ich war unterwegs und melde mich daher ein wenig später.
Da hast Du eine "Eisblase" mit einem wunderschönen Blumenmuster "produziert"!
Die Blase so formatfüllend abzubilden, ist eine gute Idee. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn das Umfeld, egal aus welchen Gründen, nicht gerade eine Augenweide ist. Natürlich weiß ich nicht, wie in Deinem Fall hier das Umfeld war und ob es auch der Grund für Deine Entscheidung war. Aber auf jeden Fall hast Du es geschickt und erfolgreich ausgeblendet.
Das "Haupt-Magnet" für das Betrachterauge liegt im mittleren Bereich der Eisblase, dort, wo sich die scharfen Eisblumen vor dem dunkleren Hintergrund wunderschön abheben. Genau dorthin hast Du auch die Schärfenebene gelegt. Das passt also sehr gut.
Unmittelbar darunter saufen die Strukturen etwas ab. Hinzu kommt, dass sowohl unten als auch oben und zu den Seiten hin die Blase sich nach hinten aus der Schärfenebene heraus biegt. Du hast bereits Blende 11 eingesetzt, mehr an Tiefenschärfe ist also mit der Methode, mit der Du fotografiert hast, nicht drin. Und wie gesagt: Deine Schärfenebene liegt perfekt! Eine fototechnische Verbesserung mit den von Dir eingesetzten Mitteln ist kaum mehr möglich. Maximal über Bildnachbearbeitung lassen sich im unteren Drittel der Eisblase die Konturen noch etwas besser herausarbeiten. Ansonsten ist aber das Motiv in der Form, für die Du Dich entschieden hast, es umzusetzen, gut relisiert.
Um nun einen noch größeren Bereich der Blase scharf abzubilden, müsstest Du Fokus Stacking anwenden. Das Motiv bewegt sich nicht, damit wäre also die Erstellung von mehreren Fotos mit verschobener Schärfenebene möglich gewesen. Aber wie gesagt: Das ist eine andere, etwas aufwändigere Technik, und wir wollen hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen :-).
Deshalb: ansprechendes Foto mit wunderschönen Kristall-Formen!
(Übrigens ist in der Ausgabe 4 der MAKROFOTO, die in wenigen Tagen kommen wird (wir sind in den "letzten Zuckungen"), Fokus Stacking ein Schwerpunktthema. Wir beschreiben dort, wie letztendlich auch auf einfache Art und Weise diese Methode angewendet werden kann: verständlich, unkompliziert und motivierend!)
Ja, ich hab den unteren Rand weggeschnitten, weil dort der Untergrund und der Restschaum der Seifenflüssigkeit zu sehen war. Ich fand das unschön. Ja, und da ist es wieder, das Thema Bildbearbeitung :-) Ich muss da unbedingt ran und bin auf der Suche nach einem Kenner hier vor Ort, der mir das Ganze ein wenig zeigen kann. Ich hoffe, ich werde fündig.
Mit dem Stacking ist das fast genauso. Da muss ich mich auch mal rantrauen. Nur der vorgenannete Punkt muss vorher beherrscht werden, sonst geht auch das Stacken nicht. Hab da schon das Video von Valentin geschaut. :-) Auf die neue Zeitung freu ich mich schon ;-)
ich wünsche Dir einen guten Einstieg in die Bildbearbeitung. Der muss gar nicht kompliziert und aufgebläht sein. Viele machen da einen riesigen Wirbel drum. Ich habe Experten kennengelernt, die machen eine Doktorarbeit daraus, in welcher Korrelation der Gradationskurvenverlauf zur postfakultativen Kontrastveränderung der sinkenden Abendsonne steht. Verstehst Du das? Nein? Brauchst Du auch nicht! Vieles von dem, was in der Bildbearbeitung so diskutiert wird, ist nämlich in aller Regel überhaupt nicht praxisrelevant. In der Zeit, wo oben genanntes Doktorarbeits-Thema von den Experten gekaut wurde, bin ich raus gegangen und habe ordentlich Makrofotos gemacht :-). Und je besser man fotografiert, desto weniger muss man nachbearbeiten: das ist ein genereller Grundsatz, den ich liebe.
Lass Dich da also nicht verrückt machen. Das Schöne bei der Bildbearbeitung ist: Man muss nicht deren komplette Breite kennen und können, um überhaupt damit arbeiten zu können - auch wenn so manche Fotografen-Nase einem das weismachen will. Vielmehr ist es so, dass jeder einzelne Schritt wirksam ist und Freude bereitet. Gehe also langsam vor, immer in kleinen Schritten, und erfreue Dich an der Wirkung, die jeder dieser einzelnen Schritte nach sich zieht.
Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem Freude damit.
Kommentare
ADMIN
Hallo Flora1958,…
Hallo Flora1958,
ich war unterwegs und melde mich daher ein wenig später.
Da hast Du eine "Eisblase" mit einem wunderschönen Blumenmuster "produziert"!
Die Blase so formatfüllend abzubilden, ist eine gute Idee. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn das Umfeld, egal aus welchen Gründen, nicht gerade eine Augenweide ist. Natürlich weiß ich nicht, wie in Deinem Fall hier das Umfeld war und ob es auch der Grund für Deine Entscheidung war. Aber auf jeden Fall hast Du es geschickt und erfolgreich ausgeblendet.
Das "Haupt-Magnet" für das Betrachterauge liegt im mittleren Bereich der Eisblase, dort, wo sich die scharfen Eisblumen vor dem dunkleren Hintergrund wunderschön abheben. Genau dorthin hast Du auch die Schärfenebene gelegt. Das passt also sehr gut.
Unmittelbar darunter saufen die Strukturen etwas ab. Hinzu kommt, dass sowohl unten als auch oben und zu den Seiten hin die Blase sich nach hinten aus der Schärfenebene heraus biegt. Du hast bereits Blende 11 eingesetzt, mehr an Tiefenschärfe ist also mit der Methode, mit der Du fotografiert hast, nicht drin. Und wie gesagt: Deine Schärfenebene liegt perfekt! Eine fototechnische Verbesserung mit den von Dir eingesetzten Mitteln ist kaum mehr möglich. Maximal über Bildnachbearbeitung lassen sich im unteren Drittel der Eisblase die Konturen noch etwas besser herausarbeiten. Ansonsten ist aber das Motiv in der Form, für die Du Dich entschieden hast, es umzusetzen, gut relisiert.
Um nun einen noch größeren Bereich der Blase scharf abzubilden, müsstest Du Fokus Stacking anwenden. Das Motiv bewegt sich nicht, damit wäre also die Erstellung von mehreren Fotos mit verschobener Schärfenebene möglich gewesen. Aber wie gesagt: Das ist eine andere, etwas aufwändigere Technik, und wir wollen hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen :-).
Deshalb: ansprechendes Foto mit wunderschönen Kristall-Formen!
(Übrigens ist in der Ausgabe 4 der MAKROFOTO, die in wenigen Tagen kommen wird (wir sind in den "letzten Zuckungen"), Fokus Stacking ein Schwerpunktthema. Wir beschreiben dort, wie letztendlich auch auf einfache Art und Weise diese Methode angewendet werden kann: verständlich, unkompliziert und motivierend!)
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
MOD
Danke, Roland, für deine…
Danke, Roland, für deine ausführliche Antwort!!!!
Ja, ich hab den unteren Rand weggeschnitten, weil dort der Untergrund und der Restschaum der Seifenflüssigkeit zu sehen war. Ich fand das unschön. Ja, und da ist es wieder, das Thema Bildbearbeitung :-) Ich muss da unbedingt ran und bin auf der Suche nach einem Kenner hier vor Ort, der mir das Ganze ein wenig zeigen kann. Ich hoffe, ich werde fündig.
Mit dem Stacking ist das fast genauso. Da muss ich mich auch mal rantrauen. Nur der vorgenannete Punkt muss vorher beherrscht werden, sonst geht auch das Stacken nicht. Hab da schon das Video von Valentin geschaut. :-) Auf die neue Zeitung freu ich mich schon ;-)
Lg Gabi - Flora 1958
ADMIN
Hallo Gabi,…
Hallo Gabi,
ich wünsche Dir einen guten Einstieg in die Bildbearbeitung. Der muss gar nicht kompliziert und aufgebläht sein. Viele machen da einen riesigen Wirbel drum. Ich habe Experten kennengelernt, die machen eine Doktorarbeit daraus, in welcher Korrelation der Gradationskurvenverlauf zur postfakultativen Kontrastveränderung der sinkenden Abendsonne steht. Verstehst Du das? Nein? Brauchst Du auch nicht! Vieles von dem, was in der Bildbearbeitung so diskutiert wird, ist nämlich in aller Regel überhaupt nicht praxisrelevant. In der Zeit, wo oben genanntes Doktorarbeits-Thema von den Experten gekaut wurde, bin ich raus gegangen und habe ordentlich Makrofotos gemacht :-). Und je besser man fotografiert, desto weniger muss man nachbearbeiten: das ist ein genereller Grundsatz, den ich liebe.
Lass Dich da also nicht verrückt machen. Das Schöne bei der Bildbearbeitung ist: Man muss nicht deren komplette Breite kennen und können, um überhaupt damit arbeiten zu können - auch wenn so manche Fotografen-Nase einem das weismachen will. Vielmehr ist es so, dass jeder einzelne Schritt wirksam ist und Freude bereitet. Gehe also langsam vor, immer in kleinen Schritten, und erfreue Dich an der Wirkung, die jeder dieser einzelnen Schritte nach sich zieht.
Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem Freude damit.
Gruß,
Roland
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