Plattbauchschlupf

Hallo Roland, hallo Makrofreunde,

gestern machte ich einen Ausflug zu einem kleinen Tümpel, der (wahrscheinlich wegen zu großer Nässe) vom Acker zum Naturschutzgebiet wurde. Dort flogen mir einige frische Plattbäuche vom Wasser aus entgegen. Einen konnte ich noch erwischen, kurz bevor er die Flügel ausbreitete und ebenfalls davonflog. Ob man das Bild bei so viel störendem "Gemüse" noch durchgehen lassen kann weiß ich nicht, aber die Situation ist vielleicht zeigenswert?

Liebe Grüße

Erika

Stack aus 7 Bilder, minimaler Beschnitt, abgeschirmt (vor Wind und Sonne) mit einem weißen Schirm

Kommentare

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ADMIN

Hallo Erika,

ein tolles Foto, und insbesondere durch die zusätzlich im Bild (und in der Schärfe!) befindlichen Exuvie eine tolle Bildaussage.

Ich finde, es ist überhaupt nicht "zu viel störendes Gemüse" im Bild. Im Gegenteil, das ist der Lebensraum, in dem dieser Schlupf geschieht. Und das Hauptmotiv, die Libelle, ist völlig frei. Das "Sub-Hauptmotiv", die Exuvie, liegt auch schön "zurückhaltend" (wie sich das für ein Sub-Hautpmotiv gehört) auf der Hinterseite eines Grashalms, ist aber dennoch voll sicht- und erkennbar. Also alles im gründen Bereich.

Der Stack ist weitestgehend gelungen.
Ist schon interessant, wie Du hier "durch die Gegend stackst", ohne entsprechende Kamera-Stacking-Automatik, mit ziemlich geschlossener Blende 8.0. Das ist unüblich. Und der Erfolg gibt Dir Recht! Das sieht alles sehr sauber und gelungen aus.

Eben weil der Stack so sauber ist (insbesondere auch die Libelle), die Ausgangslage mit dem an sich schwierigen, weil schnell verwirrend wirkenden, Gras alles andere als einfach war und gleichzeitig das Foto mit seinem sehr neutralen Licht einen hohen dokumentarischen Wert hat, sage ich

GRATULATION zu dieser Aufnahme!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

 

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Hallo Roland,

danke schön! Ich habe mir zwar viel Mühe gegeben, hatte aber Zweifel, ob das Umfeld nicht zu unruhig ist.

Dass ich "so in der Gegend herum stacke" :-))) stimmt wohl. Fokus Stacking war für mich, als ich es kennen lernte und einfach mal wild herumprobierte, wie eine Offenbarung! Automatisch wäre mir das wahrscheinlich viel zu kompliziert. Hier, weil Wind und daher wenig Zeit, mittlere Seriengeschwindigkeit, Fernauslöser und gleichmäßig an der Makroschiene gedreht. Vorsichtshalber vorne und hinten ein Stück zu viel. Und vorsichtshalber noch drei bis vier Serien. Schwieriger war, den richtigen Winkel zu finden, um in dem dichten Gras einen relativ freien Bereich hinter das Tier zu bekommen. Und was ich auch meistens mache ist das Grün etwas zu entsättigen, damit es nicht so aufdringlich ist.

Ich freue mich, dass Du das Ergebnis qualitativ durchgehen lässt. ;-) Auch, weil es die "kleine" (APS-C) Kamera war.

Liebe Grüße

Erika

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