Guten Morgen,
habe mich mal wieder in die weite Welt begeben um kleine Tiere abzulichten.
Irgendwie kriege ich es aber immer noch nicht hin das Tier komplett scharf auf`s Foto zu bannen.
Hier die Daten: Nikon D5300, F5 1/1250 Iso 400 40mm Fest Blende 3,4 Messmodus Mehrfeld ohne Blitzlicht Blendenautomatik
Aufgenommen in der Abenddämmerung
Margret
Kommentare
ADMIN
Hallo Margret,…
Hallo Margret,
Du hast die Hummel in einer sehr schönen Körperhaltung erwischt. Sieht gut aus!
Das mit der Schärfe ist gar nicht so schlecht. Schauen wir uns das mal im Detail an:
Im Bild ist eine Schärfe vorhanden - und zwar auf der Ebene der Mandibeln (Kiefernzangen), Zunge und dem rechten vorderen Unterschenkel (siehe hier die Haare) des Tieres. Auch die vordere Stirn ist scharf. Mängel in diesen Schärfebereichen resultieren aus den ISO 400, in Verbindung mit Minimalst-Verwacklungen - aber wirklich nur minimal! (Warum sprech´ ich´s dann überhaupt an? Weiß ich auch nicht!!!)
Was Du ansprichst, betrifft die Tiefenschärfe. Alles hinter der oben von mir beschriebenen Ebene ist - selbstverständlich - unscharf, sprich außerhalb der Schärfenebene. Das ist aber völlig klar, weil Du mit Blende 3.4 eine sehr offene Blende gewählt hast, die eben nur einen geringen Schärfenbereich ergibt. Dennoch war Deine Wahl dieser offenen Blende in Ordnung, ja sogar notwendig, um in der Abenddämmerung eine noch genügend kurze Belichtungszeit für das Tier in Bewegung zu erreichen. Und die ISO 400 haben auch nicht mehr allzu viel Luft nach oben, eventuell noch eine Stufe auf 800, viel mehr aber auch nicht.
Also: erst mal alles richtig gemacht!
Wo liegen die Grenzen?
Einerseits begrenzt Dich die Abenddämmerung. Da ist wenig Licht, mehr geht da nun mal nicht.
Zum anderen - das schrieb ich bereits (glaube ich zumindest :-) ), ist für diesen Zweck das 40er Makro nicht die optimale Makro-Brennweite. Denn: Würdest Du hier (bei anderen, helleren Lichtverhältnissen) die Blende weiter schließen, wird bei 40mm Brennweite automatisch auch der Hintergrund schnell störend unruhig. Man kauft sich also mit einem Vorteil sogleich auch wieder einen anderen Nachteil ein. Das ist ein übliches, wiederkehrendes Dilemma in der Fotografie, insbesondere in der Makro-Fotografie.
Alles in Allem: Aus der gegebenen Situation hast Du schon Einiges rausgeholt und damit auch richtig gemacht. Die Natur und auch die Physik überlisten kann Keiner!
TIPP: Wenn Du tatsächlich weiterhin solche Motive umsetzen willst - und damit meine ich vor allem die Ablichtung von Insekten - , dann würde ich darüber nachdenken, ein längerbrennweitigeres Makroobjektiv anzuschaffen. Da gibt es durchaus auch günstigere, qualitativ sehr gute (Fremd)-Objektive als die teuren Originallinsen. Damit würdest Du aller Voraussicht nach rascher in die "schöne Sphäre der Zufriedenheits- und Erfolgsgefühle" gelangen :-).
Die Fotografie von Pflanzen bzw. Pflanzenteilen übrigens ist auch mit dem 40mm Brennweiten-Objektiv befriedigender. Da kann man kontrollierter arbeiten.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
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