ja, zur Zeit haben wir aufgrund tiefen Sonnenstands nachmittags häufig gutes Fotolicht. Die Lichtstimmung kommt in Deinem Foto schön zum Vorschein.
Einige Anmerkungen:
Licht:
So schön das Licht ist, so stark ist es dennoch in deinem Bild - ein wenig zu stark. die oberen Bereiche der Fruchtstände sind lichtmäßig nach oben hin ausgefressen. Das liegt daran, dass die Sonne noch etwas zu kräftig war - wobei das Ausfressen des Lichts in diesen frischen, hellgrünen Pflanzenteilen sehr rasch eintritt. Dennoch: Bei noch tieferem Sonnenstand oder bei etwas diffuserer Sonne (leichter Wolkenschleier) wird das Licht weicher - und damit diese Ausreißer "milder".
Schärfe:
Das Foto ist nicht ganz scharf. Du hast die relativ langsame 1/15 Sek. leicht verwackelt. Ich weiß nicht, ob Du die Kamera aufgelegt oder vom Stativ aus gearbeitet hast, aber selbst dann werden bei einer so langsamen Zeit Erschütterungen schnell sichtbar.
LÖSUNG:
Kamera noch mehr stabilisieren. Eventuell zusätzlich den ISO-Wert leicht anheben, hier war noch Luft nach oben.
Hintergrund:
Im Hintergrund sind Licht-Schattenbereiche. Das hat seinen Reiz, ist aber auch sehr "gefährlich", weil dadurch schnell Strukturen und Durchzeichnungen entstehen, die Unruhe ins Bild bringen und (zu) stark vom Hauptmotiv ablenken.
Das ist vor allem bei den hellen, querverlaufenden Linien in der linken Bildhälfte der Fall. Helle Linien stören fast immer mehr als dunkle.
LÖSUNG:
Solche Linien möglichst bereits vor der Aufnahme identifizieren und mechanisch entfernen - es sind meist dünne Ästchen oder helle Halme. Das spart ´ne Menge Zeit bei der Bildnachbearbeitung.
Bildaufteilung/Bildausschnitt:
Die Bildaufteilung bzw. der Bildausschnitt ist subobtimal: Ganz rechts am Rand ist ein Moos-Fruchtkörper angeschnitten - hier ist der "Bildrahmen offen".
unten ist auch ziemlich wenig Platz. Der ganz linke Fruchtstand sitzt überhaupt nicht mehr auf sondern entspringt aus dem Bildrand. Genau dieser Fruchtstand ist aber aufgrund seiner Position und seines Kontrasts zum Hintergrund der auffälligste! Das wirkt etwas unharmonisch.
Gut ist die insgesamt etwas nach rechts orientiere Ausrichtung aller Fruchtstände.
Sonstiges:
Den quer verlaufenden, das Sonnenlicht reflektierenden Spinnfaden im besagten linken Fruchtkörper entfernen.
Rechts unten im Bild befindet sich ein Moosästchen ohne Fruchtkörper, etwas vergammelt, oben eingeschlagen und quer/diagonal verlaufend. Der stört in der Gesamtwirkung des Bildes, weil er eine andere Linienrichtung aufweist und dadurch sehr auffällt.
Bei so etwas sollte sich der Fotograf immer Fragen:
Was bringt es an Mehrwert?
Ist mit solchen Dingen keine gewollte Zusatzinformation gekoppelt, spielen sie keine Rolle und sollten irgendwie aus dem Bild ausgespart werden - zumindest aber nicht störend wirken! Das ist ein wichtiger Grundsatz.
Kommentare
ADMIN
Hallo info@michaelfr...,…
Hallo info@michaelfr...,
ja, zur Zeit haben wir aufgrund tiefen Sonnenstands nachmittags häufig gutes Fotolicht. Die Lichtstimmung kommt in Deinem Foto schön zum Vorschein.
Einige Anmerkungen:
Licht:
So schön das Licht ist, so stark ist es dennoch in deinem Bild - ein wenig zu stark. die oberen Bereiche der Fruchtstände sind lichtmäßig nach oben hin ausgefressen. Das liegt daran, dass die Sonne noch etwas zu kräftig war - wobei das Ausfressen des Lichts in diesen frischen, hellgrünen Pflanzenteilen sehr rasch eintritt. Dennoch: Bei noch tieferem Sonnenstand oder bei etwas diffuserer Sonne (leichter Wolkenschleier) wird das Licht weicher - und damit diese Ausreißer "milder".
Schärfe:
Das Foto ist nicht ganz scharf. Du hast die relativ langsame 1/15 Sek. leicht verwackelt. Ich weiß nicht, ob Du die Kamera aufgelegt oder vom Stativ aus gearbeitet hast, aber selbst dann werden bei einer so langsamen Zeit Erschütterungen schnell sichtbar.
LÖSUNG:
Kamera noch mehr stabilisieren. Eventuell zusätzlich den ISO-Wert leicht anheben, hier war noch Luft nach oben.
Hintergrund:
Im Hintergrund sind Licht-Schattenbereiche. Das hat seinen Reiz, ist aber auch sehr "gefährlich", weil dadurch schnell Strukturen und Durchzeichnungen entstehen, die Unruhe ins Bild bringen und (zu) stark vom Hauptmotiv ablenken.
Das ist vor allem bei den hellen, querverlaufenden Linien in der linken Bildhälfte der Fall. Helle Linien stören fast immer mehr als dunkle.
LÖSUNG:
Solche Linien möglichst bereits vor der Aufnahme identifizieren und mechanisch entfernen - es sind meist dünne Ästchen oder helle Halme. Das spart ´ne Menge Zeit bei der Bildnachbearbeitung.
Bildaufteilung/Bildausschnitt:
Die Bildaufteilung bzw. der Bildausschnitt ist subobtimal: Ganz rechts am Rand ist ein Moos-Fruchtkörper angeschnitten - hier ist der "Bildrahmen offen".
unten ist auch ziemlich wenig Platz. Der ganz linke Fruchtstand sitzt überhaupt nicht mehr auf sondern entspringt aus dem Bildrand. Genau dieser Fruchtstand ist aber aufgrund seiner Position und seines Kontrasts zum Hintergrund der auffälligste! Das wirkt etwas unharmonisch.
Gut ist die insgesamt etwas nach rechts orientiere Ausrichtung aller Fruchtstände.
Sonstiges:
Den quer verlaufenden, das Sonnenlicht reflektierenden Spinnfaden im besagten linken Fruchtkörper entfernen.
Rechts unten im Bild befindet sich ein Moosästchen ohne Fruchtkörper, etwas vergammelt, oben eingeschlagen und quer/diagonal verlaufend. Der stört in der Gesamtwirkung des Bildes, weil er eine andere Linienrichtung aufweist und dadurch sehr auffällt.
Bei so etwas sollte sich der Fotograf immer Fragen:
Ist mit solchen Dingen keine gewollte Zusatzinformation gekoppelt, spielen sie keine Rolle und sollten irgendwie aus dem Bild ausgespart werden - zumindest aber nicht störend wirken! Das ist ein wichtiger Grundsatz.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Lieber Roland,…
Lieber Roland,
lieben Dank für deine Sichtweise und Hilfe...
Ja, die Kamera war aufgestützt, aber nicht auf Stativ und mit höherem Iso Wert hätte ich vielleicht mehr Schärfe drin.
Und die Sonne satt etwas sehr verführerisches wie gefährliches, ja...
Ich versuche es wieder.
Auch Dir weiterhin, gute Fotos
Michael
ADMIN
Hallo Michael,…
Hallo Michael,
danke für die lieben Wünsche!
Gruß,
Roland
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