Hat mich der Teufel geritten, oder doch eher das steife Genick, der schmerzende Rücken, die man bekommt wenn der Blick durch den Sucher/Monitor einer Olympus e 410 mit nicht klappbaren Display in Bodennähe, noch zum scharfstellen betrachtet werden muss?
Jedenfalls habe ich mir eine Olympus OM D E-M10 Mark II gekauft, und ebenfalls noch ein schönes Makro-Objektiv, das Zuiko 60mm f2,8 Makro. Auch den Traumflieger/Manfrotto Makro- Flash habe ich mit besorgt.
Da das Wetter doch noch ein paar Tage der trockenen Sorte bereit hatte, bin ich auf Makro- Pirsch gegangen, und auch schnell fündig geworden.
Auf Hortensienblättern, war echt was los, alle Achtung, Fliegen, daherwuselnde Ameisen, und diese, auch nicht gerade ruhigsitzenden Models, die ich dann das Glück hatte mehrfach abzulichten. Da es etwas schattig bei der Hortensie war, habe ich den neuen Makro-Flash ausprobiert.
Das erste Foto habe ich leicht beschnitten, sowie beide Bilder etwas aufgehellt.
Ich bin auf Eure Kommentare, und Anregungen gespannt.
Gruß Erich
Kommentare
ADMIN
Hallo Erich,…
Hallo Erich,
na, das klingt ja alles ganz gut. Nun kannst Du "körperschonend" der Makrofotografie frönen - Ausreden gibt´s da dann wohl keine mehr... :-).
Die beiden Schwebfliegen-Fotos sind schonmal ein guter Anfang. Folgende Punkte dazu:
Bildaufteilung:
Die Bildaufteilung vom zweiten Foto ist super. Beim ersten Foto hast Du die Positionierung der Fliege so gewählt, dass zwar ihre Flügel gut ins Bild gesetzt sind, sie gleichzeitig aber nach oben aus dem Bild raus schaut. Das ist eher ungünstig.
LÖSUNG:
Bereits während der Aufnahme die Schwebfliege etwas mehr im Uhrzeigersinn drehen, sodass ihre Blickrichtung deutlich ins Bild hinein ist. Gleichzeitig den Abbildungsmaßstab leicht zurücknehmen, damit die Flügel dabei nicht abgeschnitten werden.
(Blitz-)Licht:
Entweder sind die Blitze zu unterschiedlich stark gesteuert, oder ein Blitz hat überhaupt nicht gefunzt. Insbesondere beim ersten Foto siehst Du rechts neben der Schwebfliege einen (zu) starken Schlagschatten. Um dies zu vermeiden, verwendet man zwei Blitze - genau wie beim Manfrotto Makro-Flash. Nun ist es gut, die Blitze leicht unterschiedlich stark zünden zu lassen, um eine geringe Schattenwirkung zu erzielen. Schließlich sollen Blitze die Sonne ersetzen - und in der Natur gibt es nirgends schattenfreies Licht. Aber hier reicht ein leichter Schatten, um Plastizität ins Foto zu bekommen. Der Schatten oben im Bild ist zu stark. Beim zweiten Foto ist er auch relativ stark, stört aber aufgrund der Stellung der Fliege zum Blatt deutlich weniger.
LÖSUNG:
Blitzsteuerung überprüfen.
Beugungsunschärfe:
Du hast zwar bei beiden Fotos den Schärfepunkt und auch die Schärfenebene korrekt gelegt, dennoch sind die Fotos diffus unscharf. Das liegt an der Beugung, und die wiederum liegt in der Blendeneinstellung 11.0 begründet. Dein Zuiko 60er Makro kann hier wesentlich mehr. Das Teil ist scharf wie Nachbars Lumpi!
LÖSUNG:
Du fotografierst mit dem Micro Four Thirds-Format (mFT) und damit mit einem relativ kleineren Sensor. Bei dessen Format beginnt die Beugungsunschärfe ab Blende 8.0 sichtbar zu greifen. Halte diese Blende 8.0 im Hinterkopf als Grenze fest und überschreite sie nur in Sondersituationen. Ansonsten bewegst Du Dich immer unterhalb der Leistungsgrenze Deiner Optik.
Hier darf nicht vergessen werden, dass die Blendeneinstellung und ihr Verhalten in Abhängigkeit zur Sensorgröße gesehen werden muss. Infolge der "Ausschnittswirkung" des kleineren Sensors hast Du ein verändertes Vergrößerungsverhalten des eingesetzten Brennweite, sprich des Objektivs, sodass sich hier die Blende 8.0 in etwa so verhält wie Blende 11.0 beispielsweise eines APS-C- oder DX-Sensors bzw. Blende 16.0 eines Vollformat-Sensors. Es passt also alles, nur muss man dies wissen, die jeweiligen Charakteristiken einschätzen lernen und dann dementsprechende Einstellungen wählen.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland…
Hallo Roland
Danke für Deinen lehrreichen Kommentar, den ich umzusetzen versuchen werde.
Ulkigerweise, steht in den "Tipps für die Praxis" die dem Makro-Flash beiliegt das sich Programm M; 1/100 Sek. und Blende 14 nach der Erfahrung von den Traumflieger-Leuten bewährt hätten, und bei Blende 14 noch KEINE Beugungsunschärfe auftritt,wahrscheinlich bezieht sich das auf APS-C, aber es gibt darauf keinen Hinweis in der Beschreibung.
Leider hat man nicht so viele Einstellmöglichkeiten an den "Traumflieger Digital Camera Slave Flash", ein Schiebeschalter Stellung; Off/Test, mitten: Pre-F wenn man Vorblitz verwendet, und links: Normal.
Ausgelöst werden beide Flash's mit dem eingebauten- oder einem Blitz im Blitzschuh, ich habe den Olympus Flash FL36, der auch mit der E-M10 II kompatibel ist, der lässt sich schön nach oben und seitlich verstellen, ich werde versuchen damit zu arbeiten, und auch die SlaveFlash, die man ja von den Schenkeln abnehmen kann, universell einzusetzen, gegebenenfalls mit Papier oder ähnlichem als Difusor umwickeln, damit sie nicht so stark durchschlagen und um Schlagschatten zu vermeiden.
Ich bin da ja noch am üben und lernen, und wenn man am Machen ist, und ausprobiert, lernt man am besten ;-)
also gut Licht
Erich
ADMIN
Hallo Erich,…
Hallo Erich,
das ist genau die richtige Einstellung. So gibt es für den Weg der eigenen fotografischen Weiterentwicklung nur eine einzige Richtung: nach oben!
Lieber Gruß,
Rolan
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