wieder einmal ein schönes Foto von einem Schmetterling.
Obwohl das Licht ein wenig "blass" ist, ist es doch irgendwie schön. Es ist weich, überstrahlt nicht, aber es fehlt ein wenig die Brillanz. Warum? Keine Ahnung ... Kann an der vielleicht etwas sehr diffusen Sonnenlicht-Stimmung liegen.
Die Schärfe liegt sehr gut auf dem Falterkopf.
Die Flügel sind am Ende nicht ganz scharf, hier wäre vielleicht Blende 11 die bessere Wahl gewesen. Aber das ist dennoch so in Ordnung, da die Flügel selbst aufgrund der Gegenlichtsituation sehr stark durchleuchtet sind und das Betrachterauge nicht ausschließlich am hintersten Abschluss-Haarkranz der Flügel hängen bleibt.
Das Hauptproblem bei dieser Aufnahme liegt wieder ein wenig in der Bildaufteilung: Oben ist ziemlich viel Hintergrund, dafür sind unten die untersten Zungenblütenblätter abgeschnitten (die gehören mit zum Hauptmoriv!). Unten wirst Du wahrscheinlich nichts mehr "dranzaubern" können. Aber dennoch würde ich das Foto so beschneiden, dass zumindest ein harmonisches Gleichgewicht zwischen oben und unten etwas besser hergestellt wird - also oben etwas wegschneiden.
Unter Beibehaltung des Original-Formats bietet es sich dann natürlich an, gleichzeitig rechts zu beschneiden. Damit würde dann auch dieser kleine Zipfel der benachbarten Blüte verschwinden, der sich hier noch etwas vorwitzig ins Bild dränt :-). Der stört nämlich ein wenig.
So, und wenn Du das alles gemacht hast, wird dieses an sich schon gute Foto noch ein bisschen besser :-).
Danke Roland! Ja, der Zipfel ist mir auch aufgefallen - hinterher-als das Bild raus war. :-)))) Dachte mir, dass du ihn bestimmt findest. Die Bildaufteilung ist nicht immer so einfach. Da muss ich noch mehr Aufmerksamkeit drauf legen.!!! Aber immer kommt man nicht so gut an alle Seiten der Motive, weil man auf dem Weg bleiben möchte z.B. oder der Schmetterling trotz dem vorsichtigen Anpirschen die Richtung wechselt oder wegfliegt.Da muss ich noch etwas üben. Wichtig ist für mich auch immer deine Beurteilung meiner Kameraeinstellung und zum Schärfepunkt. Fotografiere oft so" aus dem Bauch" raus ;-)
Das mit dem Beschneiden des Fotos nehme ich dann mal in Angriff. Danke für deinen Tipp!
oft ist es so, dass der Makronist während der Aufnahme erst einmal "alle Hände voll" zu tun hat, die korrekten Kamera-Einstellungen zu wählen. Dann kommt - bei Tieraufnahmen - in der Regel noch das Problem hinzu, das Du oben beschreibst: sich annähern, ohne dass das Tier "einen Abflug macht". Was dann (fast) immer zu kurz kommt, ist die Bildaufteilung.
Das ist also ein ganz normaler Prozess. Genau so etwas übe ich immer sehr intensiv mit den Teilnehmern bei den Workshops - die sich oft bis dahin gar nicht dieses Problems bewusst sind. Es ist sehr vorteilhaft, wenn der Makronist beim oben beschriebenen Prozess noch jemanden dabei hat, der ihn dann auf die vergessenen Parameter aufmerksam macht - oder sogar erst einmal dafür sensibilisiert.
Das Fotografieren "aus dem Bauch heraus" ist nur ein Indiz dafür, dass Du neben der fototechnischen Komponente einen größeren Part für die, ich nenne es mal fotoemotionelle, Seite übrig hast. Das ist sehr wichtig, weil diese Seite - und zwar nur diese Seite! - Dir irgendwann einmal einen eigenen Fotostil bescheren kann. In dieser Seite liegt das eigentlich größere Potential und Kapital eines Fotografen bzw. einer Fotografin. Darin liegt die Individualität, die Kreativität verborgen. Nun gilt es, die technische Komponente soweit nachzuziehen, dass die emotionelle damit fehlerfrei bedient werden kann. Und in dem Begriff "bedient" liegt schon verankert, wer hier der wichtigere ist!
Also: Behalte Dir Deine Art bei, "aus dem Bauch heraus" zu fotografieren! Reduziere bloß nicht diese Seite in Dir, nur weil technisch das eine oder andere vielleicht nicht so wird, wie Du es Dir vorgestellt hast. Diese Lücke lässt sich erlernen, dafür gibt es sowas wie Makrotreff oder andere Plattformen und tiefergehende Workshops. Mit dem individuellen Gefühl fürs Foto sieht das schon etwas anders aus. Das hat zwar auch Jeder, liegt aber oft tief schlummernd in einem und muss erst einmal mühselig herausgekitzelt werden. Das ist schwieriger!
Kommentare
ADMIN
Hallo Flora1058,…
Hallo Flora1058,
wieder einmal ein schönes Foto von einem Schmetterling.
Obwohl das Licht ein wenig "blass" ist, ist es doch irgendwie schön. Es ist weich, überstrahlt nicht, aber es fehlt ein wenig die Brillanz. Warum? Keine Ahnung ... Kann an der vielleicht etwas sehr diffusen Sonnenlicht-Stimmung liegen.
Die Schärfe liegt sehr gut auf dem Falterkopf.
Die Flügel sind am Ende nicht ganz scharf, hier wäre vielleicht Blende 11 die bessere Wahl gewesen. Aber das ist dennoch so in Ordnung, da die Flügel selbst aufgrund der Gegenlichtsituation sehr stark durchleuchtet sind und das Betrachterauge nicht ausschließlich am hintersten Abschluss-Haarkranz der Flügel hängen bleibt.
Das Hauptproblem bei dieser Aufnahme liegt wieder ein wenig in der Bildaufteilung: Oben ist ziemlich viel Hintergrund, dafür sind unten die untersten Zungenblütenblätter abgeschnitten (die gehören mit zum Hauptmoriv!). Unten wirst Du wahrscheinlich nichts mehr "dranzaubern" können. Aber dennoch würde ich das Foto so beschneiden, dass zumindest ein harmonisches Gleichgewicht zwischen oben und unten etwas besser hergestellt wird - also oben etwas wegschneiden.
Unter Beibehaltung des Original-Formats bietet es sich dann natürlich an, gleichzeitig rechts zu beschneiden. Damit würde dann auch dieser kleine Zipfel der benachbarten Blüte verschwinden, der sich hier noch etwas vorwitzig ins Bild dränt :-). Der stört nämlich ein wenig.
So, und wenn Du das alles gemacht hast, wird dieses an sich schon gute Foto noch ein bisschen besser :-).
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
MOD
Danke Roland! Ja, der Zipfel…
Danke Roland! Ja, der Zipfel ist mir auch aufgefallen - hinterher-als das Bild raus war. :-)))) Dachte mir, dass du ihn bestimmt findest. Die Bildaufteilung ist nicht immer so einfach. Da muss ich noch mehr Aufmerksamkeit drauf legen.!!! Aber immer kommt man nicht so gut an alle Seiten der Motive, weil man auf dem Weg bleiben möchte z.B. oder der Schmetterling trotz dem vorsichtigen Anpirschen die Richtung wechselt oder wegfliegt.Da muss ich noch etwas üben. Wichtig ist für mich auch immer deine Beurteilung meiner Kameraeinstellung und zum Schärfepunkt. Fotografiere oft so" aus dem Bauch" raus ;-)
Das mit dem Beschneiden des Fotos nehme ich dann mal in Angriff. Danke für deinen Tipp!
Schöne Wochenende
LG Gabi
ADMIN
Hallo Gabi,…
Hallo Gabi,
oft ist es so, dass der Makronist während der Aufnahme erst einmal "alle Hände voll" zu tun hat, die korrekten Kamera-Einstellungen zu wählen. Dann kommt - bei Tieraufnahmen - in der Regel noch das Problem hinzu, das Du oben beschreibst: sich annähern, ohne dass das Tier "einen Abflug macht". Was dann (fast) immer zu kurz kommt, ist die Bildaufteilung.
Das ist also ein ganz normaler Prozess. Genau so etwas übe ich immer sehr intensiv mit den Teilnehmern bei den Workshops - die sich oft bis dahin gar nicht dieses Problems bewusst sind. Es ist sehr vorteilhaft, wenn der Makronist beim oben beschriebenen Prozess noch jemanden dabei hat, der ihn dann auf die vergessenen Parameter aufmerksam macht - oder sogar erst einmal dafür sensibilisiert.
Das Fotografieren "aus dem Bauch heraus" ist nur ein Indiz dafür, dass Du neben der fototechnischen Komponente einen größeren Part für die, ich nenne es mal fotoemotionelle, Seite übrig hast. Das ist sehr wichtig, weil diese Seite - und zwar nur diese Seite! - Dir irgendwann einmal einen eigenen Fotostil bescheren kann. In dieser Seite liegt das eigentlich größere Potential und Kapital eines Fotografen bzw. einer Fotografin. Darin liegt die Individualität, die Kreativität verborgen. Nun gilt es, die technische Komponente soweit nachzuziehen, dass die emotionelle damit fehlerfrei bedient werden kann. Und in dem Begriff "bedient" liegt schon verankert, wer hier der wichtigere ist!
Also: Behalte Dir Deine Art bei, "aus dem Bauch heraus" zu fotografieren! Reduziere bloß nicht diese Seite in Dir, nur weil technisch das eine oder andere vielleicht nicht so wird, wie Du es Dir vorgestellt hast. Diese Lücke lässt sich erlernen, dafür gibt es sowas wie Makrotreff oder andere Plattformen und tiefergehende Workshops. Mit dem individuellen Gefühl fürs Foto sieht das schon etwas anders aus. Das hat zwar auch Jeder, liegt aber oft tief schlummernd in einem und muss erst einmal mühselig herausgekitzelt werden. Das ist schwieriger!
Lieber Gruß,
Roland
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