Die Raupe des Kleinen Fuchses ist -wie auch in diesem Fall- fast ausschließlich auf Brennnesseln anzutreffen.
Neben der Raupe sind bei ausreichender Vergrößerung des Bildes besonders im Bereich mit dunklem Hintergrund auch die "Brennhaare" der Brennnessel zu erkennen. Die prominenten Sockel der Brennhaare werden neben epidermalen auch von hypodermalen Zellen gebildet, sodass die Brennhaare botanisch eigentlich als Emergenzen und nicht als Trichome (Haare) zu klassifizieren sind.
Kommentare
ADMIN
Hallo Andy, auch von mir…
Hallo Andy,
auch von mir herzlich willkommen bei Makrotreff!
Ein tolles Foto der Kleinen Fuchs-Raupe und interessante Hintergrundinfos zur Brennnessel!
Zwei Aspekte zum Foto:
Schärfe / Schärfeebene
Du hast die Raupe senkrecht von oben fotografiert. Das ist völlig in Ordnung, will man ihre Rückenstruktur und -färbung zeigen.
Dabei ist es wichtig, die Kamera exakt im rechten Winkel über der Raupe auszurichten. Dadurch wird gewährleistet, dass die in der Makrofotografie immer recht schmale Schärfeebene (auch bei Blende 11.0!) gleichmäßig die gesamte Körperfläche der Raupe erfasst.
Bei Deinem Foto hast Du die Kamera fast exakt im rechten Winkel ausgerichtet – aber eben nur fast! Und das führt dazu, dass die Raupe an ihrem Hinterleibsende rechts die Schärfeebene nach hinten verlässt und leicht unscharf wird. Auch ist dies am Schärfe-/Unschärfeverlauf des Brennnesselblattes zu sehen. Es wird nach rechts oben hin zunehmend unschärfer.
Um die Kamera völlig exakt auszurichten, hättest Du sie etwas weiter nach rechts positionieren müssen. Dann wäre alles gleichmäßig innerhalb dieser Schärfeebene gewesen.
LÖSUNGS-TIPP für die Praxis
Oft ist es in der Praxis nicht ganz einfach, die millimetergenaue Ausrichtung der Kamera vorzunehmen. Ihre Ausrichtung zum Motiv lässt sich beim Fotografieren prüfen, indem man nach den ersten Fotos in der Bildwiedergabe über die Vergrößerung sowohl das rechte als auch das linke "Ende" der Raupe betrachtet, ob beide Enden tatsächlich voll scharf sind. Wenn ja – alles gut. Wenn nein, sollte eine entsprechende Korrektur verfolgen, da man sich ansonsten nachher beim Rechner einen "Ast abärgert" :-)!
Voraussetzung für dieses Prüfen ist natürlich, dass das Motiv (hier die Raupe) lange genug in Ruhe ausharrt. Ansonsten ist es sinnvoll, bereits vor dem Ausrichten der Kamera ganz bewusst das Hauptmotiv "abstrakt" anzuschauen und den notwendigen rechten Winkel festzulegen. Erst daraufhin sollte die Annäherung mit der Kamera erfolgen.
Das klingt jetzt recht banal, aber im "Eifer des Gefechts" vergisst man diesen Aspekt sehr häufig – mit dem Ergebnis, dass die Schärfeebene eben nicht korrekt bzw. optimal ausgerichtet wird.
Siehe hierzu auch den von mir auf Makrotreff eingestellten Artikel
Die Schärfeebene in der Makrofotografie.
"Biomüll"
Auf dem Brennnesselblatt befindet sich insbesondere in der rechten oberen Ecke, ein wenig auch in de linken oberen Ecke und am unteren Bildrand, etwas "Biomüll". Klar, diese "Substanzen" gehören natürlich irgendwie zur Natur dazu, aber in dieser Vergrößerung zur Geltung gebracht lenken sie den Betrachterblick ein wenig ab. Ich (!) würde sie entfernen (per Bildbearbeitung kein Problem). Mir ist völlig bewusst, dass man hier geteilter Meinung sein kann. Aber es würde das ohnehin schon eigentlich sehr gelungene Bild noch ein wenig mehr verschönern.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland, zunächst mal…
Hallo Roland,
zunächst mal vielen Dank für die ausführlichen Verbesserungsvorschläge. Was die Schärfeebene angeht, ist mir dieses Manko auch bereits am Ort des Geschehens aufgefallen. Deine systematische Vorgehensweise zur Vermeidung dieses Fehlers werde ich zukünftig mal testen. Die Raupe hat allerdings auch tatsächlich nicht -bzw. wohl zumindest nicht lange genug für mich als Anfänger- stillgehalten.
Was den "Biomüll" angeht, stimme ich dir auch zu. Mich persönlich stört es zwar nicht so sehr, aber es würde sicherlich nicht schaden, diese Bereiche zu entfernen. Mit dem Gebiet der Bildbearbeitung habe ich mich allerdings noch überhaupt nicht befasst, sodass alles was über einfaches beschneiden hinausgeht wohl keine akzeptablen Ergebnisse liefern dürfte. In Zukunft werde ich aber auch dieses Thema ins Auge fassen. Das ist aber vllt. eher etwas für die Wintermonate. Derzeit sind so viele ansprechende Motive unterwegs, dass eine Fototour mehr reizt als Theorie am Computer ;-)
Viele Grüße
Andy
ADMIN
Hallo Andy, ja, das kann…
Hallo Andy,
ja, das kann ich gut nachvollziehen. Im Moment summt und brummt es draußen überall. Es ist eine Menge los, da zieht´s mich auch stark nach draußen.
Es ist sehr lohnend, sich in kleine Retusche-Möglichkeiten einzuarbeiten. Es ist sehr einfach und man kann damit sehr viel erreichen – ein toller Unterschied zur früheren analogen Fotografie. Und man muss wirklich keine Doktorarbeit machen, um hier ausreichende Grundkenntnisse zu bekommen. Da bieten alle Programme einfache Möglichkeiten. Eine gute Winterbeschäftigung...
Liebe Grüße,
Roland
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