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ADMIN

Hallo Sonja,

das ist korrekt, Du kannst über die Belichtungskorrektur in die kameraseitig vorgeschlagenen Werte eingreifen. Im Fall des (zu) schwarzen Gefieders könntest Du also bereits beim Fotografieren etwas mehr Licht "durchlassen", was dem Gefieder gut tut – aber den sonnenbeschienenen Bereichen im Bild weniger. Die werden dann zu hell.

Das ist genau das Dilemma beim Fotografieren bei hohem Sonnenstand. Das Licht ist steil und hart. Es liegt ein so hoher Kontrastumfang vor, dass die Kamerasensoren Probleme bekommen; hell wird schnell zu hell, dunkel zu dunkel.

Nun kann man natürlich über die Bildnachbearbeitung ein wenig korrigieren. Im Bild oben kannst Du beispielsweise die dunklen Lichtbereiche etwas anheben. Dadurch wird das Gefieder ein wenig aufgehellt. Und solltest Du im RAW-Format gearbeitet haben, werden dabei auch noch Strukturen erscheinen, die im Moment nicht sichtbar sind.
Aber eine solche Nachbearbeitung hat natürlich auch ihre Grenzen. Zum einen müssen tatsächlich Strukturen im Schwarz vorhanden sein, sonst können sie nicht rauskommen. Das geht logischerweise nach dem Motto: Wo nichts ist, kann auch nichts rausgeholt werden.
Zum anderen, und das darf nicht unterschätzt werden, "verschiebt" eine nachträgliche Aufhellung Schwarzbereiche ins Grau. Dies geht sehr schnell zu Lasten der Brillanz. Nach der Aufhellung können zwar wieder Kontraste hinzugefügt werden, aber wenn das Ausgangslicht zu steil war, wird auch das keine wirklich befriedigende Ergebnisse liefern. Und die insgesamt eher ungünstige Charakteristik der Licht- und Farbwiedergabe infolge des harten Lichts bleibt letztendlich im Bild erhalten.

Deshalb gilt auch trotz der zahlreichen Möglichkeiten im Rahmen der Bildnachbearbeitung:

In der Regel das Fotografieren bei steilem, harten Sonnenlicht (Mittagssonne) meiden. Ausnahme: beabsichtigte Spezialwirkungen. Diffuser Himmel oder flacherer Sonnenstand bringen meist die besseren Lichter und Farben ins Bild.

Lieber Gruß,

Roland

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