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Hallo Sigi,

tropische Schmetterlingshäuser sind, wie der Name schon sagt, Nachbildungen tropischer Lebensräume. Sie werden klimatisch rund um die Uhr kontrolliert, 365 Tage im Jahr, angelehnt an tropische Verhältnisse. Ausgestattet werden sie mit unterschiedlichsten Pflanzen und Tieren – aus tropischen Ursprungslebensräumen.

Damit liegt auf der Hand, dass sich diese Lebensräume grundlegend von den Charakteristiken und Eigenschaften unserer heimischen, mitteleuropäischen Lebensräume unterscheiden; dies ist schließlich auch das Ziel.

Häufig dienen solche Einrichtungen Forschungszwecken und werden zusätzlich für Besucher geöffnet. Ihnen ist es dann möglich, mitten in Europa einen kleinen Blick durch ein tropisches Fenster zu werfen :-) – ähnlich einem Warmwasser-Aquarium mit Tropenfischen, das ebenfalls einen in sich abgegrenzter Kleinlebensraum darstellt.

Würde man nun in einem tropischen Schmetterlingshaus die Türe öffnen, hätten die meisten Falter eine maximal mehrtägige Überlebenschance – vorausgesetzt, sie finden außerhalb ihrer Arche Pflanzen, die sie (mehr zufällig) benaschen können. Dann leben sie vielleicht noch ein paar Tage länger als ein paar Tage. Eine Anpassung der tropischen Insekten an mitteleuropäische Pflanzen konnte ja nie stattfinden. Spätestens, wenn die kältere Jahreszeit oder vielleicht schon kalte Nächte kommen, werden sie sterben. Und eine Fortpflanzung wird wohl aufgrund mangelnder gleichartiger Partner, mangels Brutlebensraum und so weiter in keiner Weise möglich sein.

Also würde hier nicht gelten: Klappe zu – Affe tot, sondern Klappe auf – Falter hi.

Das ist aus diesen Gründen selbstverständlich auch überhaupt nicht vorgesehen!

Lieber Gruß,

Roland

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