Hallo zusammen,
als ich die Hyazinthe fotografierte, sah ich ein Insekt zwischen den Blüten liegen. Da es sich nicht rührte, hielt ich es für tot. Erst später merkte ich, dass es lediglich in Kältestarre verfallen war, denn es ist noch recht frisch in meiner Gegend. Kann mir jemand sagen, was sich da in der Pflanze zu erholen versuchte?
Es dankt
Mainecoon
Kommentare
ADMIN
Hallo Mainecoon, das ist…
Hallo Mainecoon,
das ist eine kleine Wildbiene, die völlig durchnässt versucht, aus der Blüte zu klimmen. Entweder hat die Hyazinthe draußen gestanden und einen ordentlichen Gewitterguss abgekommen (wovon ich ausgehe), oder aber Du hast sie innerhalb Deiner Gefilde kurz vorher tüchtig gegossen. Wie dem auch sei, die Wildbiene (wahrscheinlich eine Andrena sp. oder eine Lasioglossum sp.) jedenfalls hat eine fette Dusche abbekommen.
Wichtig ist nun, dass sie nicht auskühlt. Dann kann sie abtrocknen, und – sobald es wieder wärmer wird – ihren Flug in die große weite Welt fortsetzen...
Lieber Gruß,
Roland
Makronist
Lieber Roland, danke für…
Lieber Roland,
danke für deine Aufklärung! Damit keine falsche Sicht aufkommt: Die Biene ist draußen nass geworden. Soll ich sie reinholen?
Es grüßt
Mainecoon
ADMIN
Hallo Mainecoon, dachte ich…
Hallo Mainecoon,
dachte ich mir, dass mit draußen :-).
Nein, wenn Du die Biene jetzt reinholst, ist es zu warm. Diesen schroffen Temperaturwechsel mag sie nicht. Die Frage ist ohnehin, ob sie noch irgendwo auf der Hyazinthe sitzt. Am besten, Du belässt sie dort. Sollte es morgen trocken bleiben, hat sie gute Chancen.
Diese ersten warmen Tage sind für viele Frühinsekten ziemlich gefährlich. Insbesondere bei wärmenden Sonnenstrahlen erscheinen/schlüpfen sie und müssen dann mit plötzlichen Regen- und Kälteeinbrüchen klarkommen. Aber "gesunde" Populationen sind darauf eingestellt und können hierdurch verursachte Verluste wieder ausgleichen. Dieses Prinzip hat sich über Jahrmillionen bewährt – ganz im Gegensatz beispielsweise zu Glyphosat-, Neonik- oder sonstigen Giftduschen in der freien Landschaft.
Sorry, diesen kleinen Schlenker konnte ich mir nicht verkneifen. Aber ich höre schon wieder auf...
Lieber Gruß,
Roland
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