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ADMIN

Hallo Fatty,

na, mit Zitronen habe ich ihn jedenfalls nicht gelockt ....!

Wie Du meinen paar wenigen Zeilen zu den Fotos entnehmen kannst, habe ich ihn tatsächlich zufällig entdeckt, als er sein Überwinterungsquartier verließ. Und genau darin lag die Chance. So ein Zufall (oder besser gesagt genau dieser Zufall - siehe unten PS) ereignet sich nämlich nicht ständig.
So unspektakulär dieses Ereignis irgendwo ist (da verlässt ein Zitronenfalter sein Überwinterungsquartier), so unauffällig ist dieses auch - und deshalb sieht man es nicht all zu oft. In der Regel zeigen sich die Falter erst, nachdem sie "aufgewacht" sind und auffällig rumflattern. Dieses Rumflattern ist der Patrouillenflug der Männchen - schrieb ich ebenfalls oben im Text. Und da kannst Du stunden- und tagelang hinterherlaufen, bis sie sich mal hinsetzen. Sie leben erst mal von eingelagerten Zuckervorräten, die ihnen die Kraft für zumindest die ersten Patrouillenflüge geben, denn nektarspendende Nahrungspflanzen sind ja so früh im Jahr so gut wie nicht vorhanden!

Später im Jahr hat man dann eher die Möglichkeit, die hübschen gelben Falter beim Nektarschlürfen auf vor allem Distelblüten anzutreffen - und dann dabei auch zu fotografieren. Aber das ist dann natürlich ein völlig anderes Verhalten, zu einer völlig anderen Jahreszeit - also eine völlig andere Bildaussage.

Lieber Gruß,

Roland

PS:
Nun bietet sich hier natürlich die Möglichkeit, mal in angebrachter Kürze über das Wesen solcher Zufälle zu philosophieren. Insbesondere Leser von irgendwelchen meiner Reportagen in irgendwelchen Zeitschriften äußern öfter: "Booohhr äh, das war aber ein Zufall, dass Du gerade zu dieser Zeit dort an diesem Ort ....".

Das stimmt, und stimmt auch wieder nicht! Oft weiß ich zwar nicht im Voraus, was sich vielleicht in Kürze ereignen wird. Aber die Dichte von Zufallsereignissen lässt sich durchaus steuern. Anders ausgedrückt: Wer viel draußen rumläuft, erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, sogenannte Zufälle zu erleben. Tja, und so "entstand" auch nach vielen Jahren des draußen Rumlaufens der Zufall, dass ich bei dem unspektakulären Ereignis dabei war, als ein Zitronenfalter sein Überwinterungsquartier verließ.

 

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