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Danke Dir Roland, so ein Foto ist sicher nichts für jeden Geschmack, soll auch nur ein Beispiel zeigen, was für Kreative und Interessierte dieser Art der Fotografie machbar ist. Ich denke es ist auch bei Dir ähnlich verlaufen, man fotografiert jahrzentelang auf die "althergebrachte" Art und Weise, aber irgendwann hat man das Gefühl dass irgendetwas fehlt. Noch schärfer, noch bunter, noch mehr Kontrast entspricht für mich eher der Entwicklung die unsere leistungsorientierte Gesellschaft gerade nimmt, dabei bleibt soviel auf der Strecke. Erst die Besinnung auf Dinge wie Achtsamkeit & Feingefühl und das Entschleunigen unseres Treibens tut der Seele wirklich gut. Die Verwendung von alten, manuellen Objektiven kann da echte Brücken bauen, man muss halt lernen diese alten, aber sehr wertigen Schätzchen, die einmal für die Ewigkeit gebaut wurden, nach ihren Eigenarten einzusetzen. Dabei ist unter anderem wichtig gleich zwei Motive in einem zu finden, was ja der konventinellen Fotografie entgegen steht: Ein interessanter Hinter- und/oder Vordergrund (im Bild eine ansteigende Wiese mit Tautropfen, hier wurde nichts per Photoshop hinzugefügt), der für die Atmosphäre sorgt und als zweites ein interessantes "Hauptmotiv" im klassischen Sinne. Derartige, zu einander passenden Motive zu finden ist deutlich schwieriger, als nur ein freigestelltes Hauptmotiv. Das sind rar gesähte Glücksmomente. Dann das Ganze aufnehmen, voll-manuell mit einem historischen Altobjektiv, was man erst einmal bändigen lernen muss - die Befriedigung könnte jedoch kaum grösser sein! Für mich persönlich ist sie jedenfalls grösser, wie die Arbeit mit einem sauteuren, vollautomatischen, aber irgendwie auch seelenlosen, modernen Plastikbecher aus Fernost. Hoffe das war jetzt nicht zu pathetisch ausgedrückt ;-)

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