Biene im Gegenlicht

Das Bild habe ich gestern aufgenommen, als endlich mal wieder Flugwetter für unsere Bienen herrschte. Leider hat es mit der Schärfe wieder nicht richtig geklappt...

Kommentare

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ADMIN

Hallo Arcadia,

da hast du eine Honigbiene "erwischt".

Abgesehen davon, dass das Gegenlicht etwas zu hart ist (die weißen Stellen sind nahezu komplett ausgefressen), ist die Aufnahme tatsächlich nicht scharf, eigentlich sogar sehr unscharf. Woran liegt´s?

Du hast mit einer 1/160 Sek. bei Blende 5.6 und ISO 125 gearbeitet. Die 1/160 Sek. ist in der Makrowelt eine super langsame Zeit. Im Nahbereich, also sobald man in Richtung "Vergrößerung" geht, herrschen andere Gesetzte als in der sonstigen Fotografie. Während es beispielsweise völlig easy ist, eine Landschaftsaufnahme mit dieser Zeit gestochen scharf abzubilden, sieht das bei Verwendung eines Makro-Teles schon ganz anders aus, insbesondere, wenn du damit dann auch noch in den Nahbereich gehst. Denn die 100mm Tele-Wirkung deines Makroobjektivs vergrößern die Verwacklung an sich schonmal. Und gehst du dann auch noch nah ran (also in den Makrobereich), verstärkst du nochmal zusätzlich den Effekt des eigenen Wackelns.

Stelle dir mal vor, wie stark sich ein Haar der Biene im Bildausschnitt hin- und herbewegt, wenn du auch nur geringfügig mit der Kamera wackelst! Um genau diese Bewegung geht es. Übertragen auf eine Landschaftsaufnahme wäre dies beispielsweise vergleichbar mit dem Foto eines Waldrandes, bei dem die Baumkronen von starkem Sturm heftig hin- und hergeworfen werden. Hier wäre dann offensichtlicher, dass man eine relativ kürzere Belichtungszeit benötigt, will man diese Bewegung scharf abbilden.

Grundsatz:

Eine Motivbewegung muss also immer im Verhältnis zum Bildausschnitt gesehen werden.
Und damit sind wir bei der Makrofotografie immer in ganz "heißem Wasser"!

Nun zurück zu Deiner Aufnahme der Honigbiene. Ziel bei der Erstellung eines solchen Fotos ist also eine relativ kürzere Verschlusszeit. Und die hättest Du im vorliegenden Fall gut erreicht, wenn du den ISO-Wert von den sehr komfortablen 125 auf beispielsweise 400 gesetzt hättest. Dann wäre die Biene wahrscheinlich mit den zur Verfügung stehenden knapp 1/650 Sek. scharf gewesen. Und irgendwo in diesen Verschlusszeitenbereich solltest du bei solchen Bedingungen wie bei dieser Aufnahme kommen - zumindest, bis du mit Übung dann auch irgendwann längere Zeiten problemlos beherrschen lernst.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland 

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Erstellt von Gast (nicht überprüft) on Di., 07/02/2017 - 11:30 Permalink

Lieber Roland,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich übe weiter...

Herzliche Grüße!

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