sehr schön ist hier der Unterschied der Gesamtwirkung aufgrund des nicht schwarzen (= nicht leeren) Hintergrunds zu sehen. Damit werden die Kontraste deutlich geringer, was auch, wenn vermeidbar, notwendig ist.
Wie gesagt: Das ist ein super Blitzeinstieg im Makrobereich von Dir! Bin gespannt, was da noch kommt.
Sonstiges:
Das noch geschlossene, schräge und unscharfe Drosera-Blatt im Vordergrund stört. Es zerschneidet regelrecht das Bild. Aber dies sei nur am Rande angemerkt, denn darum wird es bei diesem Bild nicht vordergründig gehen, sondern vielmehr um den ersten Blitzeinsatz - und der sieht sehr vielversprechend aus.
Danke für deine Beurteilung meiner "Gehversuche" in Sachen Blitz. Ich hab dir extra grün und schwarz eingestellt,weil ich wissen wollte, wie du die Wirkung beurteilst. Ich war mir auch nicht sicher, ob die Einstellung so in Ordnung geht. Werde mal weiter testen. Als Master hab ich meinen internen Kamerablitz genutzt. Man kann halt diese drei Punkte in den Tropfen gespiegelt sehen. Da wußte ich nicht, ob das o.k. ist oder ob man das vermeiden kann bzw. muß.
Schöne Woche noch und
LG Gabi
Bei euch ist es sicher wärmer als bei uns hier in Hessen :-)
Das eine vorweg: Nein, ich glaube, hier bei uns ist es auch nicht wärmer als in Hessen. Minus 5 Grad! Das ist schon etwas heftig vor dem Hintergrund, dass schon so viel ausgetrieben hat und so viele Tiere geschlüpft sind.
Du sprichst die drei Reflexpunkte in den Tropfen an. Ja, das ist natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber das mit dem internen Kamerablitz ist erst einmal in Ordnung. Der ist schön klein und übernimmt damit in erster Linie nur die Auslöse- und Steuerungsfunktion der beiden größeren.
Es gibt Klammern, die man über den Kamerablitz setzen kann, die dann das sichtbare Blitzlicht abschirmen, die Steuerungsfunktion aber nicht durchbrechen. Die Firma Metz liefert zum Beispiel so ein Teil mit ihrem Makroblitz aus. Damit kann man dann also zumindest den dritten Reflexpunkt vermeiden. Ob so eine Klammer einzeln erhältlich ist, weiß ich nicht.
Grundsätzliches zu Reflexpunkten beim Einsatz von Makroblitzen
Das mit den Reflexen ist mehr eine grundsätzliche Frage (ich rede jetzt nur von den Reflexpunkten, sichtbar insbesondere beispielsweise in Tropfen oder Augen). Einige Menschen mögen die nicht, andere stört´s weniger. Bei Verwendung von zwei Blitzen in Zangenstellung hast Du immer zwei dieser Punkte. Die muss man also irgendwie akzeptieren. Ich (!) mag die ringförmigen Reflexe von Ringblitzen nicht, weil sie sehr unnatürlich wirken. Auch das nehmen Andere anders wahr. Die zwei Punkte stören mich weniger.
Man muss allerdings bedenken, dass generell ein Reflex in beispielsweise Augen (oder auch Tropfen) sehr zur Brillanz und "Leuchtkraft" eines Motivs beitragen. Dies kann man sehr schnell merken, wenn man diesen Reflex entfernt: Meist wirkt dann (beispielsweise) ein Tier tot! Das hat eine sehr sonderbare, starke, fast fatale Wirkung. Deshalb gibt es auch dieses "alte" Prinzip, nach dem in ein Auge immer ein Leuchtpunkt gehört.
Dieses Prinzip findet auch beim Fotografieren oder Filmen von Menschen Anwendung. Achte mal auf Reflexe in Augen bei Menschen im Fernsehen; sehr oft ist dieser Lichtpunkt im Auge zu finden - und der lässt das Auge "strahlen". Da hier auch so gut wie immer mit mehreren Lichtquellen gearbeitet wird, sieht man auch öfters sogar bei genauer Betrachtung mehreren Lichtpunkte. Wenn man nicht bewusst darauf achtet, "wirken" sie nur, man sieht oder zählt sie aber in der Regel nicht bewusst.
Fazit:
Also, lange Rede, kurzer Sinn: Reflexpunkte können sehr wichtig sein. Ein einziger Reflexpunkt wäre meistens ideal, zwei Reflexpunkte sind aber auch noch ziemlich "normal" und auch häufig zu finden. Drei Reflexpunkte sind vielleicht (Geschmacksache!) "einer zu viel", können aber mit einer solchen Klammer, wenn man den dritten nicht mag, wieder auf zwei reduziert werden. Alle Reflexpunkte "beseitigen" führt schnell zu sehr nachteiligen Wirkungen.
Etwas aus meiner eigenen Erfahrung dazu: Mir ist noch nie ein Bild von einem Verlag oder ähnlichem zurückgeschickt oder sonst wie um die Ohren geflogen, weil in den Augen der fotografierten Tiere zwei Reflexpunkte waren! Ich denke, das zeigt, dass in manchen Foren darüber eventuell etwas zu viel diskutiert wird. Da ist es vielleicht tatsächlich besser, man geht einfach fotografieren ... (so wie Du es recht erfolgreich machst! ).
Ja, Roland, mich stören sie auch nicht ,die Reflexpunkte. Dachte nur ein Fachmann vermeidet das :-))) Wie das gehen sollte war mir aber auch nicht klar. Ich kenne diese Lichtpunkte vom Malen. Die Augen sehen ohne sie total tot aus. Daher finde ich sie auch nicht schlimm.
Ich habe mal Öltropfen mit dem Makro auf Wasser fotografiert und zu Hilfe hab ich eine kleine LED gehabt. Ich fand es dort auch ganz witzig, weil sich der Spiegel der LED in den ganzen Tropfen wiedergefunden hat.
Ob andere das nicht schön finden, interessiert mich weniger, nur richtig machen möchte ich es halt ;-) Nicht immer ist alles hilfreich,was in den Foren so geschrieben wird.Da gehe ich wirklich lieber nach draußen.
Insofern, alles im grünen Bereich.
Wie immer danke ich dir für deine schnellen und ausführlichen Rückmeldungen!
Ganz lieben Dank für deinen super Tipp mit der Klemme. Habe das mal gegoogelt und dann gefunden unter Technik Direkt für Eur. 8,95. Dann sind es 2 Punkte und die sind auf alle Fälle ok. wie du geschrieben hast.
Im nachhinein ist meine Gedanke natürlich doof gewesen, Fotos ganz ohne diese Spiegelung produzieren zu wollen . Wie du richtig schreibst wertet das auf und bringt Leben rein.Wie beim Malen. Das waren Infos aus irgendeiner Fotozeitung wo eben " Fachleute" Dinge produzieren , die eigentlich nicht umsetzbar sind.
Da bin ich froh, daß ich da bei euch in guten Händen bin und mir sehr gut weitergeholfen wird. :-)
toll, dass Du fündig geworden bist. Und sehr schön, dass Du zufrieden bist!
Dein "Reflexe"-Vergleich mit der Malerei ist sehr passend. Hier trifft genau das Gleiche zu. Gemalte Bilder ohne Reflexe wirken ebenfalls sehr schnell tot.
Das Zauberwort heißt Diffusor
Die Kunst des "weichen Lichts" liegt bei der Makroblitzerei im Diffusor! Es ist absolut sinnvoll, irgendeine Art von Diffusor vor das Blitzgerät zu setzen. Hier führen, wie man so schön sagt, viele Wege nach Rom. Sehr gute Makroblitz-Fotografen entwickeln meist über längeres Herumprobieren irgendein eigenes wirkungsvolles "Gebilde", was das Blitzlicht erfolgreich weicher macht. Dies ist absolut sinnvoll, meistens sogar dringend notwendig. Insbesondere glatte Chitinteile bei Insekten, wie beispielsweise große Bereiche der Körperoberfläche vieler Käfer, reflektieren hartes Blitzlicht auf´s Übelste. Das sieht furchtbar aus und ist in der Regel was für die Tonne! Spezialisierte Käferfotografen nutzten daher häufig sehr stark wirkende Diffusoren, um diese Reflexe zu vermeiden.
Das geht dann allerdings schnell so stark auf Kosten der Blitzleistung, dass der Blitz immer nah an seiner Maximalleistung funzt, also so ziemlich im Bereich seiner längsten Leuchtzeit auslöst und damit Bewegungen kaum noch stoppen kann. Die Käfer müssen dann in der Regel sehr ruhig sitzen.
Hier ist es also wie fast immer in der (Makro-)Fotografie: Du bekommst nichts geschenkt! Mit so gut wie jedem Vorteil "kaufst" Du Dir auch wieder einen Nachteil ein. Hier ist also alles eine Frage des Kompromisses. Das ist die Herausforderung!
Kommentare
ADMIN
Hallo Flora1958,…
Hallo Flora1958,
sehr schön ist hier der Unterschied der Gesamtwirkung aufgrund des nicht schwarzen (= nicht leeren) Hintergrunds zu sehen. Damit werden die Kontraste deutlich geringer, was auch, wenn vermeidbar, notwendig ist.
Wie gesagt: Das ist ein super Blitzeinstieg im Makrobereich von Dir! Bin gespannt, was da noch kommt.
Sonstiges:
Das noch geschlossene, schräge und unscharfe Drosera-Blatt im Vordergrund stört. Es zerschneidet regelrecht das Bild. Aber dies sei nur am Rande angemerkt, denn darum wird es bei diesem Bild nicht vordergründig gehen, sondern vielmehr um den ersten Blitzeinsatz - und der sieht sehr vielversprechend aus.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
MOD
Guten Morgen, Roland!…
Guten Morgen, Roland!
Danke für deine Beurteilung meiner "Gehversuche" in Sachen Blitz. Ich hab dir extra grün und schwarz eingestellt,weil ich wissen wollte, wie du die Wirkung beurteilst. Ich war mir auch nicht sicher, ob die Einstellung so in Ordnung geht. Werde mal weiter testen. Als Master hab ich meinen internen Kamerablitz genutzt. Man kann halt diese drei Punkte in den Tropfen gespiegelt sehen. Da wußte ich nicht, ob das o.k. ist oder ob man das vermeiden kann bzw. muß.
Schöne Woche noch und
LG Gabi
Bei euch ist es sicher wärmer als bei uns hier in Hessen :-)
ADMIN
Hallo Gabe, und ebenfalls…
Hallo Gabi, und ebenfalls guten Morgen!
Das eine vorweg: Nein, ich glaube, hier bei uns ist es auch nicht wärmer als in Hessen. Minus 5 Grad! Das ist schon etwas heftig vor dem Hintergrund, dass schon so viel ausgetrieben hat und so viele Tiere geschlüpft sind.
Du sprichst die drei Reflexpunkte in den Tropfen an. Ja, das ist natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber das mit dem internen Kamerablitz ist erst einmal in Ordnung. Der ist schön klein und übernimmt damit in erster Linie nur die Auslöse- und Steuerungsfunktion der beiden größeren.
Es gibt Klammern, die man über den Kamerablitz setzen kann, die dann das sichtbare Blitzlicht abschirmen, die Steuerungsfunktion aber nicht durchbrechen. Die Firma Metz liefert zum Beispiel so ein Teil mit ihrem Makroblitz aus. Damit kann man dann also zumindest den dritten Reflexpunkt vermeiden. Ob so eine Klammer einzeln erhältlich ist, weiß ich nicht.
Grundsätzliches zu Reflexpunkten beim Einsatz von Makroblitzen
Das mit den Reflexen ist mehr eine grundsätzliche Frage (ich rede jetzt nur von den Reflexpunkten, sichtbar insbesondere beispielsweise in Tropfen oder Augen). Einige Menschen mögen die nicht, andere stört´s weniger. Bei Verwendung von zwei Blitzen in Zangenstellung hast Du immer zwei dieser Punkte. Die muss man also irgendwie akzeptieren. Ich (!) mag die ringförmigen Reflexe von Ringblitzen nicht, weil sie sehr unnatürlich wirken. Auch das nehmen Andere anders wahr. Die zwei Punkte stören mich weniger.
Man muss allerdings bedenken, dass generell ein Reflex in beispielsweise Augen (oder auch Tropfen) sehr zur Brillanz und "Leuchtkraft" eines Motivs beitragen. Dies kann man sehr schnell merken, wenn man diesen Reflex entfernt: Meist wirkt dann (beispielsweise) ein Tier tot! Das hat eine sehr sonderbare, starke, fast fatale Wirkung. Deshalb gibt es auch dieses "alte" Prinzip, nach dem in ein Auge immer ein Leuchtpunkt gehört.
Dieses Prinzip findet auch beim Fotografieren oder Filmen von Menschen Anwendung. Achte mal auf Reflexe in Augen bei Menschen im Fernsehen; sehr oft ist dieser Lichtpunkt im Auge zu finden - und der lässt das Auge "strahlen". Da hier auch so gut wie immer mit mehreren Lichtquellen gearbeitet wird, sieht man auch öfters sogar bei genauer Betrachtung mehreren Lichtpunkte. Wenn man nicht bewusst darauf achtet, "wirken" sie nur, man sieht oder zählt sie aber in der Regel nicht bewusst.
Fazit:
Also, lange Rede, kurzer Sinn: Reflexpunkte können sehr wichtig sein. Ein einziger Reflexpunkt wäre meistens ideal, zwei Reflexpunkte sind aber auch noch ziemlich "normal" und auch häufig zu finden. Drei Reflexpunkte sind vielleicht (Geschmacksache!) "einer zu viel", können aber mit einer solchen Klammer, wenn man den dritten nicht mag, wieder auf zwei reduziert werden. Alle Reflexpunkte "beseitigen" führt schnell zu sehr nachteiligen Wirkungen.
Etwas aus meiner eigenen Erfahrung dazu: Mir ist noch nie ein Bild von einem Verlag oder ähnlichem zurückgeschickt oder sonst wie um die Ohren geflogen, weil in den Augen der fotografierten Tiere zwei Reflexpunkte waren! Ich denke, das zeigt, dass in manchen Foren darüber eventuell etwas zu viel diskutiert wird. Da ist es vielleicht tatsächlich besser, man geht einfach fotografieren ... (so wie Du es recht erfolgreich machst! ).
Lieber Gruß,
Roland
MOD
Ja, Roland, mich stören sie…
Ja, Roland, mich stören sie auch nicht ,die Reflexpunkte. Dachte nur ein Fachmann vermeidet das :-))) Wie das gehen sollte war mir aber auch nicht klar. Ich kenne diese Lichtpunkte vom Malen. Die Augen sehen ohne sie total tot aus. Daher finde ich sie auch nicht schlimm.
Ich habe mal Öltropfen mit dem Makro auf Wasser fotografiert und zu Hilfe hab ich eine kleine LED gehabt. Ich fand es dort auch ganz witzig, weil sich der Spiegel der LED in den ganzen Tropfen wiedergefunden hat.
Ob andere das nicht schön finden, interessiert mich weniger, nur richtig machen möchte ich es halt ;-) Nicht immer ist alles hilfreich,was in den Foren so geschrieben wird.Da gehe ich wirklich lieber nach draußen.
Insofern, alles im grünen Bereich.
Wie immer danke ich dir für deine schnellen und ausführlichen Rückmeldungen!
LG Gabi
MOD
Hallo, Roland!…
Hallo, Roland!
Ganz lieben Dank für deinen super Tipp mit der Klemme. Habe das mal gegoogelt und dann gefunden unter Technik Direkt für Eur. 8,95. Dann sind es 2 Punkte und die sind auf alle Fälle ok. wie du geschrieben hast.
Im nachhinein ist meine Gedanke natürlich doof gewesen, Fotos ganz ohne diese Spiegelung produzieren zu wollen . Wie du richtig schreibst wertet das auf und bringt Leben rein.Wie beim Malen. Das waren Infos aus irgendeiner Fotozeitung wo eben " Fachleute" Dinge produzieren , die eigentlich nicht umsetzbar sind.
Da bin ich froh, daß ich da bei euch in guten Händen bin und mir sehr gut weitergeholfen wird. :-)
Schönes Wochenende
LG Gabi
ADMIN
Hallo Gabi,…
Hallo Gabi,
toll, dass Du fündig geworden bist. Und sehr schön, dass Du zufrieden bist!
Dein "Reflexe"-Vergleich mit der Malerei ist sehr passend. Hier trifft genau das Gleiche zu. Gemalte Bilder ohne Reflexe wirken ebenfalls sehr schnell tot.
Das Zauberwort heißt Diffusor
Die Kunst des "weichen Lichts" liegt bei der Makroblitzerei im Diffusor! Es ist absolut sinnvoll, irgendeine Art von Diffusor vor das Blitzgerät zu setzen. Hier führen, wie man so schön sagt, viele Wege nach Rom. Sehr gute Makroblitz-Fotografen entwickeln meist über längeres Herumprobieren irgendein eigenes wirkungsvolles "Gebilde", was das Blitzlicht erfolgreich weicher macht. Dies ist absolut sinnvoll, meistens sogar dringend notwendig. Insbesondere glatte Chitinteile bei Insekten, wie beispielsweise große Bereiche der Körperoberfläche vieler Käfer, reflektieren hartes Blitzlicht auf´s Übelste. Das sieht furchtbar aus und ist in der Regel was für die Tonne! Spezialisierte Käferfotografen nutzten daher häufig sehr stark wirkende Diffusoren, um diese Reflexe zu vermeiden.
Das geht dann allerdings schnell so stark auf Kosten der Blitzleistung, dass der Blitz immer nah an seiner Maximalleistung funzt, also so ziemlich im Bereich seiner längsten Leuchtzeit auslöst und damit Bewegungen kaum noch stoppen kann. Die Käfer müssen dann in der Regel sehr ruhig sitzen.
Hier ist es also wie fast immer in der (Makro-)Fotografie: Du bekommst nichts geschenkt! Mit so gut wie jedem Vorteil "kaufst" Du Dir auch wieder einen Nachteil ein. Hier ist also alles eine Frage des Kompromisses. Das ist die Herausforderung!
Lieber Gruß,
Roland
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