Lieber Roland,
heute möchte ich Euch eine Sandschnecke zeigen, und zwar eine auf Lanzarote und Fuerteventura endemische Art (Theba geminata). Die Sandschnecken überstehen die Trockenheit des Tages, indem sie ihr Gehäuse mit Schleim verschließen. Dabei lassen sie offenbar ein kleines Lüftungsloch offen (hier sichtbar). Das Farbmuster dieser wie ich finde wunderschönen Schnecken ist variabel und kann sehr unterschiedlich aussehen. Hier saß eine auf einem Lavastein mit den hier üblichen Färbungen, die sich auch in der Schnecke wiederfinden. Ich denke, das ist ihre Art, sich zu tarnen.
Es ist ein Stack aus 16 Bildern, ohne Blitz.
Kommentare
MOD
Hallo Erika,…
Hallo Erika,
prima, dass du uns die Sandschnecke heute vorstellst. Und dazu noch die passenden interessanten Infos!Das finde ich klasse. Die Zeichnung ist wirklich wunderschön.
Liebe Grüße
Gabi
Danke, liebe Gabi!
Danke, liebe Gabi!
ADMIN
Hallo Erika,…
Hallo Erika,
so, nun bin ich von einer Vortragstour wieder zurück. Zu Deinem Bild:
Ja, das ist ein sehr schönes Foto der Schnecke. Die Widerspiegelung der Umgebungsfarben auf dem Schneckengehäuse ist fantastisch. Es ist sehr gut, dass Du hierzu auch entsprechend "Umgebung" mit ins Bild hineingenommen hast.
Auch das scheinbare Lüftungsloch ist zu sehen. Noch besser zu sehen wäre es, wenn eine tiefere Aufnahmeposition vorläge. Wenn! Ja, ja, das sage ich so leicht. Wahrscheinlich – und der Vordergrund sieht schon fast so aus – ging dies nicht, weil die Kamera schon am Lavagestein "festhing". Ich vermute mal, da vor der Schnecke befand sich eine Lava-Erhebung, die eine niedrigere Aufnahmeperspektive erfolgreich verhinderte :-).
Auf dem Schneckengehäuse befindet sich eine Menge organisches Material (kleine Steinchen, Erdkrumen, sonstige Partikel). Wir nenne das hier immer "Mio-Müll". Häufig empfehle ich, diese "Substrat-Teile" per Nachbearbeitung zu beseitigen, die Schnecke also zu waschen :-).
Hier in dem Fall ist es aber auch so in Ordnung, wie es ist, weil diese Teile relativ gleich über das Schneckenhaus verteilt sind und sie wohl auch (vermute ich) in diesem Lebensraum fast zum Schneckenhaus und damit auch zur Tarnung dazugehören.
Super ist, dass Du die tolle Information zum Bild mitlieferst. Insbesondere solche "Fremdländer" wären ansonsten für uns nicht so leicht zu verstehen.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Lieber Roland,…
Lieber Roland,
ich gehe davon aus, dass die Vortragstour mit der Makrofotografie zu tun hat?
Zu meinem Schneckenbild:
Vielen herzlichen Dank für Deinen Kommentar! Du hast wieder sehr treffsicher die Themen angesprochen, die mich beim Aussuchen und Bearbeiten des Bildes beschäftigt haben:
Als erstes habe ich mich geärgert, die Schnecke nicht vor dem Foto "abgestaubt" zu haben, als ich die vielen Sandkörnchen (auf dem Monitor in 100% riesig!) sah! Beim nächsten Mal wandert eine stärkere Lesebrille in den Fotorucksack. ;-)
Auch gefiel mir eine zweite Aufnahme mit einer tieferen Aufnahmeposition besser, eigentlich war das auch mein Favorit, die hier gezeigte sollte zunächst nur Doku sein. Ich stelle mal das zweite Bild ein. Ich hatte es schon zu einem großen Teil "gesäubert", als ich plötzlich mit den Unschärfen im Bild haderte. Durch den Stack war mir der Schärfe-Unschärfe-Übergang zu krass. Also suchte ich noch nach einem anderen Bild und fand das hier gezeigte besser, hauptsächlich wegen der Steinstrukturen und -farben. Die Schnecke noch einmal zu "säubern" erschien mir bei diesem Bild nicht so wichtig, es ist ja schließlich eine SANDschnecke, und so ist es authentischer (kann aber auch sein, dass ich einfach zu faul war... ;-)).
Jetzt bin ich sehr gespannt auf Deine Meinung, ob es sich lohnt, das zweite Bild fertig zu bearbeiten und welches der beiden Dir besser gefällt.
Liebe grüße
Erika
Neuen Kommentar hinzufügen