Mirabellenblüte

Mit Zwischenring 25mm ein Versuch- die Lichtverhältnisse waren eher bewölkt. Kein Beschnitt. Wollte mal sehen wie weit die Blende variabel ist? Allerdings sind die Fotos von gestern und heute.

Kommentare

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Hallo Sigi

nun wirkt dein Bild auf mich etwas unscharf. Mit einem Zwischenring veränderst du ja nur den Abbildungsmaßstab, das hat mit der Blende wenig zu tun. Mit der Blende kannst du zwar den Schärfebereich etwas dehnen, bei höheren Maßstäben spielt sie aber kaum noch eine Rolle, als Anhaltspunkt, Blende 8 hat bei einem Maßstab von 1:1 gerade einmal einen Schärfebereich von 1mm. Ich denke das abgebildete Bild wäre auch ohne Zwischenring möglich gewesen. Bei höheren Maßstäben benutze ich immer ein Stativ und schalte die Sucherlupe ein, um gezielt die Schärfeebene festzulegen. Ich habe zwar auch Zwischenringe und Achromaten in verschiedenen Stärken, diese habe ich aber noch nie an einem Makroobjektiv verwendet, Zwischenringe eher schon mal mit dem Balgengerät zusammen, dieses ist aber eine ganz andere Art der Makrofotografie, auch weil hier schnell mit speziellen Objektiven ein hoher Maßstab erreicht wird. Die Achromaten habe ich mal am Anfang benutzt, waren mir aber nicht flexibel genug, jetzt fristen sie ihr Dasein seit Jahren in der Schieblade.

LG Dieter

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Makronist

Hallo Dieter,

ja nun habe ich inzwischen meine Erfahrungen mit dem Zwischenring gesammelt, und komme genau zum selben Ergebnis so wie du es schilderst. Ist auch gut so, hab den Zwischenring zu einem Schnäppchenpreis bekommen und werd ihn jetzt wieder abgeben. Im Makrobereich bin ich mit meinem 90mm von Tamron ja mit 1:1 völlig ausreichend versorgt, und tatsächlich ist es auch schon bei der Mirabellenblüte kein Unterschied die hätte ich ohne den Zwischenring auch hinbekommen und mit anderen Versuchen wo du fast mit dem Objektiv auf dein Motiv drauf stößt hab ich auch die Flinte ins Korn geschmissen.

VG Sigi

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Hallo Sigi,

ich noch mal. Es gibt natürlich noch zwei Sachen wo Zwischenringe Sinn machen. Zum einen bei einem Objektiv mit dem man nicht in den Maßstab 1:1 kommt, in er Regel alles was keine reinen Makroobjektive sind. Der zweite Fall wäre, wenn man ein Objektiv in Retrostellung nutzt. Da bei den meisten AF Objektive die Blende durch die Kamera gesteuert wird, sind diese weniger dafür geeignet. Man kann hierfür ein günstiges analoges Objektiv kaufen, eins mit mechanischer Rastblende, am geeignetsten sind hierfür die Brennweiten 28 -50 mm. Es gibt zwar für Canon und Sony elektronische Umkehrringe, die dann auch die Blende steuern, nur sind die nicht gerade günstig. Man hat zwar auch einen eher geringen Abstand zum Motiv, nur verändert dieser sich nicht, egal wie viele Ringe du dazwischen setzt, einzig das Licht wird immer weniger das in der Kamera ankommt, der sogenannte Lichtverlust. Damit kann man schon recht große Maßstäbe erzielen. Der Abstand ist gegeben zwischen Filmebene und Austrittspupille, dieser darf sich ja nicht verändern, wenn das Objektiv richtig herum an der Kamera angebracht ist, daher auch immer der gleiche Motivabstand. Natürlich ist das Ganze auch eine fummelei, sinnvoll wäre hierfür schon eine Einstellschiene, anstatt die Aufnahmeeinheit mit dem Stativ hin und her zuschieben um den Schärfepunkt zu finden. Auch lässt sich so auch nur die Zeitautomatik nutzen, oder die manuelle Belichtungseinstellung, irgendwelche Automatiken sind hierbei weiter nicht nutzbar.

LG Dieter

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Makronist

Hallo Dieter,

ja der weitere Einsatz vom Zwischenring ect. ist natürlich gegeben ebenso alle anderen Hilfsmittel, aber der häufige Objektivwechsel nervt mit der Zeit auch, daher nehm ich aktuell nur das Tamron 90 und dann noch mein Tele für Tieraufnahmen usw. das reicht mir. danke für deine Ausführungen und schöne Ostern mit gut Licht.

Sigi

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ADMIN

Hallo Sigi,

noch eine kurze Ergänzung:

Insbesondere beim zweiten Foto sitzt die Schärfe recht gut. Allerdings ist das Motiv – eine halb geöffnete Mirabellenblüte – ein sehr dreidimensionales Gebilde. Hier kommt natürlich die Schärfentiefe selbst der Blende 8 schnell an ihre Grenze. Man sollte also bei der Erstellung von Makrofotos immer die Ausformung des Hauptmotivs vor Augen haben und prüfen, ob es "flächig" genug ist, um von der gewünschten Schärfe komplett erfasst zu werden.

Übrigens: Auch hier kannst die bei beiden Bildern die Belichtung wieder etwas anheben (nachträglich über die Bildbearbeitung). Beide sind etwas zu dunkel.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Makronist

Hallo Roland,

danke für deinen Kommentar dazu, nur gerade bei solchen Motiven wo der Weißanteil sehr dominant ist wie bei der Mirabellenblüte, erschließt es sich mir nicht wirklich wenn ich die Belichtung "etwas anhebe" ich hatte das zuvor bei der Bearbeitung versucht und da wirkte dieser hellere Hintergrund auf mich eher unpassend- das meine ich speziell bei Fotos mit dem hohen Weißanteil. Ich bin da ziemlich verunsichert und weiß einfach nicht ob das nun mein persönlicher Eindruck ist, andererseits kann das natürlich zutreffen wie du schreibst, dass halt grundsätzlich mehr Licht reingehört.

Viele Grüße Sigi

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ADMIN

Hallo Sigi,

die Mirabellen-Blütenblätter sind in Natur strahlend weiß. Bei Dir auf dem Foto sind sie jedoch aufgrund der leichten Unterbelichtung eher grauweiß. Gleiche sie ab mit Deiner Erinnerung vom Weiß dieser Blüten und beachte den Grundsatz:

Weiß darf auch Weiß sein!

Lieber Gruß,

Roland

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