Foto-Howto: Colors of Life von Eileen Hafke | MAKROTREFF

Foto-Howto: Colors of Life von Eileen Hafke

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Foto-Howto: Colors of Life von Eileen Hafke

Mi, 02/07/2014 - 12:22
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Eileen Hafke verrät in diesem ausführlichen Foto-Howto wie ihre beeindruckende Wassertropfen-Serie "Colors of Life" entstanden ist

Mein Name ist Eileen Hafke, ich bin 24 Jahre alt und es freut mich, dass ihr hier wieder für ein neues „How-To“ vorbeischaut :)

Heute erkläre ich euch, wie mein Projekt „Colors of Life“ entstanden ist.

„Was wird benötigt?“, „Wie sieht der Versuchsaufbau aus?“, „Wie sollten Kamera- und Blitzeinstellungen gewählt sein?“, „Was wurde in der Nachbearbeitung angepasst?“ - All das werdet ihr im folgenden Text erfahren!

Was wird benötigt?

  • Kamera (in meinem Fall die Canon EOS 50D)
  • (Makro-)Objektiv (ich habe das Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM und einen 31mm-Zwischenring verwendet, um noch etwas mehr Vergrößerung zu erreichen; Wer kein Makroobjektiv besitzt, kann aber genauso gut z.B. das 18-55mm Kit-Objektiv in Retrostellung benutzen oder Vorsätze nehmen. Ziel ist ein Maßstab von ca. 1:1 bis 1,7:1.)
  • Stativ
  • externer Blitz
  • Blitzkabel oder Funk-Blitzauslöser
  • optional, aber hilfreich: Fernauslöser für die Kamera

Materialien für den Aufbau:

  • Eine oder mehrere Pusteblumen :D
  • Auffangbecken (ein schwarzes Backblech ist hervorragend geeignet!)
  • Farbe, falls man die Tropfen einfärben möchte (z.B. Lebensmittelfarbe)
  • Behälter für die Farbe(n)
  • Kanüle und Infusionsbesteck (sehr wichtig, um die Tropfen präzise platzieren zu können)
  • Sprühflasche (falls ihr keine einzelnen Tropfen möchtet oder variieren wollt)
  • Etwas, womit ihr den/die Samen auf dem Auffangbecken befestigen könnt (z.B. Kleber)
  • Wasser
  • Taschentücher, Küchenpapier, o.ä. (falls mal etwas daneben geht und zum Abtrocknen des Auffangbeckens)
  • optional, aber hilfreich: Pinzette

Kleine Info am Rande: Es ist teilweise wirklich schwierig, die einzelnen Tropfen auf dem/den Samen zu platzieren, daher lege ich euch das Verwenden einer Kanüle ans Herz, die ihr mit einem Infusionsbesteck -welches ihr in einer Apotheke günstig erwerben könnt - verbindet. So könnt ihr die Tropfen präzise auf den/die Samen aufsetzen.

Wie sieht der Versuchsaufbau aus?

Zuerst platziert ihr euer Auffangbecken an dem gewünschten Ort, füllt es mit etwas Wasser auf und stellt das Stativ samt Kamera auf die richtige Höhe ein.

Wenn ihr durch den Sucher (oder auf den aktivierten LiveView, etc.) der Kamera schaut, sollte kein Rand des Beckens zu sehen sein, sondern nur die Wasseroberfläche. Korrigiert den Standort, die Vergrößerung und/oder den Winkel entsprechend und merkt euch in etwa, an welcher Stelle ihr die Samen befestigen müsst, um eben keinen Rand im Bild zu haben.

Nun leert ihr das Wasser wieder aus. Ich hatte gleich neben dem Becken einen Behälter stehen, in den ich das Wasser geschüttet habe, sodass es immer wieder verwendet werden konnte.

Das Becken sollte jetzt abgetrocknet werden, damit die Samen gut befestigt werden können, denn das wird euer nächster Schritt sein!

Dieser kann unter Umständen – besonders am Anfang – etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Lasst euch dadurch aber nicht abschrecken, denn man hat den Dreh ziemlich schnell heraus. Für das Ankleben der Samen bei „Rise & Fall“ (das Bild mit den fünf blauen Tropfen auf den Samen) hatte ich noch nicht einmal 5 Minuten gebraucht, nachdem ich einige Übung hatte.

Tragt den Kleber o.ä. auf die gewählte Stelle im Auffangbecken auf und befestigt die Samen. Eine Pinzette kann beim Aufsetzen nützlich sein.

Befinden sich die Samen an Ort und Stelle, könnt ihr mit dem Platzieren der Tropfen beginnen. Entweder nehmt ihr hier die Kanüle mit dem Infusionsbesteck, um damit einzelne Tröpfchen zu positionieren, oder aber ihr benutzt eine Sprühflasche, um die Samen großzügig zu benetzen. Ihr könnt natürlich auch beide Varianten kombinieren, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Nun fehlt eigentlich nur noch das Wasser! Füllt dieses vorsichtig in das Becken ein, bis die Kleberückstände an den Enden der Pusteblumensamen vollständig bedeckt sind.

Verbindet jetzt euren externen Blitz durch ein Blitzkabel oder durch einen Funkblitzauslöser mit der Kamera und richtet alles genauso aus, wie ihr das im ersten Schritt schon gemacht hattet. Anschließend solltet ihr euch mit einem Blick durch den Sucher/LiveView vergewissern, dass die Position der Samen auch wirklich korrekt ist. Der Blitz (nur der externe Blitz!) wird – wie im Bild erkennbar – schräg von einer Seite an eine hinter dem Becken befindliche Wand gefeuert, sodass die Samen von hinten belichtet werden. Das ist wichtig, weil ihr sonst keine Spiegelung erhaltet.

Wie sollten Kamera- und Blitzeinstellungen gewählt sein?

Ich habe im rein manuellen Modus bei wenig Umgebungslicht gearbeitet.

Die Blende solltet ihr großzügig schließen, um alle wichtigen Bereiche der Samen scharf abgebildet zu bekommen. Optimal waren für meine Bilder Werte von f/13 bis f/20.

Meine Belichtungszeit variierte zwischen 1/80s und 1/100s bei ISO 200 – Damit erzielte ich die besten Ergebnisse.

Den externen Blitz habe ich in seiner Leistung auf 1/16, manchmal auch auf 1/32, gedrosselt. Probiert die für euch optimalen Einstellungen einfach aus. Meine sollen hier nur als grobe Richtwerte dienen.

Was wurde in der Nachbearbeitung angepasst?

Nachbearbeitet wurde bei dieser Fotoserie lediglich wenig. Zuerst habe ich den Sensordreck, den man bei derartig geschlossenen Blenden ja recht deutlich sieht, entfernt. Anschließend habe ich die Farben der Tropfen etwas intensiviert und den Kontrast optimiert. Danach das Bild etwas entrauschen und selektiv nachschärfen – Fertig! :)

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Ihr habt das Projekt versucht? Dann zeigt mir doch eure Ergebnisse und kontaktiert mich:

http://www.facebook.com/eileenhafkephotography

http://www.flickr.com/lacrimaaurea

http://www.500px.com/vermilion_sky

Ich bin sehr gespannt!

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