meine ersten Versuche in der Vintage Makrofotografie mit einem ca. 50 Jahre alten Yashica 50mm F:1,7 Objektiv an meiner Nikon D750, 1/1600sec F:1,7
meine ersten Versuche in der Vintage Makrofotografie mit einem ca. 50 Jahre alten Yashica 50mm F:1,7 Objektiv an meiner Nikon D750, 1/1600sec F:1,7
Kommentare
ADMIN
Hallo juergenb, Dein Foto…
Hallo juergenb,
Dein Foto nimmt mich mit auf die Bodenhöhe, direkt zu den Winterlingen. Das ist die wunderbare Wirkung der tiefen Aufnahmeperspektive.
Gehen wir in die Details:
Belichtung
Die gelben Blüten sowie Teile der grünen Winterling-Laubblätter sind sehr hell – genauer gesagt etwas zu hell.
Du hast bei direkter Sonneneinstrahlung fotografiert. Auch so früh im Frühjahr können die Sonnenstrahlen bereits sehr hart sein (insbesondere bei klarem, blauem Himmel), was zu stärkeren Reflexionen und partiellen Überbelichtungen führen kann. Insbesondere die Farbe Gelb ist hier sehr "empfindlich"; sie neigt schnell zu Licht-Ausreißern.
LÖSUNG:
Ich spreche zwei Lösungen an:
Entweder leicht unterbelichten, sodass die Belichtung recht konsequent auf die hellen Blüten abgestimmt ist. Das führt zu einer intensiveren Leuchtkraft und zu einer höheren Brillanz im Bild. Insbesondere bei der Verwendung lichtstarker Vintage-Objektive mit Offenblende ist dies oft ratsam, weil viele dieser Objektive – so auch das Yashica 1.7/50mm – im Vergleich zu modernen Objektiven ohnehin zu leicht diffusen/flauen Bildergebnissen tendieren; das ist "normal" bei vielen dieser Objektive und auch weiter nicht schlimm. Man muss es nur wissen und die Optik entsprechend einsetzen.
Die zweite Möglichkeit liegt darin, die gelben Hauptmotivblüten im Schatten zu fotografieren. Damit fällt der Aspekt der starken Bestrahlung vor allem der Farbe Gelb weg, und die Feinheiten der Blütenblätter kommen mehr zum Vorschein. Wenn dann im Bokeh noch ein paar Sonnenstrahlen vorhanden sind, geht die Mal-Post richtig ab. Und damit sind wir beim
Bokeh
Der größte Teil des Bokehs im Bild ist dunkel bzw. schwarz. Einige wenige helle, teils farbliche Reflexkreise sind vorhanden.
Relativ ähnlich hätte auch ein modernes Objektiv abgebildet. Man darf nicht vergessen, dass auch unsere aktuellen Hochleistungsobjektive bei Offenblende feine Bokehkreise zeichnen können. Und wenn die Kreise eines alten Objektivs nicht eine ausgeprägte, individuelle Erscheinung darstellen (wie beispielsweise diejenigen des Trioplans 2.8/100mm, wenn´s die "richtige" Version ist), dann ähneln sie schnell mal denjenigen moderner Objektive. Sind im Bild keine weiteren "Vintage-Merkmale" vorhanden, ist man an dem Punkt, an dem die Abwägung berechtigt ist, gegebenenfalls doch besser eine moderne Optik für das Motiv zu verwenden; die sind in der Regel hinsichtlich der Abbildung des Hauptmotivs deutlich im Vorteil.
Fazit: Das Foto oben ist diesbezüglich ein Grenzfall. Wenige Merkmale zeigen den Einsatz eines Vintage-Objektivs. Eine Reduktion der Belichtung würde die Brillanz des Fotos anheben.
Sehr gut gelungen ist die Ausrichtung der Kamera zu den beiden Hauptmotiv-Krokusblüten; beide befinden sich in der schmalen Schärfeebene der Blende 1.7.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland
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