Hallo Roland, hallo Makrofreunde,
Auf dem grünen Plateau im Nordwesten von Lanzarote sind im Frühling viele summende Insekten unterwegs. Eine besonders plüschige Wildbiene ließ mich bei einer Ruhepause ziemlich nah mit der Kamera heran.
Probleme hatte ich anschließend bei der Bestimmung. Sogar die mir bekannten Spezialisten waren sich nicht hundertprozentig sicher. Was ich herausgefunden habe: Es ist relativ sicher eine Megachile (chalicodoma) sicula-balearica, die auch auf den Kanarischen Inseln vorkommen soll und angeblich in unmittelbarer Nähe meines Fundorts fotografiert wurde. Was meinst Du, Roland, könnte das sein?
Zum Foto: Es ist ein kleiner manueller Stack aus 2 Bildern, eines mit scharfem Flügel und eins mit scharfen Augen. ;-)
Liebe Grüße
Erika
Kommentare
ADMIN
Hallo Erika,…
Hallo Erika,
es ist möglich, dass es sich bei Deiner "plüschigen Wildbiene" um eine Blattschneiderbiene (Megachile sp.) handelt. Sicher kann ich dies jedoch nicht sagen, dazu müsste ich einen sehr genauen Blick auf die Tergiten, also auf die Hinterleibsbinden, werfen können. Und ob es sich dann um die südeuropäische Megachile (chalicodoma) sicula-balearica handeln würde? Keine Ahnung. Für ausschließliche Südeuropäer bin ich kein Fachmensch. Es wird ein Geheimnis bleiben...
Es ist wieder ein interessanter Stack, bestehend aus zwei Einzelbildern.
Du hast Recht, die Schärfe liegt auf den Flügeln und auf dem Auge. Allerdings ist es aus dieser Perspektive in Verbindung mit dem von Dir gewählten Abbildungsmaßstab wünschenswert, wenn die obere Körperkante der Biene (Brust und Kopf) ebenfalls scharf ist. Sie stellt eine Kontrastkante dar, und eine behaarte noch dazu. Zusätzlich ist sie auch noch farblich sehr attraktiv – und hell! Alles zusammen trägt dazu bei, dass das Auge des Betrachters ganz schnell zu ihr "wandert" – um dann festzustellen, dass die tollen Haare dort nirgends scharf sind.
Klar, das darf nicht auf Kosten der Schärfe des Auges gehen. Und dass die Flügel ebenfalls in der Schärfe liegen, ist auch in Ordnung.
Aber schaue Dir das Bild mal ganz genau an. Du hast einiges an Schärfe im Vordergrund "vergäudet". Die vordere Schärfeebene der beiden Fotos beginnt bereits vor der Biene. Dort sind "Luft"-Bereiche scharf, die gar nicht scharf sein müssten. Hättest Du bei gleicher Blende und ebenfalls nur zwei Fotos die Schärfeebenen etwas weiter nach hinten verlegt, wären Flügel und Auge inklusive der oben beschriebenen Kontrastkante erfasst worden – und damit scharf.
Was bleibt: ein Foto von einer relativ frisch geschlüpften, wunderschönen Wildbiene, die klasse ins Bild gesetzt ist.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland,…
Hallo Roland,
es macht mir, besonders auf Lanzarote, sehr viel Spaß, die Motive genau zu bestimmen. Aber übertreiben möchte ich es damit auch nicht, denn das hieße, das Tier töten und sezieren. Klar, ich könnte mich eventuell unsterblich machen, wenn ich eine neue Art finden würde. ;-) Aber noch schöner finde ich es, die Tiere möglichst ungestört in der Natur zu beobachten. Also bleibt bei dieser niedlichen Biene die exakte Art ein Geheimnis.
Dein Ratschlag, die Schärfeebene etwas weiter nach hinten zu verlegen, ist super! Die Haarkante oben scharf - das wäre ein DEUTLICH schöneres Bild geworden! Vielen Dank für den Tipp!!!
Liebe Grüße
Erika
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