Der Name Ödlandschrecke widerspiegelt aktuell den Zustand der Region um Freiberg. Diese Schrecke fühlt sich bei dieser extremen Trockenheit vermutlich sehr wohl. :-)
Der Name Ödlandschrecke widerspiegelt aktuell den Zustand der Region um Freiberg. Diese Schrecke fühlt sich bei dieser extremen Trockenheit vermutlich sehr wohl. :-)
Kommentare
ADMIN
Hallo Michelser, ehe ich…
Hallo Michelser,
ehe ich ins Detail gehe – was ich insbesondere bei einem solch tollen Motiv gerne machen werde :-) – gib bitte noch an, mit welchem Objektiv Du gearbeitet hast. War es das 60er Makro von Oly?
Warum wird bei Dir das verwendete Objektiv nicht in den Exif-Daten angezeigt? Solltest Du mit manuellen Objektiven arbeiten, gibt diese bitte immer im Texteditor-Feld mit an. Denn diese werden nie automatisch übernommen, da ihre Daten ja auch nicht ausgelesen werden können.
Liebe Grüße,
Roland
Hallo Roland, ich habe das…
Hallo Roland, ich habe das Olympus Zuiko 12-100mm f/4 Pro, 100mm (200mm KB )benutzt. Warum die Objektiv-Info hier im Forum nicht auftaucht kann ich nicht sagen, in den JPEG-Exif Daten auf meinem Rechner ist diese Info vorhanden.
Viele Grüße!
Frank
Makronist
Hey, Frank, bereitest du…
Hey, Frank,
bereitest du die Fotos vielleicht vorher mit Photoshop vor und nutzt dann "Fürs Web speichern"? Dann werden die EXIFS nämlich nicht übertragen.
Gruß
Mainecoon
Hallo Mainecoon, ich…
Hallo Mainecoon, ich bearbeite die Fotos mit Lightroom und habe angekreuzt das die Exif Daten mit in der JPEG Datei abgespeichert werden. Es fehlen auch nur die Objektiv Daten, der Rest wird angezeigt.
Viele Grüße!
Frank
ADMIN
Klimawandel-Folge?…
Klimawandel-Folge? Beginnende Heißzeit?
Hallo Frank,
vielen Dank für die Objektivdaten. Diese Daten sollten/müssten eigentlich vom System übernommen werden. Solange das nicht geklärt ist, gib sie bitte zukünftig einfach händisch ins Texteditor ein.
Kurz zum Foto:
Du hast die Heuschrecke schräg von oben fotografiert. Aus dieser Perspektive kommt ihre Tarnung auf dem "öden" Lebensraum schön zur Geltung.
Allerdings: Du hast als Titel nur den Namen der Heuschrecke genannt; das Wort Tarnung taucht dort nicht auf. Deshalb vermute ich (bzw. muss ich unterstellen :-)), dass es Dir tatsächlich mehr um das Tier selbst als um seine Tarnung in seinem Lebensraum gegangen ist.
In diesem Fall ist eine tiefere Aufnahmeperspektive attraktiver. Wenn Du mit der Kamera bis auf den Boden hinab gehst, hebt sich die Heuschrecke wesentlich stärker vom Hintergrund ab, wir dadurch deutlicher abgebildet. Das Foto erhält zusätzlich mehr Tiefe.
Zur Verdeutlichung hänge ich Dir ein Foto an, das diesen Effekt genau zeigt.
Übrigens ist die Heuschrecke nicht zu 100% scharf. Es liegt eine ganz geringe Verwacklung vor. Das von Dir eingesetzte Objektiv kann mehr :-)!
Kurz zur Biologie:
Die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) ist eine super interessante Heuschrecke. Sie ist, wie Du oben schon andeutest und Ihr Name bereits verrät, an extreme Trockenheit und Hitze angepasst. Und dennoch! Seit wenigen Jahren beobachte ich ein sehr interessantes Verhalten, welches die Schrecken vorher nie gezeigt hatten. Trotz ihrer starken Anpassung scheinen ihr die Veränderungen hinsichtlich unseres Klimas etwas auszumachen. Bei Temperaturen über etwa 35 Grad (Schattentemperatur) wird es für sie direkt auf der Bodenoberfläche, wo sie sich in der Regel aufhält, zu ungemütlich. Zur heißesten Zeit des Tages, so etwa ab 13:00 Uhr, flüchten alle Blauflügeligen Ödlandschrecken in einem Lebensraum wie auf ein Kommando nahezu gleichzeitig auf irgendeine Art Vegetation, Hauptsache weg vom Boden. Das können kleine Bäumchen (z.B. kleine Eichen), Silbergras oder irgendetwas anderes Vorhandenes sein.
Was genau für die eigentlich bestens an diese Hitze angepasste Heuschrecke unerträglich wird, weiß ich nicht. Ist es die starke Hitzeentwicklung unmittelbar auf der Bodenoberfläche? Oder die Qualität der Einstrahlung (UV-Licht?)? Keine Ahnung. Dies wäre ein interessantes Forschungsfeld.
Ich hänge hierzu mal Fotos unten an, die alle zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr in einem typischen Sand-Lebensraum entstanden sind, fotografiert bei exakt 40 Grad Schattentemperatur. Sie zeigen, wie die Heuschrecken geschützt vom Boden reglos oben auf der Vegetation sitzen und warten, bis es kühler wird. Etwa zwei bis drei Stunden später kehren sie zurück auf den Boden – ihren eigentlichen Lebensraum.
Ist das nur interessant? Oder auch beunruhigend? Diese Wahrnehmung überlasse ich jedem selbst.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
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