Hallo Margit, grundsätzlich sehe ich es auch so, dass Schärfe nicht alles ist. Bei einem überzeugenden Bild kommen viel Faktoren zusammen.
In diesem Fall ist es aber deine Absicht gewesen, die Blüte der Sumpfdotterblume so scharf wie möglich in all ihren Fassetten abzubilden.
Optimale Schärfe Die Blüte ist sehr ausladend. Um sie von vorne bis hinten scharf zu bekommen, hätte man stacken können. Du hast dich dagegen entschieden, was völlig ok ist.
Aufgrund der Größe hätte vermutlich selbst eine STARK GESCHLOSSENE Blende (große Blendenzahl, z.B. Blende 22) nicht gereichen alles scharf zu bekommen. Bei sehr stark GESCHLOSSENER Blende kommt dann irgendwann auch die Beugungsschärfe hinzu. Das kannst Du bei den Bildern von Adrian sehen, der mit sehr stark geöffneter Blende arbeitet.
Du hat entschieden, den Fokus auf die inneren Staubgefäße zu legen. Das macht durchaus Sinn. Deine Blendenöffnung liegt im mittleren Bereich, so das sich dort eine selektive Schärfe anbietet. Leider wirkt die Blüte nicht befriedigend scharf.
Es scheint bei der Aufnahme nicht viel Licht dagewesen zu sein. Deine Belichtungszeit ist sehr LANG. Ich könnte das nicht mehr aus der Hand halten, ohne zu verwackeln. Mit einem Stativ hätte man einer Verwacklungsunschärfe entgegenwirken können. Du hättest auch die ISO Zahl noch ein wenig erhöhen können, dann ist die Belichtungszeit KÜRZER. Das Bild ist sehr stark bearbeitet, vermutlich nachgeschärft. Das Korn ist beschädigt. Ich nehme an, du wolltest noch etwas von der fehlenden Schärfe rausholen. Das ist eher kontraproduktiv. Wo nicht genug da ist, kann man durch aggressive Bearbeitung nichts mehr rausholen.
Also optimal scharf ist die Blüte nicht.
Was gibt es außer der Schärfe? Weist die Blüte sonst Eigenschaften auf, die sie attraktiv machen und über die mangelnde Schärfe hinwegsehen lassen? Z.B. ein tolles Bokeh, ein attraktives Licht, eine tolle Komposition?
Das Bokeh ist nicht so bemerkenswert, das Licht eher flau. Die Blüte ist stark ins Bild gepresst, die Blätter berühren den Rand oder sind schon leicht angeschnitten. Wenn man anschneidet, dann klar und eindeutig und durchaus vielleicht auch radikal. Wenn nicht, dann hätte ihr etwas mehr Raum zum Atmen gutgetan.
Du kannst dich ja nochmals an einer Blüte versuchen und schauen, dass du Belichtungszeit, Blende und ISO in einen optimalen Bereich bringst. Dann musst Du auch nicht so viel nachbearbeiten. Die Saison hat gerade begonnen, da kann Du noch richtg ausprobieren.
Hallo Margit,grundsätzlich…
Hallo Margit,
grundsätzlich sehe ich es auch so, dass Schärfe nicht alles ist.
Bei einem überzeugenden Bild kommen viel Faktoren zusammen.
In diesem Fall ist es aber deine Absicht gewesen, die Blüte der Sumpfdotterblume so scharf wie möglich in all ihren Fassetten abzubilden.
Optimale Schärfe
Die Blüte ist sehr ausladend. Um sie von vorne bis hinten scharf zu bekommen, hätte man stacken können. Du hast dich dagegen entschieden, was völlig ok ist.
Aufgrund der Größe hätte vermutlich selbst eine STARK GESCHLOSSENE Blende (große Blendenzahl, z.B. Blende 22) nicht gereichen alles scharf zu bekommen. Bei sehr stark GESCHLOSSENER Blende kommt dann irgendwann auch die Beugungsschärfe hinzu. Das kannst Du bei den Bildern von Adrian sehen, der mit sehr stark geöffneter Blende arbeitet.
Du hat entschieden, den Fokus auf die inneren Staubgefäße zu legen. Das macht durchaus Sinn. Deine Blendenöffnung liegt im mittleren Bereich, so das sich dort eine selektive Schärfe anbietet.
Leider wirkt die Blüte nicht befriedigend scharf.
Es scheint bei der Aufnahme nicht viel Licht dagewesen zu sein. Deine Belichtungszeit ist sehr LANG. Ich könnte das nicht mehr aus der Hand halten, ohne zu verwackeln. Mit einem Stativ hätte man einer Verwacklungsunschärfe entgegenwirken können.
Du hättest auch die ISO Zahl noch ein wenig erhöhen können, dann ist die Belichtungszeit KÜRZER.
Das Bild ist sehr stark bearbeitet, vermutlich nachgeschärft. Das Korn ist beschädigt. Ich nehme an, du wolltest noch etwas von der fehlenden Schärfe rausholen. Das ist eher kontraproduktiv. Wo nicht genug da ist, kann man durch aggressive Bearbeitung nichts mehr rausholen.
Also optimal scharf ist die Blüte nicht.
Was gibt es außer der Schärfe?
Weist die Blüte sonst Eigenschaften auf, die sie attraktiv machen und über die mangelnde Schärfe hinwegsehen lassen? Z.B. ein tolles Bokeh, ein attraktives Licht, eine tolle Komposition?
Das Bokeh ist nicht so bemerkenswert, das Licht eher flau.
Die Blüte ist stark ins Bild gepresst, die Blätter berühren den Rand oder sind schon leicht angeschnitten. Wenn man anschneidet, dann klar und eindeutig und durchaus vielleicht auch radikal. Wenn nicht, dann hätte ihr etwas mehr Raum zum Atmen gutgetan.
Du kannst dich ja nochmals an einer Blüte versuchen und schauen, dass du Belichtungszeit, Blende und ISO in einen optimalen Bereich bringst. Dann musst Du auch nicht so viel nachbearbeiten.
Die Saison hat gerade begonnen, da kann Du noch richtg ausprobieren.
Liebe Grüße
Inga