... diese alte Fotografenregel habe ich versucht, bei dieser kleinen Winkerkrabbe umzusetzen. Mit dem Raynox DCR-250 vor dem Telezoom kam ich nahe genug ran.
... diese alte Fotografenregel habe ich versucht, bei dieser kleinen Winkerkrabbe umzusetzen. Mit dem Raynox DCR-250 vor dem Telezoom kam ich nahe genug ran.
Kommentare
Hallo Bernhard,…
Hallo Bernhard,
das sieht ja wirklich ganz klasse aus, das gefällt mir sehr gut.
Den oberen rechten großen Blendenfleck und den helleren noch rechts am Rand fast in der höhe der Bildmitte würde ich noch wegstempeln, sonst passt alles.
Und die Augen hast du hier mit der Raynox Linse wunderbar herausgearbeitet!
Ein sehr schönes Bild!
Liebe Grüße,
Christine :-)
Hallo Christine, ich habe…
Hallo Christine, ich habe jetzt deine Anregung umgesetzt und etwas nachgebessert. Sieht jetzt wirklich besser aus. Die unscharfen Bereiche habe ich zusätzlich auch noch etwas entrauscht.
Viele Grüße
Bernhard
Hallo Bernhard,…
Hallo Bernhard,
oh ja das sieht echt klasse aus, es gefällt mir wirklich sehr.
Ich habe ja auch diese Raynox Linse und das ist schon ganz toll was man damit alles machen kann.
Liebe Grüße
Christine :-)
ADMIN
Hallo Bernhard,…
Hallo Bernhard,
das sind schon krasse Gestalten, diese Winkerkrabben.
Über das oben Gesagte hinausgehend möchte ich insbesondere eine Sache ansprechen, und zwar den von Dir angesprochenen Grundsatz die Schärfe immer auf die Augen.
Dieser Grundsatz hat natürlich einen sehr wahren Hintergrund. Aber er gilt nicht alleine nur für sich. Gerade bei solchen "Augen-Konstrukten" wie die der Winkerkrabbe kommt noch ein anderer, sehr wichtiger Aspekt hinzu:
Die Perspektive
Du hast die Krabbe schräg von der Seite/von oben fotografiert. Das bedingt, dass hinter diesen "Stielaugen" der Körper der Krabbe selbst ist. In Verbindung mit der 75mm-Einstellung Deines Zooms und der Blende 6.3 wird dieser (stark strukturierte und stark kontrastierende) Körper der Krabbe ziemlich scharf abgebildet.
Klar, damit wird "ersichtlich", zu wem diese Hammeraugen gehören, aber es kommt gleichzeitig auch eine Menge Unruhe ins Bild. Und die Augen heben sich nicht sehr deutlich vor diesem unruhigen Hintergrund ab. Dies ist umso ungünstiger, je kleiner die Schärfezone ist, also im vorliegenden Fall, je weniger Bildfläche die scharfen Augen einnehmen. Die Schärfe liegt zwar voll auf Ihnen – aber bedingt durch die Perspektive tatsächlich nur auf den Augenkugeln, noch nicht mal mehr auf den Augenstielen.
Ein solcher Körperbau ist fast prädestiniert für die Wahl einer anderen Perspektive: nämlich von ganz flach unten, so tief es geht. Also entweder gleiche Höhe wie die Augen oder sogar noch tiefer. Dabei ist es das Ziel, viel Raum hinter die hoch nach oben rausstehenden Augen zu bekommen, sodass sich die Augen mit einer schmalen Schärfeebene wunderbar freistellen lassen. Idealerweise wäre dann auch noch die Gesichtsmaske der Krabbe scharf. Und über den Abbildungsmaßstab kann der Makronist entscheiden, wie viel er vom restlichen Körper der Krabbe scharf oder unscharf zeigen will (beispielsweise die stark ausgeprägte Winkerschere).
Vom gewählten Abbildungsmaßstab hängt es auch ab, welche Blende der Makronist am besten wählt. Je geringer der ABM ist, desto weiter sollte die Blende geöffnet werden, damit eine schmale, aber dennoch ausreichende Schärfeebene tatsächlich nur die auffälligen (Stiel-)augen erfasst, gegebenenfalls auch die Gesichtsmaske. Je größer der Abbildungsmaßstab, desto mehr muss dann die Blende geschlossen bleiben.
Und hier gilt natürlich auch (da hast Du vollkommen Recht):
Die Schärfe immer auf die Augen!
Klar, heraus kommt dabei ein völlig anderes Bild. Entscheidend ist die Frage, was der Makronist vordergründig festhalten und damit auch zeigen will. Und wenn es tatsächlich um die markanten Stielaugen und in zweiter Linie den Krabbenkörper geht (das ist die alleinige Aussage oben in Deinem Bild), dann würde beides wahrscheinlich bei der Variante mit der tiefen Perspektive besser zur Geltung kommen.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Neuen Kommentar hinzufügen