Hallo Roland,
Diesen kleinen Feuerfalter habe ich diesmal mit der 180er Linse aufgenommen. Das Foto war bei meinen ersten Tests der Linse vor ein paar Tagen. Ich habe mir jetzt doch schon das 180er Canon zugelegt, konnte es nicht lassen und nutze es jetzt aber ohne Stativ. Wenn man sich gut abstützt und mit der Stativschelle lässt sich das bis jetzt ganz gut Händeln.
Die hohe Iso war weil ich kein Blitz verwendet habe. Ich habe mal beim M Modus die Auto Iso mit eingestellt zu der Blende und der Verschlusszeit, weil das Canon keinen Bildstabbi hat wie das 100er, da bin ich bei der Verschlusszeit mal lieber etwas kürzer dran.
Die Sonne kam von der Seite und hat dem Falter auf den Rücken gescheint, ich denke er hat die strahlen genossen. Durch die 180er Linse musste ich nicht ganz so nah ran und ich habe den Eindruck das ich dadurch auch mehr Licht zu Verfügung hatte.
Das Foto habe ich etwas beschnitten, da unterhalb rechts und besonders Links etwas zu hell belichtet war, aber es war nichts ausgefressen, sondern wegen der Sonneneinstrahlung. Es war aber schon Abend. Das der eine Fühler etwas unscharf ist das stört mich ein wenig, aber besser habe ich es leider nicht hinbekommen.
Liebe Grüße Christine
Canon Eos 80D
Freihand und ohne Blitz
Kommentare
ADMIN
Hallo Christine,…
Hallo Christine,
jawohl, der Kleine Feuerfalter, und zwar in einer tollen Position auf einer seiner typischen Futterpflanzen, der Gemeinen Schafgarbe.
Ausschnitt und Bildkomposition sind sehr ansprechend. Auch das Licht hat eine tolle Wirkung. Mehr zu sagen gibt´s bei der
Schärfe:
Deine Überlegungen zum Einsatz des 180er Makros sind alle zutreffend und richtig. Auch die Abwägung, diese etwas schwerere Linse mit ihrer etwas größeren Telewirkung freihändig einzusetzen, hat ihre Berechtigung. Das ist durchaus möglich und insbesondere Übungssache. Da bist Du sicherlich auf dem richtigen Weg, wenn Du nicht sofort die Flinte ins Korn schmeißt, sondern beispielsweise Versuche unternimmst, Dich während der Aufnahme zu stabilisieren (was sicherlich manchmal super ausschaut - so für Dritte :-)). Wenn Du das weiterhin so machst und gleichzeitig die Möglichkeiten von leicht erhöhten ISO-Werten bei den heutigen modernen Sensoren intelligent ausreizt, wirst Du weit kommen...
Dennoch liegt hier bei dieser an sich wunderschönen Aufnahme ein Schärfeproblem vor. Das Problem ist nicht der von Dir angesprochene Fühler; beide Fühler zusammen können so gut wie nie scharf sein (außer beim Focus Stacking - siehe hierzu meine Anmerkungen weiter unten). Das Problem ist: Der Falter selbst ist nicht scharf. Und diese leichte Unschärfe setzt sich aus zweit verschiedenen Komponenten zusammen:
Ersteres ist, wie oben angesprochen, eine Frage der Übung. Kameraseitig hast Du fast alles richtig gemacht. In so einer Situation – wenn also der ISO-Wert schon ausgereizt ist – ist es häufig sinnvoll, die Blende leicht zu öffnen. Eine Öffnung von 1/3 bis 2/3 Stufen auf 7.1 bzw. 6.3 hätte Dich nur wenig Schärfentiefe gekostet, allerdings die Verschlusszeit auf ca. 1/1100 bis 1/1400 Sek. verkürzt – und das ist ´ne Menge Holz! Der Unterschied zu der 1/800 Sek. wäre enorm, und könnte genau den Unterschied zum Nicht-Verwackeln ausmachen.
Wenn der Falter in so einer Situation ruhig hält, würde ich immer zusätzlich solche Szenarien durchspielen - und nachher schauen, was es gebracht hat. Das der Falter nicht von vorne bis hinten scharf wird, ist klar und auch nicht gewollt. Hier wird Focus Stacking oft übertrieben eingesetzt. Das Spiel mit den Unschärfen darf/soll/muss weiterhin sein. Diese tolle Gestaltungsmöglichkeit sollte man nicht aus der Hand geben, nur weil es eine neue Technik gibt. Focus Stacking ist ein tolle Sache – wenn man sie differenziert und intelligent einsetzt.
Aber beim Falter in Deinem Bild spielen die Unschärfen im sonnenbeschienenen Flügel eine gestalterische Rolle - und dürfen sein. Nun müsste man sich eben anschauen, ob wirklich noch genügend Schärfentiefe übrig bleibt, wenn man die Blende um diese ein bis zwei Drittelstufen öffnet. Entscheidend ist: Der Kopf und das Auge müssen scharf sein! Und wenn die gestochen scharf sind, wirken auch die Unschärfen (daneben) toll. Und "gestochene Schärfe" ist bei dem 180er Makro von Canon möglich, auch bei ISO 1000! Das ist oben im Foto lange noch nicht ausgereizt.
Tja, und das Problem mit dem genauen Festlegen des Schärfepunktes auf das Auge, das besteht generell bei der Makrofotografie. Und auch das ist Übung. Also bist Du auch hier auf dem richtigen Weg.
Noch ein Satz zur Bild-Nachbearbeitung:
Ich würde die Spitzlichter etwas runterziehen und etwas mehr Kontraste zufügen. Dann wird das Foto brillanter.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland,…
Hallo Roland,
Ja Dankeschön ich verstehe. Ich werde das mal alles austesten. Du hast recht ich habe bei der RAW Datei gerade nochmal nachgesehen, der Schärfepunkt ist etwas verrutscht, aber nur ganz leicht nicht viel, das Auge ist noch zur hälfte etwa im Roten Feld wo es mir das immer im Programm und an der Kamera anzeigt, sonst hätte ich das Foto gleich gelöscht.
Das Problem war, ich zittere manchmal ganz leicht wenn es etwas unbequem ist und der Falter war nicht besonders ruhig, er ist ein Paarmal weg geflogen und hat die Blüte gewechselt und danach gleich wieder. Es war alles ein wenig unruhig. Aber natürlich keine Entschuldigung, natürlich liegt es an mir, aufs Auge versuche ich natürlich immer scharf zu stellen.
Ja ich denke das es Übungssache ist. Mit dem Fokus Stacking ich weis das es oft gemacht wird. Ich selber habe das noch nicht versucht und bin auch nicht so begeistert. Auch wenn es dann vielleicht schärfer ist, aber irgendwie ist mir das etwas zu künstlich, das ist meine Meinung. Außerdem muss man ja sehr viele Fotos machen, die müssen stillhalten und die Kameras haben ja auch immer nur eine bestimmte Anzahl an Fotos bzw. Lebensdauer und das verkürzt man ja auch damit. Ich drücke sowieso immer erst ab, wenn ich meine das es etwas werden könnte und spare mir so die unnötigen Auslösungen die eh in den Papierkorb wandern.
Ich werde das mal bei Gelegenheit nochmal richtig alles testen, wie weit ich mit der Blende bei vergleichbarer Situation noch runter gehen kann. Bei der Iso gehe ich maximal bis 1600, mehr denke ich wird da Rauschen, zumindest bei der 7D Mark II, da habe ich das schon getestet, da ist 1600 bei Makros eigentlich schon zuviel. Bei der 80D habe ich noch nicht höher getestet als 1600, werde ich aber mal tun. Das Wetter ist dieses Wochenende sowieso nicht besonders gut, da muss ich sowieso höher gehen. Auch wenn es jetzt Herbstlicher draußen wird und auch etwas dunkler, muss ich sowieso wohl oder übel eine offenere Blende nehmen, dann muss ich mir das wohl bald angewöhnen. Ich Danke dir sehr.
Lieben Gruß
Christine
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