NSG im Sonnenlicht

Für ein paar Sekunden hat der Falter mir die Chance gegeben, ihn einigermaßen abzulichten. Wesentliche Positionsveränderungen waren nicht möglich, sodass ich die Flügelunterkannte links im Bild per Lightroom etwas aufgehellt habe. Das Foto ist ca. 20% beschnitten.

Kommentare

Profile picture for user tauchfunker
Makronist

Habe noch ein Bild zu dieser Galerie hinzugefügt und bin nicht aus der Maske rausgekommen, ohne einen Kommentar zu hinterlassen. Sorry.

Dieses nur leicht beschnittene Bild finde ich recht gelungen und möchte eigentlich nur zur Diskussion stellen, ob der Hintergrund ok ist. Ich finde ihn zwar ok, da kann man scheinbar aber trefflich drüber diskutieren. Nur die linke unaufgeblüte Blume im Hintergrund erschien mir allerdings zu wenig. Die beiden Halme fand ich dann recht passend.

Profile picture for user Roland

ADMIN

Hallo tauchfunker,

herzlich willkommen hier in der Makrotreff-Galerie!

Du hast zwei Fotos eingestellt. Gehen wir der Reihe nach vor:

Foto 1 – Pfauenauge:

Auf dem Pfauenauge liegt ein recht schönes Licht. Der Schatten auf der linken Falterhälfte macht sich ganz gut; die nachträgliche Aufhellung, die Du durchgeführt hast, bringt auch in den dunklen Bereichen alle Zeichnungen zum Vorschein.

Schärfe

Sehr gut ist, dass Flügel und Fühler (insbesondere der rechte) voll in der Schärfe liegen.
Allerdings ist der Kopf des Falters leicht unscharf. Er rückt zwar aufgrund der auffälligen Flügel und ihrer damit verbundenen Dominanz etwas in den Hintergrund. Trotzdem: Kopf ist Kopf, und auf den schauen wir Menschen nun mal liebend gerne :-).

LÖSUNG:
Um ihn mit in die Schärfeebene zu bekommen, hätte die Kamera leicht etwas mehr nach oben ausgerichtet werden müssen, aber nur etwas, da ansonsten die hinteren Enden der Flügel aus der Schärfeebene rausgerutscht wären.

Keine gute Lösung wäre gewesen, die Blende noch weiter zu schließen als die sehr gut gewählte Blende 6.3. Denn dann wäre der Hintergrund unruhiger geworden – zu unruhig.

Tja, hätte, sollte, wäre... Da sind sie wieder, die vielen Konjunktive. Es war nun mal so, wie es war, da draußen beim Pfauenauge. Und schön ist das Bild trotzdem!

Weißabgleich

Das Foto kommt ziemlich gelbstichig rüber. Hauptsächlich verantwortlich hierfür dürfte eine recht tief stehende Sonne sein.

LÖSUNG:
Über eine Anpassung des Weißabgleichs lässt sich der Gelbstich leicht abschwächen. Allerdings würde ich dies tatsächlich nur geringfügig machen, damit die Charakteristik der Lichtstimmung im Bild erhalten bleibt.

Foto 2 – Distel

Ich sehe das ähnlich wie von Dir beschrieben: Wenn die Distelblüte so weit unten im Bild positioniert wird, sollte unbedingt irgendetwas attraktives in den Hintergrund (beziehungsweise in den Negativraum, Du erinnerst Dich an den Workshop :-)) gebracht werden.

Ob nun diese Art von Hintergrundgestaltung, die Du vorgenommen hast, gut oder weniger gut ist, ist wohl tatsächlich Ansichtssache. Mir (!) wirken die Linien der Gräser etwas zu schneidend. Und sie spiegeln in keiner Weise die Form und/oder Farbe der Hauptmotivs (Distelblüte) wieder. Die noch geschlossene Blütenknospe am linken Bildrand dominiert sehr stark und lenkt den Betrachterblick rasch auf sich. Das liegt an ihrer recht deutlichen Abzeichnung vor dem Hintergrund (zu wenig unscharf) in Verbindung mit der dunklen, fast wuchtigen Erscheinung.

Aber nochmal: Wenn im Hintergrund gar nichts wäre, dann wäre dies die deutlich schlechtere Lösung. Dann sollte das Hauptmotiv (offene Distelblüte) anders ins Bild komponiert werden.

Ich bin sicher, hier gehen die Meinungen auseinander. Sicherlich gibt es viele unterschiedliche Betrachtungsweisen bezüglich dieses Punktes. Und Du hast dies ja anscheinend auch schon bestätigt bekommen, wenn Du schreibst, man könne "scheinbar aber trefflich darüber diskutieren" :-).

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Neuen Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich angezeigt. Deine Emailadresse ist nötig, um Dich über neue Antworten zu informieren.