Hallo Roland,
ich habe mich noch einmal an das Pflänzchen herangewagt.
Da ich mein Makroobjektiv nicht dabei hatte habe ich mit meinem Pseudomakro Sigma 18-250mm, mit "Makrofunktion", Lichtstärke 1:3,5-6,8 das Foto gemacht.
F/8 1/1000 (es war wieder etwas windig) Iso 640 250mm.
Manuelle Fokussierung.
Das erste msl das ich mit diesem Objektiv gearbeitet habe.
Die Autofokusfunktion ist etwas schwehrfällig, daher die Manuelle. Habe ja mit meinem 105er geübt!
SG Margret
Kommentare
ADMIN
Hallo pepper,…
Hallo pepper,
das ist wieder ein Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis). Der Hintergrund ist ziemlich schön, abgesehen von den weißen Flecken links (Wiesen-Schaumkräuter im Hintergrund). Die sind etwas zu weiß und zu wenig weich.
Mit den "Hauptmotiv-Wiesen-Schaumkräutern" stimmen ein paar Dinge nicht so gut:
Das Hauptmotiv besteht - so, wie Du es aufgenommen hast - aus drei Pflanzen: dem mittleren, hohen, sowie dem rechts und links daneben stehenden Blütenstand. Scharf ist allerdings nur der mittlere, und davon auch nur die mittlere, offene Blüte. Das ist zu wenig. Der Rest des gesamten Hauptmotivs ist außerhalb der Schärfenebene.
Woran liegt das?
Die drei Pflanzen stehen nicht exakt in einer Ebene, die sich im rechten Winkel zur optischen Achse befindet. Hierfür reicht die Schärfenebene einfach nicht aus, auch nicht bei Blende 8. Bei Blende 16 oder 22 hätte sie wahrscheinlich auch nicht ausgereicht.
Achte bei solchen Motiven darauf, dass diejenigen Pflanzen, die Du als Hauptmotiv bestimmst, auch tatsächlich alle in der Schärfenebene, sprich ziemlich exakt nebeneinander, sind. Das ist fast PFLICHT! Funktioniert das aufgrund der gegebenen Situation nicht, kann auch nicht ein solches Foto gemacht werden. Dann muss man das Motiv anders lösen.
Zum weiteren befindet sich vor dem "Hauptmotiv" (also den drei Schaumkräutern) Gras, welches teilweise das Hauptmotiv (ich nenne es mit Absicht so abstrackt, weil es hier um Prinzipien geht, die übertragbar sind) übelst durchkreuzen. Siehe hier vor allem die Blüten des linken Exemplars, aber auch der eine Grashalm, der den rechten Blütenstand durchschneidet. Diese "Schnitte" stören, (zer)stören das Hauptmotiv.
Solche scharfen "Schnitte" sind auch nicht zu vergleichen mit Pflanzenteilen, die man schonmal gerne sehr unscharf in den Vordergrund mit einbindet. Sie verdeutlichen, dass das eigentliche Hauptmotiv (z.B. eine einzige Blüte) inmitten von vielen anderen Blüten steht, also nur ein Individuum innerhalb einer Gruppe darstellen. Das Entscheidende hierbei ist, dass - um bei diesem Beispiel zu bleiben - die "Vordergrund-Blüten" extrem unscharf, dadurch weich und fast nur noch als Farbflecken wirken und in der Regel auch das Hauptmotiv nicht direkt verdecken. Sie haben keinerlei zerschneidende Wirkung.
Das klingt, glaube ich, alles ein wenig kompliziert. Ich hoffe, ich konnte verständlich machen, was ich meine.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
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