Hallo und guten Morgen Roland
Vielen Dank für deine Bildbesprechungen. Ich nehme deine Verbesserungsvorschläge gerne an und versuche diese auch umzusetzen.
Da Aufgeben keine Option ist hier meine aktuelle Machenschaft:
Iso 252
F/4
1/320 (ich muss leider wegen meiner Nervenkrankheit,, leichtes Zittern, immer eine kürzere Belichtungszeit wählen )
habe mal eine Blendenautomatik gewählt
mein 40mm Makro, wie immer
mit externem Licht
Liebe Grüsse
Kommentare
ADMIN
Hallo pepper,…
Hallo pepper,
schöner Titel: "Pilz allein im Wald". Er steht da so ein bisschen wie "Ich, der König!" :-) .
Das Foto hat ein sehr weiches, homogenes Licht, was ihm auf jeden Fall gut tut, denn: Es ist wichtig, dass sich der Pilz relativ deutlich vom Hintergrund abhebt. Und da dieser Hintergrund durch den Einsatz der 40mm trotz Blende 4.0 relativ stark durchgezeichnet ist, würde ein unruhiges Licht mit vielen Licht-Schatten-Bereichen das Ganze zu unruhig gestalten.
Die Schärfe liegt auf dem vorderen Rand des Pilzhutes - übrigens ein Parasol bzw. Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera). Das ist gut so. Allerdings wäre es auch seht gut, wenn auch der Stil des Parasols in der Schärfenebene läge - und das klappt mit dem 40mm Brennweite nur, wenn Du die Blende deutlich weiter schließt - was zur (negativen) Folge hätte, dass dann der Hintergrund zu scharf abgebildet und sich damit der Pilz selbst zu wenig abheben würde. Hier beißt sich also der berühmte Fuchs in seinen eigenen Schwanz. Deshalb: So ist es in Ordnung.
Zum Hintergrund:
Sehr schön ist, dass der Hintergrund eine Menge "wichtige" Zusatzinformationen zum Hauptmotiv, dem Parasol, liefert: Dort sind Bäume zu erkennen, und zwar Laubbäume, und zwar Rotbuchen. Dies entspricht einem natürlichen Standort für diese Pilzart, ist also eine bereichernde Zusatzinformation! Auch die Blätter und dieBucheckerhülle am Fuße des Pilzes stellen wichtige Bestandteile dar.
Allerdings: Ein Killer ist, dass das Bild schief ist! So schön die dadurch entstehende Diagonale durch den Pilz ist, so irreal ist die Art und Weise, wie die Rotbuchen im Hintergrund wachsen. Das ist kein Hang, sondern ein durch die Kamera schiefgeschwenkter Wald! So wachsen Bäume in einem Hang einfach nicht! Deshalb funktioniert hier diese Methode der "künstlichen Diagonalisierung" zur Optimierung der Bildgestaltung nicht. Der Pilz stand gerade, also muss er in diesem Fall auch gerade fotografiert werden. Ansonsten hat man die Wirkung, wie sie auf dem Foto vorliegt: Die Welt rutscht von der runden Erdkugel runter.
Am rechten Rand des Annulus (der Ring, der den Pilzstil ummantelt) befindet sich eine seltsame, gebogene Linie, die dort nicht hingehört. Was ist das? Hast Du hier irgendetwas über Nachbearbeitung verändert? Das müsste ich wissen, sonst kann ich dazu nichts fachlich Korrektes sagen.
Alles in allem: Ein tolles Foto mit einem angenehmen Licht und einer tollen Aussage, das aber leider im Begriff ist, seitlich von der Erdkugel zu rutschen :-).
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland
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