Hatte am Wochenende Besuch einer Noferatu-spinne im Wohnzimmer. Da sie sehr flink ist habe ich sie mit einem Glas gefangen. ich muste mir nun etwas einfallen lassen wie ich sie am besten Fotografieren kann. Habe dann eine flache Acrylschale genommen ,ein Holzscheit reingelegt und das ganze mit etwas Wasser gefüllt. Holzscheit sollte mindestens 5cm vom Rand entfernt sein. Habe dann die Spinne auf den Scheit gesetzt und siehe da sie lief ein paarmal hin und her und blieb manchmal sogar solange unbeweglich stehen das es locker für eine stack gelangt hat.
Kommentare
ADMIN
Hallo Black Flag AC,so…
Hallo Black Flag AC,
so schnell geht das, und schon ist die Spinne gestackt :-).
Die Stacks sind weitestgehend sauber, das ist wirklich gut gelungen. Aber ich möchte einen speziellen, aber doch recht wichtigen Sachverhalt ansprechen.
Schärfezone und Schärfeübergänge
Du hast mit Blende 2.8 gestackt – also mit der schmalen Schärfeebene der Offenblende. Durch das Zusammenfügen vieler dieser Schärfeebenen entsteht eine ziemlich große Schärfezone – hier bei deinem Beispiel eine sehr große (bitte gib bei deinen nächsten Bildeinstellungen an, wieviele Einzelfotos du für den Stack verwendet hast). Das führt dazu, dass die Schärfezone abrupt endet und in eine starke Unschärfe übergeht; der Übergang von der Schärfe zur Unschärfe ist sehr hart und wirkt unnatürlich, da das menschliche Auge so nicht sieht. Dies ist schön zu sehen beim esten Bild; hinter der Spinne beginnt sofort eine unverhältnismäßig starke Unschärfe.
LÖSUNG:
Um einen natürlich wirkenden Schärfeverlauf zu erreichen, sollten solche Übergänge vermieden werden. Das wird in der Regel erreicht entweder
1. durch Freistellung des Hauptmotivs, sodass dahinter keine weiteren Strukturen sind, oder
2. durch Änderung der Perspektive.
Zu 1.:
Um zu vermeiden, dass vor und/oder hinter voll durchgestackten Motiven (zu) abrupte Schärfeübergänge sichtbar werden, versucht man zu vermeiden, dort Unschärfen sichtbar werden zu lassen. Am besten vermeidet man das dadurch, dass man dort leeren Raum hat. Deshalb werden vor allem größere, voll durchgestackte gestackte Motive meistens freigestellt fotografiert.
Zu 2.:
Eine andere Möglichkeit ist, eine niedrige Perspektive zu wählen. Geht man mit der Kamera weit runter, sieht man infolge der bodennahen Perspektive kaum noch "Boden" vor und hinter dem Motiv – und damit die Bereiche, in denen unnatürlich wirkende Übergänge sichtbar würden. Bei solchen Fotos bietet sich häufig auch ein Teilstack der wesentlichen Körperbereiche an – z. B. nur der Kopf oder nur die Augen. Das kann dann sehr natürlich wirken
Bei dieser Lösung entsteht dann natürlich ein ganz anderes Bild. Und ich denke, bei deiner Spinnenaktion wäre dies auch nicht möglich gewesen, weil wahrscheinlich der Rand der Acrylschale zu hoch war, um mit der Kamera ganz runter zu gehen...
Natürlich ist bei alldem auch zu bedenken, welche Motividee dem Bild zugrunde liegt. So ist z. B. das zweite Bild von dir mit der deutlichen Obendrauf-Perspektive ein gutes Foto, um eine Artbestimmung vorzunehmen oder auch nur die schöne Körperzeichnung der Spinne zu bewundern. Dieser Aspekt ist natürlich auch immer zu berücksichtigen.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland
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