• Wintermücken-Tanz, Trichocera hiemalis-© R. GÜNTER
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  • ruhende Wintermücke, Trichocera hiemalis-© R. GÜNTER
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Der Tanz der Wintermücken – Trichocera hiemalis

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Der Tanz der Wintermücken – Trichocera hiemalis

Fr, 12/01/2018 - 02:02
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Er inspiriert Dichter, er wird von großen und kleinen Menschen besungen, er fasziniert Biologen, und er soll das Wetter vorhersagen – die Rede ist vom Wintermücken-Tanz.

Lasst Euch ebenfalls inspirieren. Dieses tolle Winter-Makromotiv ist weit verbreitet und leicht zu finden. Macht tolle Fotos, normale und nicht normale. Setzt Eurer Experimentierfreudigkeit keine Grenzen. Und zeigt Eure Arbeiten hier bei Makrotreff. Die besten Fotos veröffentlichen wir in diesem Post.

In meines Glückes Sonnenglanz, Da gaukelt fröhlich der Mückentanz. […]; Heinrich Heine (siehe unten)
Wintermücken-Tanz (Trichocera hiemalis)  im Sonnenglanz eines Januar-Nachmittags.

Olympus E-5; Sigma 150mm f/2.8 Macro; ISO 1600; Blende 6.3; 1/1000 Sek.

 

Wintermücken (Trichocera hiemalis) im Schwarm in der Aufwärtsbewegung. Zu sehen sind drei bzw. vier Flügelschläge.
Die Farben im Hintergrund stammen von welken Hainbuchenblättern (braun), Buschmalven-Laubblättern (grün+gelb), welkenden Buschmalven-Blüten (rot) und Himmel (blau).

Olympus E-5; Sigma 150mm f/2.8 Macro; ISO 100; Blende 4.5; 1/25 Sek., Korrektur -2/3
 

Die Fotografie des Mückentanzes

Um die tanzenden Wintermücken scharf abzulichten, benötigt man eine sehr kurze Verschlusszeit. Je nach Abbildungsmaßstab ist eine 1/1250 Sekunde und kürzer nötig. In wenigen Situationen, z.B. dann, wenn man einzelne Mücken „erwischt“, die gerade nicht ganz so „hektisch“ tanzen, reicht 1/800 bis 1/1000 Sekunde Verschlusszeit.

An Wintertagen ist es gar nicht so einfach, diese kurzen Verschlusszeiten zu realisieren. Zum einen tanzen die Mücken nur bei tief stehender Sonne, kurz bevor sie am Horizont untergeht. Zum anderen benötigt der Makronist eine große Schärfentiefe, um möglichst viele Mücken innerhalb des Schwarms scharf abzulichten. Die Blende sollte also geschlossen werden. Dies funktioniert nur, wenn gleichzeitig der ISO-Wert angehoben wird, was wiederum das Rauschen begünstigt.
[Anmerkung: Ich habe die Fotos noch mit der guten "alten" E-5 von Olympus gemacht, die stärker rauscht als die Sensoren der heutigen Modelle. Um noch höhere ISO-Werte und damit verbunden ein noch stärkeres Bildrauschen zu vermeiden, habe ich die Blende maximal bis zur Stufe 6.3 geschlossen.]

Nun bietet der Wintermücken-Tanz mit den wunderschönen Bewegungen der Insekten auch andere als die "klassischen" Möglichkeiten der fotografischen Umsetzung. Die Dynamik der Einzeltiere sowie des ganzen Schwarms in Verbindung mit dem weichen Abendlicht fordern die eigene Kreativität zur Suche nach anderen Umsetzungswegen auf. Die Charakteristik dieser Dynamik wird kaum deutlich, wenn die einzelnen Mücken „eingefroren“, sprich knack-scharf abgelichtet werden. Erst das Fotografieren mit deutlich längeren Verschlusszeiten zeigt die anmutige Bewegung der tanzenden Flugkünstler. Mit einer 1/25 Sekunde „erwischt“ man in etwa drei bis vier Flügelschläge, und die dabei zurückgelegte Entfernung der Insekten wird sichtbar. Diese Verschlusszeit ist noch mit freier Hand beherrschbar, der ISO-Wert kann deutlich gesenkt werden. Nun treten Farbe, Form und Bewegung in den Vordergrund. Jetzt erst tanzen die Mücken im weichen winterlichen Abendlicht – gaukelnd, fröhlich, lebhaft und "leichtflüglig".

 

Wintermücken im Schwarm in der Aufwärtsbewegung, fotografiert mit einer langen Belichtungszeit. Zu sehen sind vier Flügelschläge
 Die Farben im Hintergrund stammen von welken Hainbuchenblättern (braun), Buschmalven-Laubblättern (grün+gelb) und Himmel (blau).

Olympus E-5; Sigma 150mm f/2.8 Macro; ISO 100; Blende 4.5; 1/20 Sek., Korrektur -2/3
 

Der Mückentanz in der Lyrik

In meines Glückes Sonnenglanz,
Da gaukelt fröhlich der Mückentanz.
Die lieben Freunde liebten mich
Und teilten mit mir brüderlich
Wohl meinen besten Braten
Und meinen letzten Dukaten.

Das Glück ist fort, der Beutel leer,
Und hab auch keine Freunde mehr;
Erloschen ist der Sonnenglanz,
Zerstoben ist der Mückentanz,
Die Freunde, so wie die Mücke,
Verschwinden mit dem Glücke.
[...]

Mir träumt manchmal, gekommen sei
Zurück das Glück und der junge Mai
Und die Freundschaft und der Mückenschwarm.
[...]

Heinrich Heine; aus Romanzero – Kapitel 42, XIV. Frau Sorge


Heinrich Heine vergleicht in seinem Gedicht Frau Sorge das Erscheinen und Verschwinden des Mückentanzes mit der Dynamik selbst empfundenen Glücks.

Einzelne Wintermücke am Außenrand des Schwarms in der Aufwärtsbewegung, fotografiert mit einer langen Belichtungszeit. Zu sehen sind drei Flügelschläge.
Die Farben im Hintergrund stammen von welken Hainbuchenblättern (braun), Buschmalven-Laubblättern (grün+gelb), welkenden Buschmalven-Blüten (rot) und Himmel (blau).

Olympus E-5; Sigma 150mm f/2.8 Macro; ISO 100; Blende 4.5; 1/25 Sek., Korrektur -2/3
 

Auch Karl Freiher von Lemayer (1841 – 1906) assoziierte in seinem Gedicht Frühling den Mückentanz mit Glück:


Frühling schimmert in den Lüften,
Gleisset in der Sonne Glanz,
Spielt in süßen, lauen Düften,
Spielt im wirren Mückentanz.
[...]


Und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798–1874), der mit Alle Vögel sind schon da unseren gefiederten Mitbewohnern, mit Kuckuck, Kuckuck ruft´s aus dem Wald dem gewieften Vogel-Brutparasiten und mit Ein Männlein steht im Walde den Pilzen bekannte Liedtexte geschrieben hat, dichtete den tanzenden Mücken ebenfalls einen eigenen Liedtext:


Tanzlied der Mücken

Frisch, ihr Blumen und Halme,
Frisch, spielt uns zum Reih´n!
Denn es winket die Sonne
Mit purpurnem Schein.
Lasst uns schweben im Tanze
Am Bach und im Feld!
Uns gehöret die ganze,
Die unendliche Welt.

Weile länger, o Sonne!
Wer weiß, ob einmal
Uns noch scheinet zum Tanze
Dein lieblicher Strahl?
Ach, wer weiß, ob uns morgen
Ein Wiedersehn lacht?
Heißa, lustig getanzet,
Eh´ uns scheidet die Nacht.

Heißa, lustig getanzet
im blumigen Duft!
Lasst uns singen und summen
In säulender Luft!
Lasst und schweben und weben
Hinab und hinauf!
Denn es hat ja die Sonne
Bald vollendet den Lauf.

[…] Denn es winket die Sonne mit purpurnem Schein. Lasst uns schweben im Tanze [...] – Wintermücken-Tanz im abendlichen Sonnenstrahl.

Olympus E-5; Sigma 105mm f/2.8 Macro; ISO 640; Blende 4.0; 1/1250 Sek.

In seinem Gedicht beschreibt August Heinrich Hoffmann von Fallersleben sehr genau das Verhalten der tanzenden Mücken:

  • Sie tanzen im Flug (Lasst uns schweben im Tanze);
  • fliegen im Zickzack rauf und runter (Hinab und hinauf);
  • im Sonnenschein (mit purpurnem Schein);
  • bei tiefen Sonnenstand, bis die Sonne untergeht (Denn es hat ja die Sonne bald vollendet den Lauf);
  • bei ruhigem Wind, im freien Gelände (Am Bach und im Feld);
  • summen beim Tanzen (Lasst uns singen und summen);
  • und der ganze Tanz ist zeitlich begrenzt, dass heißt er findet nicht das ganze Jahr über statt (Ach, wer weiß, ob uns morgen ein Wiedersehn lacht).


All diese "Fakten" treffen zu. Ich werde aus biologischer Sicht weiter unten darauf eingehen.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben war vom Phänomen des Mückentanzes anscheinend so fasziniert, dass er ihm mit Mückentanz einen zweiten Liedtext widmete, diesmal speziell für Kinder.

Auch heute fasziniert der abendliche Mückentanz die Menschen. Hermann Heimeier dichtete den Text Die kleine Mücke Lea, Stefen Janetzko komponierte dazu ein beliebtes Kinderlied. Das Ganze nennt sich Kleine Mücken tanzen – Die kleine Mücke Lea, oder kurz Der Mückentanz, und wird sehr gerne von Kindern mitgetanzt. Der Refrain liefert eine wunderbare Beschreibung ihres Verhaltens:

Kleine Mücken tanzen in der Abendsonne,
ihnen zuzusehen, das ist eine Wonne.
Aber wird es dunkel, kannst du sie nicht sehn,
denn sie fliegen heim und schlafen dort recht schön.

Wintermücke (Trichocera hiemalis) hat sich nach dem Tanz in der Abenddämmerung auf einem Buschmalven-Blatt zur Nachtruhe niedergelassen.

Olympus E-5; Sigma 105mm f/2.8 Macro; ISO 640; Blende 3.2; 1/125 Sek.

Bauernregeln

Und die guten alten Bauern meinten, aus dem winterlichen Mückentanz allgemeingültige Regeln ableiten zu können.

Wenn im Februar die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen.
Mücken, die im Februar summen, gar oft auf lange Zeit verstummen.
Im Januar viel Mückentanz, verdirbt die Futterernte ganz.
Spielen die Mücken im Februar, friern Schafe und Bienen das ganze Jahr.
Wenn am Paulustag die Mücken tanzen, Bauer schnür enger den Futterranzen.

... und so einige mehr!

Allen Bauernregeln ist gemein, dass das Tanzen der Mücken auf eine bevorstehende Kälte hindeutet.

Nun ja, wenn sich die Bauern da nicht mal täuschen. Denn auch hier gilt – wie bei so manchen anderen Reden aus Bauernmunden – es fehlt alleine der Beweis.

 

Zur Biologie

Wenn der „moderne“ Mensch das Wort Mücke hört, zuckt er in aller Regel sogleich zusammen. Zu einprägend ist die Eigenschaft einiger Genossen dieser Insektengruppe, Blut zu saugen. Zu nachhaltig ist die Erinnerung an "verstochene" Sommerabende im heimischen Garten, an übelst verpiekste fleischreiche Grillabende :-).
Dabei ist mit knapp 3000 Arten nur ein kleiner Teil der weltweit insgesamt etwa 100.000 Mückenarten auf das Blut anderer Lebewesen aus. Die Wintermücken gehören nicht dazu. Sie bilden eine relativ kleine Gruppe mit weltweit etwa 100 Arten, von denen bei uns in Deutschland 12 heimisch sind.

Der Wintermücken-Tanz

Die Wintermücken der Art Trichocera hiemalis erscheinen Ende Herbst. An milden Wintertagen und bis in den beginnenden Frühling hinein versammeln sich die männlichen Mücken zu größeren Trupps von einigen hundert Tieren und mehr. Zunächst sitzen sie regungslos und von uns Menschen kaum bemerkt auf Blättern und Ästchen von frei stehenden, kniehohen Pflanzen.

Ein Männchen der Wintermücke Trichocera hiemalis wartet auf einem Buschmalven-Blatt bei tief stehender Abendsonne auf den Tanzbeginn.

Olympus E-5; Sigma 105mm f/2.8 Macro; ISO 500; Blende 3.5; 1/125 Sek.

Bei der Ortswahl bevorzugen sie helle "Randstrukturen", also beispielsweise Heckenränder, Waldränder und -lichtungen, aber auch nur kleinere Büsche oder verdorrte Pflanzenstängel aus dem Vorjahr. Hierbei sind sie nicht wählerisch.
Ein wichtiges Kriterium jedoch bei der Wahl ihrer Ruhe- und Tanzorte ist die Möglichkeit ungehinderter Sonneneinstrahlung. Denn wenn die Wintersonne ihre ohnehin tief liegende Bahn zum Abend hin noch weiter senkt, erheben sich die Mückenmännchen wie auf ein gemeinsames Kommando zeitgleich in die Luft, treffen sich zu einem Schwarm etwa einen Meter über ihren Ruhepflanzen und beginnen mit dem Tanz. Mit mehreren Flügelschlägen steigen sie gemeinsam nach oben, um sich daraufhin wieder ein Stück herabfallen zu lassen – aber nicht ganz so weit, wie sie hochgeflogen sind. Es folgt wieder eine Aufwärtsflug von etwa 20 Zentimetern, mit einem anschließenden Absinken. So entsteht ein Zickzack-Flug des gesamten Schwarms, der nach etlichen Auf- und Abwärtsbewegungen bis auf etwa drei Meter Höhe steigt.

Dann plötzlich, einem Zusammenbrechen gleich, stürzen sich alle Mücken gleichzeitig wieder nach unten, um entweder sofort oder nach einer kurzen Sitzpause auf ihren Ruhepflanzen das ganze Schauspiel zu wiederholen.

Der Mückenschwarm in der Aufwärtsbewegung

Olympus E-5; Sigma 105mm f/2.8 Macro; ISO 800; Blende 5.0; 1/800 Sek.
 

Die Mückenmännchen tanzen bis zum letzten Sonnenstrahl. Neben Temperaturen um den Gefrierpunkt herum ist Windruhe eine weitere Voraussetzung für den Schwarm-Tanz. Denn in ruhiger Luft können die Männchen ungehindert ihre akrobatischen Flugmanöver vollziehen. Das, was für uns wie ein wirres Durcheinander aussieht, ist ein gezieltes Interagieren der Mücken. So kommt es immer wieder zum Kontakt zweier Tiere, die sich im Freiflug gegenüberstehen. Auch gezielte „Gruppentreffen“ mehrerer Tiere mit Körperkontakt sind keine Seltenheit. Nur sehen wir Menschen das alles nicht, weil solche Begegnungen nur Sekundenbruchteile dauern.

Zwei Wintermücken-Männchen (Trichocera hiemalis) stehen sich innerhalb des Schwarms für kurze Zeit gegenüber und berühren sich gegenseitig mit ihren Beinen (Bildmitte).

Olympus E-5; Sigma 150mm f/2.8 Macro; ISO 1600; Blende 6.3; 1/1000 Sek.

Wo und wie findest Du tanzende Wintermücken?

Zusammenfassend eine Übersicht über die wichtigsten Punkte. Die Haupt-Schwarmaktivitäten der Wintermücken finden statt

  • vom Spätherbst bis zum Frühlingsbeginn, mit Schwerpunkt in der zweiten Winterhälfte bis etwa März
  • an milden Tagen mit Temperaturen um die Null Grad Celsius oder knapp darüber
  • an sonnigen Tagen
  • ab etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang bis zum Sonnenuntergang
  • an hellen Randstrukturen wie Heckenränder, Waldränder und -lichtungen, kleinere Büsche und verholzte Vorjahres-Vegetation, aber auch in Gärten
  • die Tanzorte müssen frei von der Abendsonne beschienen werden können

Es lohnt sich, in der Landschaft nach tanzenden Wintermücken zu suchen. Denn die häufig vorkommenden Mückenschwärme sind insbesondere im Gegenlicht der Sonne schon aus weiter Entfernung zu sehen. Einmal gefunden, können sie in der Regel am nächsten Tag wieder an der gleichen Stelle aufgesucht werden; Wintermücken sind recht standorttreu.

Warum tanzen Wintermücken?

Durch den Flügelschlag erzeugen die tanzenden Mückenmännchen einen artspezifischen Summton. Zusätzlich geben sie Duftstoffe, sogenannte Pheromone, ab. Beides lockt Weibchen derselben Art an, die in den Schwarm fliegen und dort begattet werden.

Durch das ständige Auf und Ab wirkt es so, als „tanze“ der Schwarm.
 

Die Überlebenskünstler

Wie der Name schon sagt, scheuen Wintermücken keine Kälte. Im Gegenteil, im Winter fühlen sich die ausgewachsenen Insekten (Imagines) erst so richtig wohl. Kalte Temperaturen können ihnen nicht schaden. Eine glycerinähnliche Substanz (Zucker-Alkohole) in ihren Zellen verhindert ein Gefrieren selbst bei höheren Minusgraden. Dieser natürliche Frostschutz macht sie, wie Hermann Löns es im Kapitel Unverfrorenes Volk seines Werks Da draußen vor dem Tore formuliert, zum „einzigen deutschen Zweiflügler, der ein reines Wintertier ist“.

Siehe auch Früher Frühlingsbote: der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) hier auf Makrotreff.
 

Mut zum eigenen Foto, zur eigenen Interpretation!

Ich habe mit meinen Bild-Beispielen nur eine unter sicherlich vielen weiteren Möglichkeiten umgesetzt. An dieses Thema kann man völlig frei herangehen und experimentieren. Hier geht es nicht um das perfekte Foto, erst recht nicht um das technisch perfekte Foto. Auch die in diesem Post gezeigten Fotos von mir sind nicht perfekt, auch nicht technisch perfekt. Sie lassen sich noch "besser" umsetzen. Sehr interessant und ausfüllend, aber auch durchaus herausfordernd, ist der große Freiraum für Phantasie und Kreativität, den dieses Motiv liefert.

So können eigene Empfindungen, Sichtweisen und Geschichten mit in dieses Thema eingewoben werden, jeweils völlig frei interpretiert. Viele Menschen verknüpfen beispielsweise mit dem Tanz der Wintermücken eigene Kindheitserinnerungen. Können diese in eine fotografische Umsetzung mit einbezogen werden? Oder die eher erdrückende (Umfeld-)Problematik mit der aktuell so gravierenden Zerstörung der Lebensräume und dem Rückgang der Insekten. Lässt sich eine solche Aussage mit dem Tanz der Tiere verknüpfen? Oder, oder, oder...

Unter Makronisten gibt es zahlreiche sehr kreative Köpfe, und ich bin sehr gespannt auf andere Interpretationen dieses Motivs. Alles ist erlaubt...

Nun wünsche ich allen Makronisten tolle Erlebnisse mit Wintermücken, dazu eine große Portion Freude und hintendran noch super schöne und vor allem inspirative Fotos vom Wintermücken-Tanz.

Roland Günter
 

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Früher Frühlingsbote: der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)  -  von Roland Günter

Roland Günter ist Betreiber von Makrotreff und Herausgeber von Makrofoto. Der Dipl. Forst-Ingenieur betreibt die Makrofotografie hauptberuflich und verwaltet ein umfangreiches biologisch-wissenschaftliches Bildarchiv.

Der Kern seiner Arbeit liegt in der Dokumentation biologischer Vielfalt. Zu diesem Themenkomplex werden seit vielen Jahren seine Fotos und Reportagen im In- und Ausland in vielen gängigen Zeitschriften und Buchproduktionen publiziert.

Kommentare

Hallo Roland,

das ist eine ganz tolle Idee und da hast du dir sicherlich viele Gedanken dazu gemacht und etwas sehr Schönes einfallen lassen. Es ist alles wunderbar geschrieben und sehr Interessant zu lesen.

Die Gedichte und deine Fotos dazu gefallen mir sehr das ist mal etwas ganz anderes. Ich Denke dass sich das ganz toll Umsätzen lässt, auch für Leute die vielleicht noch nicht so viel Foto Erfahrung haben wird das sicher ein sehr gutes Makro Motiv sein.

Ich bin schon sehr gespannt darauf was für Kreative Bilder mit den kleinen Mückchen entstehen.

Ganz liebe Grüße,

Christine

 

Hallo Christine,

ja, auch ich freue mich auf die Entwicklung und Präsentation anderer (oder auch gleicher) Ideen.

Insgesamt ist in unseren Breiten die Winterzeit ja nicht ganz so reich an Makromotiven. Der Tanz der Wintermücken bietet sich da regelrecht an. Deshalb habe ich oben die Hintergründe dieses kleinen Naturschauspiels vorgestellt.

Liebe Grüße,

Roland

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