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Makronist

Grüß dich Wolfgang,

vielen herzlichen Dank zunächst mal für deine positive Resonanz zu dem Foto, die mich natürlich sehr freut!

Zu deinen Hinweisen zum Stacking:
129 Einzelaufnahmen sind meiner Meinung nach keineswegs ein „Overkill“. Ich kenne einige Pilzfotografen, die ich sehr schätze und denen ich fotografisch leider nicht das Wasser reichen kann, die nehmen auch schon mal 300 oder 400 Einzelaufnahmen für ein Foto. 

Ich lege die Menge der benötigten Einzelaufnahmen niemals im Voraus fest, sie ergibt sich bei der Aufnahme in Bezug auf die für das jeweilige Motiv erforderliche Tiefenschärfe. Faustregel: Je kleiner das Motiv, je größer der Abbildungabstand, desto größer die Zahl der nötigen Einzelaufnahmen.
Von Bedeutung ist dabei natürlich auch der Schrittabstand - je kleiner dieser gewählt wird, desto schärfer wird das Endprodukt, desto mehr Einzelaufnahmen sind aber auch notwendig. Und dann ist die Frage entscheidend, wie groß die Schärfentiefe im Vordergund VOR dem Motiv sein soll. Will man hier an der Unterkante der Aufnahme keine Unschärfen, die meist matschig und unschön wirken, dann muss man mitunter bereits sehr viele Einzelaufnahmen rechnen, bevor überhaupt das eigentliche Motiv „erreicht“ wird.

Ich arbeite übrigens praktisch immer mit Offenblende, des Hintergrundbokehs wegen. Noch schöner wird dieses mit noch größeren Blendenöffnungen, doch sind die diesbezüglichen Objektive (z.B. das hervorragende Canon RF 135mm/1.8) meist keine Makroobjektive.

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende, 

Rainer

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