Trioplan 2.8/7,5cm – Moos mit Eistropfen
Hier das gleiche Motiv (Moos mit Eistropfen), wie ich es mit einem modernen Objektiv gemacht und in die Makrofoto-Galerie eingestellt habe, als Vintage-Makro-Interpretation.
Hier das gleiche Motiv (Moos mit Eistropfen), wie ich es mit einem modernen Objektiv gemacht und in die Makrofoto-Galerie eingestellt habe, als Vintage-Makro-Interpretation.
Wir befinden uns in der zweiten Winterhälfte. Die ersten kleinen Vorboten des nahenden Frühjahrs sind bereits sichtbar. Dennoch ist dies die Zeit, in der sich bei vielen Makronisten eine Art Winter-Makro-Blues breitmacht. Alles scheint grau, dunkel, trostlos zu sein. Die Sehnsucht nach Farben des Frühjahrs wird unerträglich :-).
So motivlos ist diese Jahreszeit aber nicht. Im Gegenteil: Insbesondere für detailzentrierte Makronisten offenbaren sich viele kleine Motive, die nicht nur einen Kompromiss darstellen, sondern super schöne Makromotive sind.
Hallo,
beinahe wäre ich in die Falle getappt und hätte das Bild "Moosblüte" getauft. Mein Problem: In den letzten Jahren großes Interesse an Biologie, aber leider vollkommen fehlendes Basiswissen. Zum Glück habe ich gegooglet und festgestellt: Moose blühen gar nicht! Auf einer BUND-Seite habe ich gelesen:
Kleiner Ausschnitt (ca. 5mm²) aus dem Oberpfälzer Waldboden.
Manche Moos-Arten fluoreszieren wie verrückt, andere (vgl. HG) deutlich schwächer. Nach Aussage meiner Biologin sieht man bei dieser Art ausgeprägte Zentral-Vakuolen, das sind die scheinbaren schwarzen Löcher in der Mitte der Zellen. Diese sind im wesentlichen nur mit Wasser gefüllt, und fluoreszieren deshalb gar nicht.
Planzen können aufgrund der Vakuolen sehr viel schneller wachsen als Tiere, und die Zellen sind in der Regel auch deutlich größer.
Die Vergrößerung ist hier lediglich ABM 6.25:1, d.h. die Bilddiagonale ist ca. 6mm (also gar nicht mikroskopisch)!
In (fast) jedem Biologie-Schulbuch ist beschrieben: Man zerreibe grüne Blätter (mit etwas Kalkzugabe), extrahiere das Chlorophyll mit Aceton, filtriere in einen Erlenmeyer-Kolben, und beleuchte mit einer UV-Lampe. Siehe da: Chlorophyll fluoresziert rot.
Wozu dieser Aufwand? Die Fluoreszenz von Chlorophyll kann man mit dem bloßen Auge bei Moos-Sporophyten beobachten! (Ebenso bei Beleuchtung von Blattunterseiten vieler Pflanzen...)
ABM 5:1
Bild 2: Reguläre Beleuchtung, identischer Weißabgleich.
Leicht beschnitten, etwas am Kontrast und der Helligkeit gezogen. Offenblende 1.2 bei bewölktem Himmel
Diese kleinen Flechtengesellschaften haun mich echt vom Hocker. Die fliegen auch nicht weg und schwanken nicht so sehr im Wind und die Kamera auf den Ast gestützt und den Fotografen quer darüber gehängt, geht das irgendwie. Weshalb wachsen die üppigsten meist auf Holunder?
Rotes Luch, östlich von Berlin
kamerainterner stack, kein Beschnitt
Halbstarke, hängen in dunklen Ecken rum und strecken uns die Zunge raus.
Für Gabi, die gestern ähnlich drauf war wie ich *lach*