blaue Glockenblumen-Knospen

Ich habe eine Glockenblumen-Knospe aufgenommen, in ca. 15 cm Entfernung.

Der Vordergrund sollte möglichst scharf sein, was mir nun besser gelungen ist, weil ich in der ISO Zahl hoch gegangen bin (3200) und auch 1/250 bei Blende 8 genommen habe.

Mein 60mm Macro ist ein original Canon Objektiv.

Der Hintergrund ist auch durch diese Einstellungen ganz schön kontrastierend.

Hoffe, es gefällt Euch.

Euch, von Herzen Dank für Eure Hilfestellung!

Ihr seid ein Klasse Team.

Euer Michael

 

Kommentare

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ADMIN

Hallo Michael,

Schärfe:

Die Schärfe liegt auf der oberen Blütenknospe - das ist aber zu wenig. Die darunter liegende Knospe hast Du noch auffälliger ins Bild gesetzt. Sie nimmt noch mehr Bildfläche ein als die obere - und ist unscharf. Das verwirrt das Betrachterauge.

LÖSUNG:
Achte auf die Ausrichtung der Schärfenebene. Bringe mehrere Knospen exakt in die schmale Schärfenebene. Siehe dazu den Artikel hier bei Makrotreff

Die Schärfenebene in der Makrofotografie.

Dann hast Du mehr Blütenknospen scharf, bei gleicher Blendeneinstellung.

Licht:

In Deinem Bild sind die Blütenknospen dunkler als der Hintergrund. Das ist immer etwas "gefährlich". Da muss man sehr aufpassen, dass das Hauptmotiv nicht absäuft - und genau das ist hier passiert. In den Blütenknospen ist zu wenig Licht, dadurch wirken sie trübe und flau.

LÖSUNG:
Bei der Aufnahme die Belichtung auf das Hauptmotiv (Blütenknospen) ausrichten oder das Hauptmotiv zusätzlich aufhellen (Blitz oder Reflektor). Eventuell kann per Bildnachbearbeitung eine kleine Verbesserung erzielt werden, viel ist hier aber nicht drin.

ISO-Wert:

Ja, nun bis Du zwar auf die Blende 8 gekommen, aber der ISO-Wert von 3200 ist schon ein wenig happig für dieses Motiv. Entsprechend stark ist das Rauschen. Und bei einem so hohen Wert geht dann auch die Brillanz flöten.

LÖSUNG:
Insbesondere bei Pflanzenfotografie ist in der Regel ein solch hoher ISO-Wert nicht notwendig. Schließlich sind Pflanzen nicht dämmerungsaktiv und laufen auch nicht hektisch durch die Gegend :-). Man hat also eigentlich genügend Licht zur Verfügung und braucht in der Regel auch keine extrem kurze Belichtungszeit. Und Windbewegungen sollte man entweder aussitzen oder mit kleinen Hilfsmitteln abschwächen. Siehe hierzu den Artikel hier auf Makrotreff

Pflanzenfotografie bei Wind.

Dann sollten längere Belichtungszeiten möglich sein, bei ausreichend geschlossener Blende und ISO-Werten so bis maximal etwa 400 - da liefern die meisten Sensoren noch sehr gute Ergebnisse.

Ist die Gegebenheit so, dass das alles nicht funktioniert: Kamera weglegen, der Pflanze vergnügt beim Blühen zuschauen und wiederkommen, wenn es heller und windruhiger ist :-).

Bildaufteilung:

Du hast einen länglichen Blütenstand fotografiert - eigentlich ein klassisches Hochformat. Wenn Du ihn dennoch ins Querformat setzt, sollte auch hier eine harmonische Platzierung vorgenommen werden. Bei Deinem Bild heißt das: oben etwas wegnehmen, links am Bildrand den angeschnittenen Blütenstand beseitigen. Die von Dir vorgenommene Positionierung des Blütenstands in die linke Bildhälfte passt gut.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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