Hallo
Die grossen Facettenaugen der Hornisse neigen dazu, an irgend einer Stelle, das Licht sehr stark zu reflektieren.
Entsprechen muss bei der Beleuchtung die Helligkeit auf diese Stellen angepasst werden,
dadurch wird aber der Rest der Hornisse ebenfalls dunkler.
Eine bessere, sanftere Lichtverteilung erhält man, wenn der Diffusor möglichst gross ist.
Das Rodenstock APO Rodagon 1:2.8, f = 50mm (in Retro) besitzt bei 2:1 einen freien Arbeitsabstand von etwa 60mm, dabei ist die Lichtverteilung auf den Facettenaugen sehr unterschiedlich.
Bei Verwendung des Rodenstock Rodagon 1:5.6, f = 150mm (in Retro) erhöht sich diese auf 200mm,
dadurch kann der Diffusor um einiges grösser sein und die Lichtverteilung, auch im Facettenauge ist gleichmässiger.
Der freie Arbeitsabstand ist beim 150mm Rodagon auch so hoch, weil es ein echtes Langbrennweiten-Objektiv ist und kein Teleobjektiv.
Kurt
Kamera: NIKON D810
Objektiv: Rodenstock Rodagon 1:5.6, f = 150mm
Belichtungszeit: Blitz
Blende: 5.6
ISO: 64, ETTR
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnitt: 0, 0
Abbildungsmassstab: 2:1
sonstiges: Stack aus ca. 150 Bildern im Abstand von 0.05mm
Kommentare
Hallo Kurt,…
Hallo Kurt,
rein technisch und vom Licht mit dem Diffusor sieht deine Aufnahme einwandfrei aus und alles ist durchgängig scharf geworden. Bei dem Hintergrund meine ich er ist so schwarz gewollt, also Künstlerisch Schwarz.
Eine Frage, hat die Hornisse gelebt da du 150 Einzelaufnahmen von ihr machen konntest, das ist ja schon eine ganze Menge und wie lange hat das gedauert?
Und was ist ein Langbrennweiten-Objektiv und kein Teleobjektiv? Was ist dabei der Unterschied? (Ein Teleobjektiv hat doch auch eine lange Brennweite, deshalb heißt es ja Tele..)
Liebe Grüße,
Christine
Hallo Christine…
Hallo Christine
Letzten Herbst gab es bei uns viel Hornissen die sich bekämpften, vermutlich aus unterschiedlichen Nestern.
So hatte ich genügend totes "Material" zum fotografieren.
Die Bauweise eines Teleobjektivs ist eine verkürzte Bauweise, deshalb der Zusatz "Tele".
Dies wird durch eine Linsengruppe erreicht, die auch im Teleconverter vorhanden ist.
Nicht nur das Objektiv, sondern auch der freie Arbeitsabstand, ist bei der Teleobjektivbauweise etwas kürzer.
Kurt
Hallo Kurt,…
Hallo Kurt,
das ist wirklich sehr traurig wenn sich die Hornissen gegenseitig so bekämpfen. Ich hatte ja auch wo ich wohne schon öfter mal ein paar tote gefunden. Die haben in einem Meisen Nistkasten gewohnt der hoch an der Hauswand hing und lagen dann immer direkt 3 Meter untendrunter auf dem Boden und das tut einem dann wirklich im Herzen sehr weh wenn man die so findet.
Danke für die Info und auch für die Info zu der Linse.
Liebe Grüße
Christine
ADMIN
Hallo Kurt,…
Hallo Kurt,
zwar schon lange registriert, aber die erste Bildeinstellung. Deshalb
herzlich willkommen bei Makrotreff!
Der Stack ist technisch weitestgehend sauber umgesetzt. Die Details der Hornisse sind sehr schön zu sehen.
Insgesamt ist das Licht so diffus, dass das Foto fast ein wenig trübe wirkt. (Störende) Reflexe jedoch hast du vollständig vermeiden können.
Es stellt sich die Frage, ob eine solche absolute Reflexfreiheit tatsächlich von Vorteil ist, ob nicht ein paar "sanfte" Reflexe an den richtigen Stellen dem Motiv mehr Leben einhauchen. Aber dies ist sicherlich Ansichtssache.
Was ist mit der Hornisse selbst los? Sie sitzt in kauernder Haltung. Warum? So sitzen sie meist nicht draußen "in freier Wildbahn"?
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland…
Hallo Roland
Im täglichen Leben wird man oft geblendet.
Bei Bildern mag ich das nicht, denn es lässt sich vermeiden,
ebenfalls bin ich etwas konservativ und mag eher poppige Bilder nicht.
Die Zurückhaltung ist so von mir gewollt
und wie du vermutest Ansichtsache.
Tote Insekten lasse ich in ihrer natürlichen Stellung,
ich will nicht den Anschein erwecken, als ob sie lebend ist,
das Zurechtrücken in eine eventuell falsche Stellung, fände ich peinlich.
Kurt
ADMIN
Hallo Kurt,…
Hallo Kurt,
vielen Dank für die Erläuterungen.
Ich hatte vermutet, dass die Hornisse tot ist, man sieht es an den Augen. Aber ich will nicht einfach etwas unterstellen.
Hilfreich wäre, dies von vornherein anzugeben. Denn will man sich ein Bild von einem Foto machen, gehört neben den technischen Parametern auch der wiedergegebene Bildinhalt, also die Aussage, dazu. Und bei Lebewesen ist es durchaus sinnvoll zu wissen, ob sie in lebendem oder totem Zustand gezeigt werden.
Alles andere von Dir Beschriebene kann ich sehr gut nachvollziehen.
Liebe Grüße,
Roland
Hallo Christine,…
Hallo Christine,
du brauchst nicht traurig sein, eine Wespe oder Hornisse hat nur eine 4 - 6 wöchige Lebensdauer, es ist also ganz normal, dass du tote Tiere unter den Nestern findest. Revierkämpfe die tödlich enden gibt es allerdings auch oft, wenn Nester zu nahe beieinander liegen, muss aber nicht sein. Manchmal vertragen sich die Völker.
Kurt sehr schönes Foto, aber man sieht, dass das Tier nicht mehr lebt.
Grüße
Karin
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