Hallo Christine,
auf deine Beurteilung meines Fotos und meiner Person zu antworten, habe ich mir lange überlegt.
Weil ich mich mit meiner Meinung auch nicht zurückhalte und deshalb auch mal Widerpruch bekomme, habe ich mich dazu entschlossen, auf deine Äußerungen einzugehen.
In Abwandlung einer Beurteilung von Roland könnte ich schreiben,
uff, Respekt, Deine Interpretation liegt ja so irgendwo zwischen der Erhebung einer Anklage eines Staatsanwalts und und einer Promotion in Philosophie illustriert mit erfundenen Empfindungen eines Verhaltensforschers im ersten Semester:-) !
Ja, wenn da nicht die geradezu beleidigenden Aussagen wären, die mich persönlich treffen sollen.
Mit Vermutungen und Unterstellungen versuchst du, die Situation zu nutzen, um deine Lebenseinstellung und deine Sicht der Dinge unter das Volk zu bringen und mich zu diskreditieren unter dem Deckmäntelchen des Denkanstoßes.
Zuerst möchte ich mir nicht vorschreiben lassen, was ich fotografieren darf.
Deine Frage "Warum Fotografiert oder möchte man überhaupt Tode oder Tod geglaubte Tiere" zeigt mir, dass der Gedanke nicht zu Ende gedacht wurde. Wenn ich Schneckenhäuser, Muschelschalen, Krebsscheren etc. sammle, sind das alles tote Tiere oder Teile davon. Warum ist es verwerflich, die Ästhetik dieser Objekte fotografisch zu dokumentieren?
"Reizt es nicht viel mehr ein lebendes Tier in seiner Natürlichen Umgebung und ohne Stress durch Todesangst Wildlife zu Fotografieren?"
Mich reizen an der Fotografie ganz andere Dinge als du meinst mir nahebringen zu wollen. Das was du meinst, reizt mich auch, aber meine fotografischen Interessen sind deutlich weiter gespannt und liegen auch in Bereichen, die du dir nicht vorstellen kannst, weil du sie nicht kennst. Also ist es müßig darüber zu spekulieren.
Jetzt unterstelle ich mal was du denkst, wenn du das Assel-Bild betrachtest.
Was ist der Assel unangenehm?
- Licht - Asseln sind lichtscheu
- Die glatte Oberfläche ist unnatürlich - Da hat er sie hingesetzt.
- Rückenlage - In diese hilflose Lage hat er sie gebracht
- Trockenheit - Asseln lieben es feucht.
Ich beschreibe einmal die Situation aus meiner Sicht und was ich dabei gedacht habe..
Das interessiert wahrscheinlich niemand, aber als "Denkanstoß", dass es ganz anders gewesen sein könnte, möchte ich dir zeigen, dass meine Realität mit deinen Unterstellungen und Annahmen nichts zu tun hat.
Fundsituation der dunklen Assel:
Hinter der Hauseingangstür, Licht von der Seite, glatter Fliesenboden, Rückenlage, zusammengerollt.
Fotografische Situation:
In der Wohnung, Seitenlicht, glatte Glasplatte, Rückenlage, entrollt.
Ähnlichkeiten sind zu erkennen?
Meine Gedanken beim Finden:
Die Assel ist tot.
Ursache : Weil sie in einer lebensfeindlichen Umgebung liegt.
Liegen lassen ist keine Lösung.
Ich bringe sie mal weg.
(In die diese Umgebung ist die Assel selbst gekrabbelt.)
Doch dann entwickelte sich die Situation so, dass sie zu den Fotos geführt hat.
Die Assel habe ich aus Neugierde in die Hand genommen.
"Normale" Menschen hätten wahrscheinlich das "Pfui-Tier" mit dem Staubsauger aufgesaugt, (ja nicht anfassen!).
In der Hand hat sie sich zu meinem Erstaunen (zu solchen Emotionen bin ich, obwohl Mann und nicht mehr ganz jung, trotzdem fähig) entrollt und die vielen Beinchen nach oben gestreckt.
Das durch die Haustür einfallende seitliche Licht ließ die Beinchen leuchten.
Und dieses Pfui-Tier entwickelte eine ganz eigene Ästhetik!
Genau diese Ästhetik wollte ich einfangen, denn das Image der Krabbeltiere ist schlecht.
Wie kann ich jetzt die Ästhetik der 7 Beinpaare darstellen, ohne die Assel auf den Rücken zu drehen?
Die Assel "normal" zu fotografieren ließ sie nicht zu, und nur in Rückenlage waren die Beinchen schön zu sehen.
Genauso drehe ich auch eine Gelbbauchunke auf den Rücken um Jemandem zu zeigen, woher ihr Name kommt und wie das aussieht.
Ich habe mich entschieden es so zu machen, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.
Die Assel kommt in der Natur gelegentlich in Rückenlage in verschiedenen Lebenssituationen, weil die Kugel neben ihren unbestreitbaren Vorteilen den Nachteil der Instabilität hat.
Jetzt musste sich die Assel für ein paar Minuten in diese Situation begeben.
Das erschien mir vertretbar, um das Assel-Image zu verbessern.
Über die Empfindungslage dieses Tierchens zu urteilen, "leidet mit Sicherheit Höllenqualen" ist deine vermenschlichte Sichtweise. Zu solchen Empfindungen ist das Tierchen, das behaupte ich jetzt einfach mal, weil ich das Nervensystem der Krebsartigen etwas kenne, nicht in der Lage.
Die Situation war ihr sicher bedrohlich und unangenehm und sie wollte ihr einfach entkommen.
Ich fühle mich auch unangenehm, wenn ich mich ungerecht kritisiert fühle.
Hast du dir das auch überlegt?
Meine ganz persönliche Sicht:
Was hat mir Spaß gemacht?
Das Fotografieren selbst war für mich anstrengend.
Die nachträgliche Bearbeitung der Fotos hat mir Spaß gemacht.
Das Resultat kann sich sehen lassen und durch die Anordnung der Aufnahmen in dieser Art und Weise sind ein Blickfang.
Ich habe Freude empfunden, weil es mir gelungen ist, eine "hässliche Assel" so ästhetisch zu präsentieren.
Das Wichtigste aber ist, die Assel lebt und ist in Freiheit.
Außerdem habe ich auf meinen Fotos etwas gefunden, was ich noch nie gesehen habe bzw. ich nicht wusste was das ist.
Aber das würde den Rahmen hier sprengen.
Ich hatte also auch noch einen Erkenntnisgewinn ;-)))
Was ärgert mich?
Ungerechte Beurteilungen und Unterstellungen, besonders wenn sie von mitteilungsbedürftigen "Gutmenschen" kommen, die sich als Maß der Dinge betrachten obwohl sie selbst auch nicht fehlerfrei sind.
Als besonders ärgerlich empfand ich, wie Gabi auch (Danke Gabi für die Unterstützung), dass du deine Asseln begossen hast!
Das haben die Tiere sicher auch als bedrohlich empfunden.
(Ich hätte einen Sprüher verwendet.)
Was ich noch weniger verstehe ist, wie man Vögel bei einer Greifvogelschau fotografieren und dabei viele gute fotografische Erfahrungen sammeln kann. (habe ich deiner Selbstbeschreibung entnommen)
Wo bleibt hier die Selbstkritik der Tierschützerin die du sein willst?
Vögel in Greifvogelschauen sind durch meist lebenslangen Freiheitsentzug mehr eingeschränkt als meine Assel. Weil sie dazu noch deutlich mehr Hirn haben, sind sie stärker betroffen als eine Assel.
Regelmäßig angebunden mit einer Fußfessel und Sicht-Entzug durch eine Lederhaube sind deutlich schlimmer als eine Assel kurz auf den Rücken zu drehen.
So, jetzt habe ich mich ausgekotzt und bewusst etwas übertrieben, damit du merkst, wie das auch ankommen kann.
Ich bin etwas nachsichtiger mit dir wegen deinen guten Absichten und weil man sich manchmal auch ungeschickt oder missverständlich ausdrückt. Außerdem habe ich ein dickes Fell und kann mich bei Bedarf wehren.
Als "Denkanstoß" möchte ich dir mitgeben, einfach etwas vorsichtiger zu sein mit schnellen Verurteilungen die auf Spekulationen beruhen.
Und weil es hier um Makrofotografie geht, würde ich gerne von der Philosophie wieder dahin wechseln und das Thema hier beenden.
PS
Ob die Assel das wohl überlebt hat, weil es einen kleinen Unterschied zwischen "tot" und "Tod" gibt, aber nur, wenn man es total genau nimmt ;-) ?
Hallo Christine,…
Hallo Christine,
auf deine Beurteilung meines Fotos und meiner Person zu antworten, habe ich mir lange überlegt.
Weil ich mich mit meiner Meinung auch nicht zurückhalte und deshalb auch mal Widerpruch bekomme, habe ich mich dazu entschlossen, auf deine Äußerungen einzugehen.
In Abwandlung einer Beurteilung von Roland könnte ich schreiben,
uff, Respekt, Deine Interpretation liegt ja so irgendwo zwischen der Erhebung einer Anklage eines Staatsanwalts und und einer Promotion in Philosophie illustriert mit erfundenen Empfindungen eines Verhaltensforschers im ersten Semester:-) !
Ja, wenn da nicht die geradezu beleidigenden Aussagen wären, die mich persönlich treffen sollen.
Mit Vermutungen und Unterstellungen versuchst du, die Situation zu nutzen, um deine Lebenseinstellung und deine Sicht der Dinge unter das Volk zu bringen und mich zu diskreditieren unter dem Deckmäntelchen des Denkanstoßes.
Zuerst möchte ich mir nicht vorschreiben lassen, was ich fotografieren darf.
Deine Frage "Warum Fotografiert oder möchte man überhaupt Tode oder Tod geglaubte Tiere" zeigt mir, dass der Gedanke nicht zu Ende gedacht wurde. Wenn ich Schneckenhäuser, Muschelschalen, Krebsscheren etc. sammle, sind das alles tote Tiere oder Teile davon. Warum ist es verwerflich, die Ästhetik dieser Objekte fotografisch zu dokumentieren?
"Reizt es nicht viel mehr ein lebendes Tier in seiner Natürlichen Umgebung und ohne Stress durch Todesangst Wildlife zu Fotografieren?"
Mich reizen an der Fotografie ganz andere Dinge als du meinst mir nahebringen zu wollen. Das was du meinst, reizt mich auch, aber meine fotografischen Interessen sind deutlich weiter gespannt und liegen auch in Bereichen, die du dir nicht vorstellen kannst, weil du sie nicht kennst. Also ist es müßig darüber zu spekulieren.
Jetzt unterstelle ich mal was du denkst, wenn du das Assel-Bild betrachtest.
Was ist der Assel unangenehm?
- Licht - Asseln sind lichtscheu
- Die glatte Oberfläche ist unnatürlich - Da hat er sie hingesetzt.
- Rückenlage - In diese hilflose Lage hat er sie gebracht
- Trockenheit - Asseln lieben es feucht.
Ich beschreibe einmal die Situation aus meiner Sicht und was ich dabei gedacht habe..
Das interessiert wahrscheinlich niemand, aber als "Denkanstoß", dass es ganz anders gewesen sein könnte, möchte ich dir zeigen, dass meine Realität mit deinen Unterstellungen und Annahmen nichts zu tun hat.
Fundsituation der dunklen Assel:
Hinter der Hauseingangstür, Licht von der Seite, glatter Fliesenboden, Rückenlage, zusammengerollt.
Fotografische Situation:
In der Wohnung, Seitenlicht, glatte Glasplatte, Rückenlage, entrollt.
Ähnlichkeiten sind zu erkennen?
Meine Gedanken beim Finden:
Die Assel ist tot.
Ursache : Weil sie in einer lebensfeindlichen Umgebung liegt.
Liegen lassen ist keine Lösung.
Ich bringe sie mal weg.
(In die diese Umgebung ist die Assel selbst gekrabbelt.)
Doch dann entwickelte sich die Situation so, dass sie zu den Fotos geführt hat.
Die Assel habe ich aus Neugierde in die Hand genommen.
"Normale" Menschen hätten wahrscheinlich das "Pfui-Tier" mit dem Staubsauger aufgesaugt, (ja nicht anfassen!).
In der Hand hat sie sich zu meinem Erstaunen (zu solchen Emotionen bin ich, obwohl Mann und nicht mehr ganz jung, trotzdem fähig) entrollt und die vielen Beinchen nach oben gestreckt.
Das durch die Haustür einfallende seitliche Licht ließ die Beinchen leuchten.
Und dieses Pfui-Tier entwickelte eine ganz eigene Ästhetik!
Genau diese Ästhetik wollte ich einfangen, denn das Image der Krabbeltiere ist schlecht.
Wie kann ich jetzt die Ästhetik der 7 Beinpaare darstellen, ohne die Assel auf den Rücken zu drehen?
Die Assel "normal" zu fotografieren ließ sie nicht zu, und nur in Rückenlage waren die Beinchen schön zu sehen.
Genauso drehe ich auch eine Gelbbauchunke auf den Rücken um Jemandem zu zeigen, woher ihr Name kommt und wie das aussieht.
Ich habe mich entschieden es so zu machen, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.
Die Assel kommt in der Natur gelegentlich in Rückenlage in verschiedenen Lebenssituationen, weil die Kugel neben ihren unbestreitbaren Vorteilen den Nachteil der Instabilität hat.
Jetzt musste sich die Assel für ein paar Minuten in diese Situation begeben.
Das erschien mir vertretbar, um das Assel-Image zu verbessern.
Über die Empfindungslage dieses Tierchens zu urteilen, "leidet mit Sicherheit Höllenqualen" ist deine vermenschlichte Sichtweise. Zu solchen Empfindungen ist das Tierchen, das behaupte ich jetzt einfach mal, weil ich das Nervensystem der Krebsartigen etwas kenne, nicht in der Lage.
Die Situation war ihr sicher bedrohlich und unangenehm und sie wollte ihr einfach entkommen.
Ich fühle mich auch unangenehm, wenn ich mich ungerecht kritisiert fühle.
Hast du dir das auch überlegt?
Meine ganz persönliche Sicht:
Was hat mir Spaß gemacht?
Das Fotografieren selbst war für mich anstrengend.
Die nachträgliche Bearbeitung der Fotos hat mir Spaß gemacht.
Das Resultat kann sich sehen lassen und durch die Anordnung der Aufnahmen in dieser Art und Weise sind ein Blickfang.
Ich habe Freude empfunden, weil es mir gelungen ist, eine "hässliche Assel" so ästhetisch zu präsentieren.
Das Wichtigste aber ist, die Assel lebt und ist in Freiheit.
Außerdem habe ich auf meinen Fotos etwas gefunden, was ich noch nie gesehen habe bzw. ich nicht wusste was das ist.
Aber das würde den Rahmen hier sprengen.
Ich hatte also auch noch einen Erkenntnisgewinn ;-)))
Als kurze Lektüre über Asseln empfehle ich z.B.
http://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/crustacea/2713
oder
http://hypersoil.uni-muenster.de/1/03.htm
Was ärgert mich?
Ungerechte Beurteilungen und Unterstellungen, besonders wenn sie von mitteilungsbedürftigen "Gutmenschen" kommen, die sich als Maß der Dinge betrachten obwohl sie selbst auch nicht fehlerfrei sind.
Als besonders ärgerlich empfand ich, wie Gabi auch (Danke Gabi für die Unterstützung), dass du deine Asseln begossen hast!
Das haben die Tiere sicher auch als bedrohlich empfunden.
(Ich hätte einen Sprüher verwendet.)
Was ich noch weniger verstehe ist, wie man Vögel bei einer Greifvogelschau fotografieren und dabei viele gute fotografische Erfahrungen sammeln kann. (habe ich deiner Selbstbeschreibung entnommen)
Wo bleibt hier die Selbstkritik der Tierschützerin die du sein willst?
Vögel in Greifvogelschauen sind durch meist lebenslangen Freiheitsentzug mehr eingeschränkt als meine Assel. Weil sie dazu noch deutlich mehr Hirn haben, sind sie stärker betroffen als eine Assel.
Regelmäßig angebunden mit einer Fußfessel und Sicht-Entzug durch eine Lederhaube sind deutlich schlimmer als eine Assel kurz auf den Rücken zu drehen.
So, jetzt habe ich mich ausgekotzt und bewusst etwas übertrieben, damit du merkst, wie das auch ankommen kann.
Ich bin etwas nachsichtiger mit dir wegen deinen guten Absichten und weil man sich manchmal auch ungeschickt oder missverständlich ausdrückt. Außerdem habe ich ein dickes Fell und kann mich bei Bedarf wehren.
Als "Denkanstoß" möchte ich dir mitgeben, einfach etwas vorsichtiger zu sein mit schnellen Verurteilungen die auf Spekulationen beruhen.
Und weil es hier um Makrofotografie geht, würde ich gerne von der Philosophie wieder dahin wechseln und das Thema hier beenden.
PS
Ob die Assel das wohl überlebt hat, weil es einen kleinen Unterschied zwischen "tot" und "Tod" gibt, aber nur, wenn man es total genau nimmt ;-) ?