Hallo,
ich mal wieder.
Und wieder mit einem Pilz.
Wieder mein Standart 40mm Makro
1/160 Iso 200 F/7,1
Zusatzlicht
Ich gebe nicht auf
Schöne Grüsse Margret
Hallo,
ich mal wieder.
Und wieder mit einem Pilz.
Wieder mein Standart 40mm Makro
1/160 Iso 200 F/7,1
Zusatzlicht
Ich gebe nicht auf
Schöne Grüsse Margret
Kommentare
ADMIN
Liebe Margret,…
Liebe Margret,
jawohl, wieder ein Pilz. Oder besser gesagt, was von einem Pilz übrig geblieben ist.
Solche Motive sind sehr interessant, sagen viel aus über Werden und Vergehen als natürlicher Prozess.
Licht:
Im Foto liegt ein relativ homogenes Licht. Es gibt kaum nach unten oder oben ausreißende Bereiche. Aber: Was ist das für ein Licht. Es wirkt sehr kühl, fast ein wenig künstlich. Dadurch wirkt auch die Homogenität, die an sich sehr positiv rüberkommen könnte, eher kühl und flach.
Du gibst bei deiner Bildbeschreibung "Zusatzlicht" an. Was ist das für ein zusätzliches Licht?
Schärfe:
Das Foto verfügt über eine schmale Schärfenebene, in der die Schärfe auch passt. Allerdings ist die Schärfenebene so schmal, dass ausschließlich Teile des vorderen Hutrands des Pilzes scharf sind. Das ist zu wenig. Insbesondere bei größerer Vergrößerung irritieren die dann sichtbaren vielen unscharfen Bildbestandteile beim Hauptmotiv.
Du hast mit Blende 7.1 gearbeitet. Hier wäre also noch etwas Luft nach oben gewesen, um das Maximum an Tiefenschärfe zu bekommen. Das hätte dem Pilz gut getan, dem Hintergrund allerdings nicht! Er ist so, wie er zur Zeit ist, schon fast ein wenig zu unruhig. Insbesondere die hinter dem Pilz auf dem Moos liegenden "Teile", die sich in deutlichen, unscharfen Flecken zeigen, bringen zu viel Unruhe und lenken vom Hauptmotiv ab. Die hätten nicht noch schärfer herauskommen dürfen. Gut, die hättest du VOR der Aufnahme beseitigen können, aber das trifft nicht zu auf die sonstigen relativ stark durchgezeichneten "Umgebungsbestandteile".
Also ein Dilemma: vorne (am Hauptmotiv) bitte mehr Tiefenschärfe, im Hintergrund aber gleichzeitig weniger.
LÖSUNG:
Wie löst man das?
Dazu muss erst einmal klar sein, woher diese Bildwirkung kommt. Hauptursächlich hierfür ist, wir sprachen dies bereits öfter an, der Einsatz der 40mm Makrobrennweite bzw. deren physikalischen Abbildungseigenschaften. Ein kurzbrennweitiges Makro zeichnet sich durch eine relativ geringe Schärfenebene bei gleichzeitiger höherer Schärfenabbildung im Hintergrund aus. Anders ausgedrückt: Die unmittelbare Schärfenebene auf dem Hauptmotiv ist relativ gering, während im Hintergrund (und natürlich auch im Vordergrund) noch deutliche Formen durchgezeichnet werden, der Schärfenabfall vor und hinter dieser Ebene also relativ gering ist. Hier verweise ich nochmals zum besseren Verständnis auf den Artikel
Makrobrennweite - Welche darf´s denn sein?
hier auf Makrotreff.
Es gibt Motivsituationen, bei denen diese Eigenschaften einer kurzen Makrobrennweite vorteilhaft sind. Das ist dem oben angesprochenen Artikel zu entnehmen. Schön kam das auch bei verschiedenen anderen Pilzaufnahmen von dir raus - z.B. da, wo der Hintergrund als Wald noch erkennbar, nicht aber ablenkend war.
Aber es gibt auch Situationen, wo das einfach nicht so funktioniert. Hier spielen dann Faktoren wie Abstand zum Hintergrund, Struktur und Kontrast des Hintergrunds oder Größe des Hauptmotivs im Vergleich zum Hintergrund (Abbildungsmaßstab) diejenige Rolle, die zwischen Hop und Flop unterscheidet. Das einzuschätzen ist eine Sache der Erfahrung. Und genau das zeigt "deine" aktuelle Problematik auf: Warum werden die einen Motive von dir super gut, während es bei den anderen Motiven nicht so gut klappt? Und das bei doch eigentlich (scheinbar) relativ ähnlichen Motiven!
Hier gibt es wieder einen Grundsatz:
Konkret zu deiner obigen Motivsituation:
Hier hätte eine längere Makrobrennweite von beispielsweise 90mm bis 105mm bei ansonsten gleichen Aufnahmebedingungen (Abstand zum Hintergrund, Struktur und Kontrast des Hintergrunds und Größe des Hauptmotivs im Vergleich zum Hintergrund (Abbildungsmaßstab) ) das Schärfen-Dilemma von zu wenig Schärfenebene bei zu viel Hintergrundschärfe gelöst.
Ich bin sicher, Margret, das deine fotografische Entwicklung durch eine diesbezügliche Objektiverweiterung einen deutlichen Schub erhalten würde. Durch die Anwendung der beiden unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften dieser beiden Brennweitenbereiche würdest du die jeweiligen Unterschiede sehen, "erleben" und gezielt anwenden lernen. Momentan suchst du dir deine Motive genau und differenziert aus, beschäftigst dich mit Ihnen, machst dir einen Kopf, wie du sie am besten ins Bild setzt. Diese eine Erweiterung deines Hardwarespektrums wäre jetzt eigentlich DEIN nächster Schritt zu mehr Erfolgserlebnissen und dadurch mehr Befriedigung bei deinem Makrofotografieren.
Das ist ein offen formulierter Eindruck von mir ...
Bildaufteilung:
Deinem Bild würde es, so wie es jetzt ist, gut tun, wenn du es etwas enger fassen würdest, dass heißt, den Pilz etwas mehr in der Vordergrund setzen würdest durch Beschneidung des Untergrundes. Dann wäre von dem eher verwirrenden und ablenkenden Hintergrund etwas weniger da, das Hauptmotiv dagegen auffälliger infolge der etwas größeren Abbildung.
Nachteil: Die unzulängliche Schärfe im Hauptmotiv würde dadurch noch sichtbarer.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Vielen Dank für deinen…
Vielen Dank für deinen Kommentar.
ich habe mir tatsächlich ein 105mm Macro zugelegt. Gebraucht und ohne Autofokus und Stabilisator, weil 40 Jahre alt, aber in einem einwandfreien Zustand. Jetzt gehe ich los mit Stativ üben. Freue mich schon aufs ausprobieren.
Due hörst und siehst von mir
Danke
ADMIN
Hallo Margret,…
Hallo Margret,
na, Volltreffer! Bin gespannt ...
Gruß,
Roland
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