Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz auf einer Blüte.

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ADMIN

Hallo naturfreund,

ein spektakulärer Falter in einem ebenso spektakulären Licht, der in die Tiefen des Hintergrunds schaut.

Wirklich sehr schön ist der Hintergrund mit den attraktiven gelben Punkten, die erahnen lassen, dass dort weitere Futterpflanzen darauf warten, vom Schwalbenschwanz angefuttert zu werden.

Zwei Dinge möchte ich ansprechen:

Belichtung

Das Foto ist etwas unterbelichtet. Dadurch leuchtet der Falter zwar recht attraktiv, dennoch: zu dunkel ist zu dunkel. Insgesamt wirkt die Aufnahme etwas trüb.

LÖSUNG:
Ich würde die Aufnahme leicht aufhellen, und zwar so, dass die "Leuchtkraft" des Falters im Bild erhalten bleibt. Dazu muss der Helligkeitsunterschied zwischen Falter (und insbesondere der unter im befindlichen sonnenbeschienenen gelben Blütenblätter) und Umgebung gleich bleibt oder sogar verstärkt wird. Damit ist das weitere "Leuchten" des Falters gewährleistet.

Hierzu die Belichtung über alle Werte hinweg leicht anheben. Zusätzlich die mittleren (ein wenig auch die dunklen) Töne etwas senken und die hellen leicht anheben. Das alles eher moderat, es darf nicht zu zu starken Kontrasten bis Lichtausrissen kommen.

Ziel ist, dass das Foto deutlich brillanter wird, ohne seine spannende Charakteristik zu verlieren.

Schärfe

Du hast mit Blende 5.6 eine mittlere Schärfentiefe gewählt. Dies ist für den Hintergrund gut, für den Falter etwas zu wenig. Aus dieser Perspektive fotografiert, liegt ein schmales Schärfeband auf der vorderen Hälfte der Flügel (hier sind die Flügelkanten schön scharf!). Die Flügelenden sowie der Kopf sind unscharf, erstere liegen vor der Schärfeebene, letzterer dahinter. Und am Kopf sitzen die Antennen, die frei aufrecht in die Luft ragen und tolle Kontrastkanten darstellen – leider auch hinter der Schärfeebene.

LÖSUNG:
Klar, die Lösung liegt auf der Hand. Es muss mehr Schärfentiefe her. Hier wäre die Blende 11.0 notwendig gewesen, um den gesamten Falter aus dieser schrägen Position scharf zu bekommen.
Damit wäre natürlich auch der Hintergrund anders dargestellt worden – gegebenenfalls schlechter, weil sich die gelben Punkte deutlicher abgezeichnet hätten. Dies wäre allerdings ein Versuch wert gewesen. Erst ein nachträglicher Vergleich gäbe hier Aufschluss.

Ansonsten bleibt nur die klassische "Flucht nach vorne": deutlich näher ran, den Falter also deutlich größer darstellen. Und dann die recht schmale Schärfeebene der Blende 5.6 gezielt auf den Kopf und die beiden Fühler legen, um den Bildbetrachter dazu aufzufordern, der Blickrichtung des Falters in den Hintergrund zu folgen. Hier reden wir natürlich über eine veränderte Motivumsetzung, die letztendlich zu einem anderen Bild führt. Aber in diesem Fall wäre die geringe Schärfentiefe nicht nur kein Problem, sondern sogar von Vorteil.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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