habe ich diese Weiße Baumnymphe abgelichtet. Leider war das Licht an diesem Tag nicht so toll, sodass ich mit dem ISO-Wert etwas hoch musst. Aber - und das habe ich beim letzten mal dank Roland gelernt - besser ein leicht rauschendes scharfes Foto, als ein kaum rauschendes Unscharfes.

Ganz nebenbei: Schmetterlingshäuser, wie das hier in Hamm, sind für mich immer eine Reise wert, da neben den unzähligen nicht heimischen Schmetterlingen, die tolle Motive darstellen, viel über die Tiere an sich erklärt wird. Klar, Tiere in ihrem natürlichen Umfeld bestaunen zu können ist deutlich schöner, dennoch wird auch hier viel Gutes getan z.B. Personen wie mir die Natur und das Bewusstsein über unsere Verantwortung im Umgang mit eben dieser wieder näher zu bringen. ;-)

 

Beste Grüße,

Sebastian

Kommentare

Hallo Sebastian,

hier bei diesem Foto bringst Du die "Geschichte" mit dem Rauschen vs. Verwacklungsunschärfe auf den Punkt: ISO 800 mit noch sehr erträglichem Rauschen - dafür aber ein scharfes Foto! Sieht gut aus.

Auch die Bildaufteilung überzeugt.

Licht:

Das Licht ist insgesamt gut aufgrund der Lichtflecken. Aber auch hier saufen die dunklem Partien etwas ab.

LÖSUNG:
Ganz leichtes (sonst ist die Stimmung kaputt!) Hochziehen der tiefsten Töne.

Flecken:

Die weißen Flecken auf dem Blatt, auf dem der Falter sitzt, sind nicht von maximaler Schönheit getränkt. Deshalb würde ich hier die tollen Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung nutzten und sie entfernen. Das ist dann Balsam für die Augen eines Ästheten :-).

Falterstellung:

Der Falter ist (leider) nicht ganz im rechten Winkel zur optischen Achse - und vor allem so, dass er leicht nach hinten wegschaut. Dadurch sind auch die Flügelspitzen nicht mehr scharf. Das ist generell etwas problematisch, weil Falter aufgrund ihrer super schönen Flügel genau mit diesen den Betrachterblick magisch anziehen. Und dann stört es, wenn die Flügelflächen nach hinten so leicht immer unschärfer werden.

LÖSUNG:
Entweder korrekt im rechten Winkel zur optischen Achse ausrichten, oder den Falter deutlich schräg setzen, sodass es sehr schnell in die Unschärfen übergeht. Jedenfalls darf es nicht so aussehen, als hätte der Makronist etwas versucht, was er nicht geschafft hat :-).

Siehe bei den beiden folgenden Fotos von einem genau diesen Unterschied - und entscheide selbst!  

(Distelfalter (Vanessa cardui) auf der Sandsilberscharte (Jurinea cyanoides).)

Distelfalter auf Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides)
Vergrößerte Ansicht

 

 

Distelfalter auf Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides)
Vergrößerte Ansicht

 

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Hallo Roland,

und nochmal Danke für deine Bewertung meines Werks. Auch hier habe ich mal versucht deine Tipps umzusetzen. Die Positon des Falters zur Kamera kann ich ja nun leider nicht mehr ändern, ist aber für die Zukunft vorgemerkt ;-)

Finde deine Bilder im übrigen beide genial!

 

Lieben Gruß, Sebastian

Nochmal hallo Sebastian,

ich sehe auch die meisten von Dir formulierten Ansätze. Und es wird auch hier zunächst einmal "viel Gutes getan, ..... die Natur und das Bewusstsein über unsere Verantwortung im Umgang mit eben dieser wieder näher zu bringen". Ja, Solche Häuser und die meist damit verbundene Informations- und Aufklärungsarbeit ist meist sehr umfangreich und vordergründig sehr zu loben.

Dennoch gibt es hier auch eine andere Seite der Medaille. Und weil es das Thema wert ist, habe ich - initiiert durch Deine paar Zeilen hierzu - einen Beitrag in die Diskussion gestellt mit dem Titel:

Schmetterlingshäuser: Fun-Erlebnis-Naturspektakel aus der Retorte

Also, falls es Dich interessiert ...

Lieber Gruß,

Roland

Hallo nochmal! ;-)

Es interessiert mich auf jeden Fall. Habe deinen Artikel auch bereits gelesen.

Ich stimme dir in wesentlichen Punkten deiner Ausführung zu, wobei mir die Schmetterlings-/Tropenhäuser in deinen Worten etwas zu negativ wegkommen. Letztlich führt das "hochziehen" solcher Häuser natürlich nicht dazu die heimische Natur in größerem Maße wertzuschätzen, zu respektieren oder zu schützen. Aber dennoch denke ich, dass es immer noch ein erster Ansatz sein kann, den Menschen die Natur wieder näher zu bringen. Ich vergleiche das gerne mit einigen Projekten, die ich im Arbeitskontext durchführen durfte: Oftmals braucht der Mensch (und da schließe ich mich leider mit ein) einen kleinen Stupser in die richtige Richtung! :-)

Wobei es ein sehr schmaler Grad in Richtung "Erlebnispark" ist - und genau da stimme ich dir dann auch wieder zu!

 

Ich werde mich in den nächsten Tagen bestimmt nochmal unter deinem Artikel dazu äußern und versuchen meine Sichtweise zu dem Thema darzulegen. Aber dafür möchte ich mir gerne auch die Zeit nehmen das wenn dann richtig zu tun. ;-)

 

Wünsche Dir erstmal einen schönen Abend und an dieser Stelle auch nochmal Danke für deine Arbeit hier!

Lieben Gruß, Sebastian

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