Eine interessante Aufnahme. Kannst Du etwas zu diesem Bild erzählen? Wie ist es entstanden? Handelt es sich um ein (nicht) lebendes Tier? Wo ist es entstanden? Was ist das für eine Kulisse, die sich im Auge spiegelt (zwei Menschen - Frau und Mann - stehen Hände haltend vor einer Bank)?
Das Bild entstand am 27.08.2016 um 16:26 Uhr beim Besuch der Falknerei Garuda in Weil im Schönbuch (Zwischen Böblingen und Tübingen gelegen) in der ich für meine Frau und mich 4 Stunden Falknertag gebucht hatte um zu fotografieren. An diesem Tag entstanden 327 Aufnahmen.
Bei dem Tier handelt es sich um einen lebenden Uhu oder auch Eule. Als diese Aufnahme entstand, hatte meine Frau diesen Vogel auf der Hand sitzen.
Es hat einige Versuche gebraucht bis ich dieses Bild so hatte. Es ist tatsächlich nicht beschnitten, wurde aber im Lightroom etwas bearbeitet. Die im Spiegel sichtbaren Personen sind zwei junge Männer die ebenfalls an diesem Falknertag teilnahmen. Der Hintergrund zeigt einen Teil des Fluggelände der Falknerei mit den Vogelhäusern in denen sich die Tiere befinden und Sitzbänke für die Zuschauer.
vielen Dank für die Infos. Jetzt kann ich das Foto besser "verstehen". Das war sicherlich ein interessantes "Uhu-Shooting".
Folgende Anmerkungen zum Bild:
Bildaufteilung:
Das Hauptmotiv dieses Bildes ist, wie Du auch bereits im Titel genannt hast, das Auge des Uhus. Die glasartige Wölbung mit der Spiegelung ist aus dieser Perspektive sehr schön sichtbar.
Ungewöhnlich ist die Positionierung dieses Auges im Bild: Du hast es ins rechte Bilddrittel gesetzt, mit Blickrichtung nach rechts, also aus dem Bild heraus.
Geht man klassisch vor, versucht man eigentlich, so etwas zu vermeiden. Dieses "aus dem Bild Hinausschauen" wird eigentlich nur in Ausnahmesituationen angewendet. Eine solche wäre zum Beispiel, wenn sich auf der von der Blickrichtung abgewandten Seite etwas Motivdienliches von besonderem Reiz befinden würde.
Bei Deinem Foto befindet sich auf der linken Seite auf über der Hälfte der Bildfläche der seitliche Hinterkopf des Uhus. Dadurch, dass hier alles unscharf ist, wirken "nur" die Farben. Hierdurch wird aber die Hauptinfo des Bildes nicht gestärkt.
LÖSUNG:
Das Auge so positionieren, dass es in das Bild hineinschaut.
Eine weitere Anregung: Man könnte auch die Perspektive so verändern, dass man nicht parallel zum seitlich schauenden Uhu-Kopf fotografiert, sondern leicht von hinten. Das Auge würde man dann beispielsweise ins linke Drittel positionieren, hierauf die volle Schärfe legen, und rechts im Bild sähe man dann - in optisch ansprechender Umgebung - zumindest einen Teil dessen, was das fotografierte Uhu-Auge sieht.
Nun könnte man natürlich sagen, dass im oben von dir gezeigten Bild das "Wirkungselement" die Schärfe des Auges zur Unschärfe des Hinterkopfes ist. Und damit kommen wir zum nächsten Problem: Das Auge ist nämlich nicht ganz scharf.
Schärfe:
Im Bild befindet sich nirgendwo eine wirklich scharfe Stelle. Klar, das Auge ist nicht völlig unscharf, bitte mich hier nicht falsch verstehen. Aber eine knackige Schärfe ist nicht vorhanden. Es handelt sich um eine diffuse Unschärfe, wie sie durch kleinste Verwacklungen entsteht. Bei diesen Mini-Verwacklungen ist das Bild im Schärfebereich nicht "verrissen". Vielmehr zeigt sich diese Unschärfe durch einen insgesamt etwas "matschigen", kontrastschwachen Gesamteindruck. Und das ist hier der Fall.
LÖSUNG:
Solche Fotos mit einer kürzeren Verschlusszeit als 1/125 Sek. machen. Ist zu wenig Licht vorhanden, besser den ISO-Wert etwas hochziehen, dafür dann aber ein brillantes Bild erhalten. So, wie sich das Foto im Moment darstellt, kommt nur ein kleiner Anteil der Qualität rüber, die Dein Objektiv in Verbindung mit ISO 100 zu leisten in der Lage ist.
Kommentare
ADMIN
Hallo rolaloe,…
Hallo rolaloe,
herzlich willkommen bei Makrotreff!
Eine interessante Aufnahme. Kannst Du etwas zu diesem Bild erzählen? Wie ist es entstanden? Handelt es sich um ein (nicht) lebendes Tier? Wo ist es entstanden? Was ist das für eine Kulisse, die sich im Auge spiegelt (zwei Menschen - Frau und Mann - stehen Hände haltend vor einer Bank)?
Lieber Gruß,
Roland
Das Bild entstand am 27.08…
Das Bild entstand am 27.08.2016 um 16:26 Uhr beim Besuch der Falknerei Garuda in Weil im Schönbuch (Zwischen Böblingen und Tübingen gelegen) in der ich für meine Frau und mich 4 Stunden Falknertag gebucht hatte um zu fotografieren. An diesem Tag entstanden 327 Aufnahmen.
Bei dem Tier handelt es sich um einen lebenden Uhu oder auch Eule. Als diese Aufnahme entstand, hatte meine Frau diesen Vogel auf der Hand sitzen.
Es hat einige Versuche gebraucht bis ich dieses Bild so hatte. Es ist tatsächlich nicht beschnitten, wurde aber im Lightroom etwas bearbeitet. Die im Spiegel sichtbaren Personen sind zwei junge Männer die ebenfalls an diesem Falknertag teilnahmen. Der Hintergrund zeigt einen Teil des Fluggelände der Falknerei mit den Vogelhäusern in denen sich die Tiere befinden und Sitzbänke für die Zuschauer.
Hier ein weiteres Bild aus der Serie
Hier ein weiteres Bild aus der Serie
ADMIN
Hallo rolaloe,…
Hallo rolaloe,
vielen Dank für die Infos. Jetzt kann ich das Foto besser "verstehen". Das war sicherlich ein interessantes "Uhu-Shooting".
Folgende Anmerkungen zum Bild:
Bildaufteilung:
Das Hauptmotiv dieses Bildes ist, wie Du auch bereits im Titel genannt hast, das Auge des Uhus. Die glasartige Wölbung mit der Spiegelung ist aus dieser Perspektive sehr schön sichtbar.
Ungewöhnlich ist die Positionierung dieses Auges im Bild: Du hast es ins rechte Bilddrittel gesetzt, mit Blickrichtung nach rechts, also aus dem Bild heraus.
Geht man klassisch vor, versucht man eigentlich, so etwas zu vermeiden. Dieses "aus dem Bild Hinausschauen" wird eigentlich nur in Ausnahmesituationen angewendet. Eine solche wäre zum Beispiel, wenn sich auf der von der Blickrichtung abgewandten Seite etwas Motivdienliches von besonderem Reiz befinden würde.
Bei Deinem Foto befindet sich auf der linken Seite auf über der Hälfte der Bildfläche der seitliche Hinterkopf des Uhus. Dadurch, dass hier alles unscharf ist, wirken "nur" die Farben. Hierdurch wird aber die Hauptinfo des Bildes nicht gestärkt.
LÖSUNG:
Das Auge so positionieren, dass es in das Bild hineinschaut.
Eine weitere Anregung: Man könnte auch die Perspektive so verändern, dass man nicht parallel zum seitlich schauenden Uhu-Kopf fotografiert, sondern leicht von hinten. Das Auge würde man dann beispielsweise ins linke Drittel positionieren, hierauf die volle Schärfe legen, und rechts im Bild sähe man dann - in optisch ansprechender Umgebung - zumindest einen Teil dessen, was das fotografierte Uhu-Auge sieht.
Nun könnte man natürlich sagen, dass im oben von dir gezeigten Bild das "Wirkungselement" die Schärfe des Auges zur Unschärfe des Hinterkopfes ist. Und damit kommen wir zum nächsten Problem: Das Auge ist nämlich nicht ganz scharf.
Schärfe:
Im Bild befindet sich nirgendwo eine wirklich scharfe Stelle. Klar, das Auge ist nicht völlig unscharf, bitte mich hier nicht falsch verstehen. Aber eine knackige Schärfe ist nicht vorhanden. Es handelt sich um eine diffuse Unschärfe, wie sie durch kleinste Verwacklungen entsteht. Bei diesen Mini-Verwacklungen ist das Bild im Schärfebereich nicht "verrissen". Vielmehr zeigt sich diese Unschärfe durch einen insgesamt etwas "matschigen", kontrastschwachen Gesamteindruck. Und das ist hier der Fall.
LÖSUNG:
Solche Fotos mit einer kürzeren Verschlusszeit als 1/125 Sek. machen. Ist zu wenig Licht vorhanden, besser den ISO-Wert etwas hochziehen, dafür dann aber ein brillantes Bild erhalten. So, wie sich das Foto im Moment darstellt, kommt nur ein kleiner Anteil der Qualität rüber, die Dein Objektiv in Verbindung mit ISO 100 zu leisten in der Lage ist.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland,…
Hallo Roland,
danke für deine Bewertung konstruktive Kritik.
Ich werde beim nächsten mal darauf achten deine Hinweise besser umzusetzen.
Gruß,
Roland
ADMIN
Hallo Roland…
Hallo Roland.
ich wünsche Dir dabei weiterhin viel Freude!
Lieber Gruß,
Roland
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