Federbeinige Tanzfliege (Empis pennipes) ♀ 4,6mm an Geranium sylvaticum
anatomische Besonderheit: Die Weibchen besitzen auffallend gefiederte Mittel- und Hinterbeine, die der Art ihren Namen gaben. Wenn die Weibchen in ihren reinen "Damenschwärmen" in der Luft tanzen, spreizen sie diese Beine weit ab. Die abgeflachten, federartigen Borsten vergrößern optisch die Silhouette der Fliege massiv. Für die herannahenden Männchen wirkt ein Weibchen mit breiterer Silhouette optisch " dicker" und damit fülliger. Ein dickerer Hinterleib signalisiert bei Insekten in der Regel, dass das Weibchen gut genährt ist und bereits viele reife Eier in sich trägt. Da die Männchen zur Paarung wertvolle Beuteinsekten als "Brautgeschenk" mitbringen, wählen sie gezielt die am attraktivsten und fruchtbarsten wirkenden Weibchen aus, um ihre Ressourcen optimal zu investieren. Die Federbeine dienen also als optisches Signal, um Männchen im Flug anzulocken und von der eigenen Qualität zu überzeugen.
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