Pilzgruppe auf Totholz im Herbstwald. Aufnahme erfolgte Ende Oktober gegen 16 Uhr.
Canon EOS 60D, Canon EF 100/2.8, 1/40 s, F/4, ISO 200, kein Blitz, ca. 5% Crop
Pilzgruppe auf Totholz im Herbstwald. Aufnahme erfolgte Ende Oktober gegen 16 Uhr.
Canon EOS 60D, Canon EF 100/2.8, 1/40 s, F/4, ISO 200, kein Blitz, ca. 5% Crop
Kommentare
ADMIN
Hallo Thomas Maier,…
Hallo Thomas Maier,
herzlich willkommen bei Makrotreff!
Ein schönes, helles, freundliches Bild, Deine "Pilzgruppe im Herbstwald"! Obwohl die Hintergrundfarbe vor allem in der linken Bildhälfte etwas ungewöhnlich für das Farbenspiel in einem Herbstwald ist. Woher kommt dieses Creme- bis Champagne-Weiß?
Drei Dinge fallen insbesondere auf:
Schärfe:
Du hast mit der Entscheidung, Blende 4 einzusetzen, gleichzeitig festgelegt, dass Du sehr wenig Tiefenschärfe hast. Das spiegelt sich darin wieder, dass nur der vorderste Pilzhut, und der noch nicht einmal ganz, scharf ist. Das ist etwas wenig. Das Betrachterauge findet ihn zwar zügig, aber eiert dann doch noch ein wenig suchend umher so nach dem Mott: "Ist das alles an Schärfe?".
Bei solchen Motiven ist es immer sehr wünschenswert - aber auch oft nicht einfach umzusetzen - mehrere Pilzhüte in eine Reihe zu "positionieren", die dann auch alle die Schärfe abbekommen. Von der Perspektive aus, von der Du das Foto gemacht hast, ist dies nicht möglich. Allerdings hätte wahrscheinlich auch Blende 11 nicht ausgereicht, den vorderen und noch einige dahinter liegende Pilzhüte scharf abzubilden. Dafür ist deren Abstand zueinander zu groß bzw. die Schärfenebene selbst bei Blende 11 zu gering. Aber ein Versuch wäre es wert gewesen ...
Wie dem auch sei, hier auf dem Bild ist zu wenig scharf. Das wäre nur dann akzeptabel, wenn aus irgendeinem Umstand heraus der Fokus noch mehr auf diesen einen, vorderen Pilzhut gelenkt würde - beispielsweise durch einen Lichtspot oder ähnliches. Dies ist aber nicht der Fall, die Pilze sind sowohl farblich als auch von Seiten des Lichts sehr homogen. Außerdem wäre es dann ein völlig anders Bild.
LÖSUNG:
Durch Perspektivenwechsel mehrere Pilze in eine Linie setzen. Geht das nicht, die Entfernung zum Motiv deutlich verringern, damit den Abbildungsmaßstab vergrößern, sodass der einzig scharf abgebildete Pilz mehr Bildanteil erhält - und dann die Blende mehr schließen, unter Umständen ISO-Wert entsprechend hochsetzen. Da ist noch Luft. Und der Hintergrund ist so homogen, dass hier auch keine zu große Beunruhigung durch Konturenzunahme zu erwarten ist.
Bildaufteilung:
Im großen und ganzen ist die Bildaufteilung ansprechend. Allerdings würde das Foto aufgewertet, wenn der Teil zwischen Holzende und Bildrand unten links abgeschnitten (liefert keine Aussage außer "hell"), dafür aber rechts mehr Holz und Moos aufs Bild kommen würde. Damit würde auch die Pilzgruppe insgesamt weiter nach links rücken. Die Spannung des Fotos würde gegenüber der Mitten-Positionierung des Hauptmotivs erhöht.
Kontraste:
Das gesamte Foto ist zwar recht kontrastarm, aber infolge des ruhigen, "blitzlosen" Lichts wirkt es schön homogen - das gefällt mir an sich gut. Dennoch wirkt es ein wenig flau.
LÖSUNG:
Per Bildnachbearbeitung die Kontraste etwas anheben.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
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