Haiku

Schnee-Haiku Waldfenster

Schnee ist ein sogenanntes Kigo für den Winter, also ein Jahreszeitenwort für die kältesten Wochen des Jahres. Das dünne Ästchen ist – betrachtet durch unsere westlich konditionierte Fotobrille – der Inbegriff von unspektakulär. Er drückt perfekt die Belanglosigkeit und damit die Austauschbarkeit aller im Winter überdauernder Pflanzenteile aus, angedeutet durch die unscharfen Ästchen auf dem Boden und die – sind es Bäume und Sträucher? – im Hintergrund. Durch das Waldfenster strömt Eiseskälte in den Wald. Fühlst du auch den Winter im Wald? Riechst du die Kälte?

Ein Haiku-Makrofotografie-Mitmachpost

Profile picture for user IngaEdel
ADMIN

Nun beginnt sie wieder – die Jahreszeit, vor der wir Makronisten uns ein wenig fürchten: Draußen wird es still. Unsere liebsten Motive – Insekten, Spinnen und Blüten – haben sich zurückgezogen oder schlafen unter einer frostigen Decke.

Doch verzage nicht!

Gerade jetzt öffnet sich ein Raum für eine andere Art des Sehens. Die ruhige Zeit zwischen der Herbstfülle und den ersten Frühlingszeichen – oft auch als Raunächte bezeichnet – lädt ein zu Rückblick und Neuausrichtung. Und sie bietet eine wunderbare Quelle der Inspiration für eure Fotografie.

Lilie

Kurz vor Weihnachten kam ich auf die Idee, weiße Lilien als Symbol der Schönheit und Reinheit zu fotografieren. Im Winter war es gar nicht einfach, sie zu finden, außer zu sündhaft teuren Preisen. Es sollte in Richtung Haiku gehen mit einem nur geringen Schärfebereich und nur einer Lichtquelle mit einem einzelnen Bokeh...