Töpferwespe am Weißen Steinklee

Von dieser Töpferwespe (Eumenes spec.) konnte ich am Weißen Steinklee bei einigermaßen windigem Wetter nur fünf Fotos machen. Dann war sie leider schon wieder weggeflogen. Immerhin ist ein Foto dabei, das hinsichtlich Raumaufteilung und Bokeh zwar nicht perfekt ist, dafür liegt der Körper der Wespe aber ziemlich genau in der Schärfeebene.

Das Original habe ich geringfügig beschnitten, um die Wespe ein wenig besser zu platzieren.

Exif-Informationen:

f/7.1 1/250 ISO 800 Zangenblitz

Kommentare

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ADMIN

Hallo Jörg,

ein Prachtexemplar. Was sie für riesige Augen hat und diese fetten Fühler!

Ein toller Fund. Die Bildeinteilung finde ich eignenlich ganz gelungen. 

Liebe Grüße

Inga

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Makronist

Hallo Jörg,

die Schwierigkeit, das verhältnismäßig lange, schlanke Insekt in die Schärfeebene zu bekommen, hast du sehr gut gelöst. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Das ist richtig schwierig bei dem ABM. Und Raumaufteilung und Bokeh sind doch schön. 

Ich würde glaube ich noch den Biomüll auf dem Auge weg stempeln (den weißen Punkt). 

Eine Frage noch: Du hast den Zangenblitz genutzt. Wieso dann die hohe ISO 800?

Danke fürs Zeigen!

Liebe Grüße

Ingo

Profile picture for user Jörg_13595
Makronist

Hallo Ingo,

danke für deinen Kommentar!

Da mich insbesondere die meist quirligen Bienen und Wespen interessieren, ist das mit der Schärfeebene oft wirklich Fleiß- oder Glückssache. Und wenn dann noch der Wind dazukommt... Hier hatte ich bei einem der fünf Fotos einfach Glück.

ISO 800 war bei dieser Aufnahme noch von vorangegangenen Aufnahmen eingestellt, ist sicher überdimensioniert. Welche ISO-Werte nimmst du üblicherweise bei Blitz-Verwendung?

Den Biomüll auf dem Auge werde ich für meine "best of"-Galerie noch entfernen.

Liebe Grüße,

Jörg.

 

Profile picture for user Ingo Heymer
Makronist

Moin Jörg,

Wespen, Bienen, Fliegen - also eher die kleinen, zappeligen Insekten - sind auch meine Lieblingsmotive. Diese dynamischen Wesen in hohem ABM sauber und im Idealfall in schönem Ambiente abzulichten (der von dir erwähnte Wind ist hier im Nordwesten eher die Normalität als die Ausnahme) bereitet mir große Befriedigung. Und du hast vollkommen recht: Fleiß und Glück, in zunehmendem Maße aber auch Erfahrung, spielen dabei eine große Rolle. 

Meistens nutze ich für diese Fotos den Blitz. Das macht es nicht leichter, denn in dem nur kurzen Zeitfenster, dass einem üblicherweise für die Aufnahmen bleibt (bevor sie wieder weg fliegen), müssen zusätzliche Parameter richtig eingestellt werden. Aber wenn es gelingt, wird man mit einer Brillianz und einem Detailreichtum belohnt, wie sie ohne Blitz kaum erreichbar sind. Das ist meine Motivation, von diesem Weg nicht abzuweichen.

Die Blitzleistung stelle ich manuell ein, der Standard- Ausgangswert ist 1/32 (den muss man natürlich evtl. noch anpassen). Die Standard-Blende (bei mir) ist f/8. Wenn ich krass dicht ran gehe, öffne ich die Blende weiter (Beugungsunschärfe!). Die Belichtungszeit kann ich nicht beeinflussen (Blitzsynchronzeit 1/50 bei der OM-D E-M1 Mark II / ich weiß, in den Papieren steht etwas anderes, aber wenn ich kürzer belichte, kommt es sehr häufig zum "Rolling-Shutter-Effekt"). 

Und jetzt zur ISO. Die ISO nutze ich (!) für die Steuerung der Hintergrundbeleuchtung. Ist der Hintergrund zu hell, gehe ich mit der ISO runter, ist er zu dunkel, erhöhe ich sie (schwarze Löcher vermeiden). Die übliche Spannbreite ist ISO 64 bis ISO 400. Aber Jörg, ob das fachlich richtig ist, kann ich dir nicht sagen!!! Ich habe bisher aber keine bessere Herangehensweise gefunden. Vielleicht schreibt ja noch jemand was dazu und ich lerne eine schlauere Methode kennen.

Liebe Grüße und mach bloß weiter!

Ingo   

 

 

Profile picture for user Jörg_13595
Makronist

Hallo Ingo,

vielen Dank für deinen Kommentar mit den für mich hilfreichen Tipps!!!
Ich bin naturbegeistert - aber fototechnisch definitiv "unterbelichtet".

Zwei Workshops mit Roland haben mich diesbezüglich zwar wesentlich vorangebracht, aber da geht mit Sicherheit noch mehr. Insofern helfen mir solche Tipps weiter.

Das stimmt: neben Fleiß und Glück hilft Erfahrung weiter. Wenn man die Chance hat, ein Tier längere Zeit zu beobachten, dann gelingt es manchmal eben schon vorherzusagen, wo es sich demnächst niederlässt oder hinfliegt.

Fotobearbeitung habe ich bisher kaum betrieben. Aber in 1 Jahr gehe ich den Ruhestand - dann habe ich mehr Zeit und werde mich damit näher beschäftigen. Aktuell ist die "Pirsch" in der Natur das, was mir wirklich gut tut, wobei ich entspannen kann. Und wenn dann noch schöne Fotos entstehen...

Liebe Grüße,
Jörg.

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