Danke für die Blende – obwohl man ja eigentlich bei dieser Spanne gar nichts sagen kann :-). Auch wenn das ein wenig mühsam ist, ist es sehr sinnvoll, wenn Du Dir beim Fotografieren mit dem manuellen Objektiv die eingestellte Blende möglichst merkst. Eine Möglichkeit dabei wäre beispielsweise, dass Du beim Fotografieren eines Motivs immer mit der 2,8 anfängst und dann die weiteren Fotos aufsteigend bis Blende 16 machst. Dann kannst Du das nachher anhand der Ergebnisse gut nachvollziehen, welches Bild mit welcher Einstellung gemacht wurde, ohne das immer aufzuschreiben. Aber das nur so am Rande als Tip; da gibt es sicherlich noch weitere Möglichkeiten. Aber auch für einen selbst ist es von Vorteil, die vorgenommene Blendeneinstellung nachvollziehen zu können.
Nun zum Foto:
Schärfe:
Du schreibst, Du hättest Probleme, die Schärfe richtig zu treffen. Bei diesem Bild hast Du sie aber getroffen. Einzelne Blütenteile sind (fast) scharf. Diese Schärfe kommt allerdings kaum zur Geltung. Woran liegt das?
Also zunächst einmal glaube ich, dass dieses eingestellte Foto nicht mit Blende 8, sondern eher mit Blende 5.6 gemacht wurde. Die Tiefenschärfe ist sehr gering, zu gering! Von den Blüten sind jeweils nur wenige Teilbereiche scharf. Die obere Blüte beispielsweise steht nicht im exakt rechten Winkel zur optischen Achse. Dadurch wird sie von rechts nach links verlaufend zunehmend unschärfer.
Ziel bei einer solchen Blütenanordnung sollte es sein, die Blüten weitestgehend komplett scharf zu bekommen, zumindest aber z.B. die jeweils komplette Oberfläche.
Wind:
Dann schreibst Du, dass es ein wenig windig war. Auch das sieht man im Foto. Selbst die Stellen, wo die Punktschärfe sitzen sollte, sind nicht zu 100% scharf, sondern nur fast scharf. Und das ergibt einen insgesamt leicht unscharfen Eindruck. Nicht umsonst redet man oft von einer „knackigen“ Schärfe. Die sieht natürlich anders aus.
Pflanzenfotografie bei Wind ist generell sehr schwierig. Man sollte dies entweder vermeiden, oder entsprechende wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen. Sicherlich kennst Du den dazu von mir hier bei Makrotreff eingestellten Artikel.
Licht / Dämmerung:
Dann kommt noch die Dämmerung mit ihren Folgen dazu.
Eine Folge ist: halt Dämmerung! In der Dämmerung geht die Brillanz flöten. Die Farben werden blass, das Licht wird diffus.
ISO-Wert:
Den Rest übernimmt dann noch die recht hohe ISO-Einstellung von 1600. Die ist schon sehr hoch für die Pflanzenfotografie – denn Pflanzen „bewegen“ sich ja in der Regel nicht, laufen auch nicht weg usw. :-). Das Problem ist: sehr hohe ISO-Werte verstärken die flaue Bildwirkung!
Hier kommen nun also mehrere Dinge zusammen, die alle in die gleiche Richtung wirken: ein unscharf wirkendes, flaues, diffuses, alles andere als brillantes Bild!
LÖSUNG:
Will man genau diese Stimmung nun rausarbeiten, müssen alle anderen Parameter passen: niedriger ISO-Wert, genügend Tiefenschärfe, perfekt sitzende Punkschärfe – und dann am besten auch noch ein kleiner „Licht-Reißer“, dass heißt ein Lichteinfall, der das gewisse Extra ausmacht. Dann werden auch Dämmerungsbilder brillant!
FAZIT:
Du hast hier versucht, das Unmögliche möglich zu machen. Das KANN nicht funktionieren. Es gibt einfach Situationen, in denen man kein gutes Bild hinbekommt. Diese hier mit all ihren schwierigen Bedingungen war so eine. Wenn Du die oben angesprochenen und aufgezählten Parameter beachtest, wird auch ein Dämmerungsbild toll rüberkommen.
Hallo Margret,…
Hallo Margret,
Danke für die Blende – obwohl man ja eigentlich bei dieser Spanne gar nichts sagen kann :-). Auch wenn das ein wenig mühsam ist, ist es sehr sinnvoll, wenn Du Dir beim Fotografieren mit dem manuellen Objektiv die eingestellte Blende möglichst merkst. Eine Möglichkeit dabei wäre beispielsweise, dass Du beim Fotografieren eines Motivs immer mit der 2,8 anfängst und dann die weiteren Fotos aufsteigend bis Blende 16 machst. Dann kannst Du das nachher anhand der Ergebnisse gut nachvollziehen, welches Bild mit welcher Einstellung gemacht wurde, ohne das immer aufzuschreiben. Aber das nur so am Rande als Tip; da gibt es sicherlich noch weitere Möglichkeiten. Aber auch für einen selbst ist es von Vorteil, die vorgenommene Blendeneinstellung nachvollziehen zu können.
Nun zum Foto:
Schärfe:
Du schreibst, Du hättest Probleme, die Schärfe richtig zu treffen. Bei diesem Bild hast Du sie aber getroffen. Einzelne Blütenteile sind (fast) scharf. Diese Schärfe kommt allerdings kaum zur Geltung. Woran liegt das?
Also zunächst einmal glaube ich, dass dieses eingestellte Foto nicht mit Blende 8, sondern eher mit Blende 5.6 gemacht wurde. Die Tiefenschärfe ist sehr gering, zu gering! Von den Blüten sind jeweils nur wenige Teilbereiche scharf. Die obere Blüte beispielsweise steht nicht im exakt rechten Winkel zur optischen Achse. Dadurch wird sie von rechts nach links verlaufend zunehmend unschärfer.
Ziel bei einer solchen Blütenanordnung sollte es sein, die Blüten weitestgehend komplett scharf zu bekommen, zumindest aber z.B. die jeweils komplette Oberfläche.
Wind:
Dann schreibst Du, dass es ein wenig windig war. Auch das sieht man im Foto. Selbst die Stellen, wo die Punktschärfe sitzen sollte, sind nicht zu 100% scharf, sondern nur fast scharf. Und das ergibt einen insgesamt leicht unscharfen Eindruck. Nicht umsonst redet man oft von einer „knackigen“ Schärfe. Die sieht natürlich anders aus.
Pflanzenfotografie bei Wind ist generell sehr schwierig. Man sollte dies entweder vermeiden, oder entsprechende wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen. Sicherlich kennst Du den dazu von mir hier bei Makrotreff eingestellten Artikel.
Licht / Dämmerung:
Dann kommt noch die Dämmerung mit ihren Folgen dazu.
Eine Folge ist: halt Dämmerung! In der Dämmerung geht die Brillanz flöten. Die Farben werden blass, das Licht wird diffus.
ISO-Wert:
Den Rest übernimmt dann noch die recht hohe ISO-Einstellung von 1600. Die ist schon sehr hoch für die Pflanzenfotografie – denn Pflanzen „bewegen“ sich ja in der Regel nicht, laufen auch nicht weg usw. :-). Das Problem ist: sehr hohe ISO-Werte verstärken die flaue Bildwirkung!
Hier kommen nun also mehrere Dinge zusammen, die alle in die gleiche Richtung wirken: ein unscharf wirkendes, flaues, diffuses, alles andere als brillantes Bild!
LÖSUNG:
Will man genau diese Stimmung nun rausarbeiten, müssen alle anderen Parameter passen: niedriger ISO-Wert, genügend Tiefenschärfe, perfekt sitzende Punkschärfe – und dann am besten auch noch ein kleiner „Licht-Reißer“, dass heißt ein Lichteinfall, der das gewisse Extra ausmacht. Dann werden auch Dämmerungsbilder brillant!
FAZIT:
Du hast hier versucht, das Unmögliche möglich zu machen. Das KANN nicht funktionieren. Es gibt einfach Situationen, in denen man kein gutes Bild hinbekommt. Diese hier mit all ihren schwierigen Bedingungen war so eine. Wenn Du die oben angesprochenen und aufgezählten Parameter beachtest, wird auch ein Dämmerungsbild toll rüberkommen.
In diesem Sinne weiterhin „Gut Licht“,
Roland