Flechte

Stack aus 15 Einzelbildern

Kommentare

Profile picture for user Chris Tine

Hallo Karl,

es sieht alles (außer am unteren Bildrand rechts ein bisschen und am gelben Rand der Flechte oben links etwas mehr) schön scharf aus. Ich denke es ist dir mit dem Stack gut gelungen. Und das obere gesagte kann man aber auch sehr gut noch als Schärfe und Unschärfe sehen, das passt eigentlich auch gut.

Liebe Grüße und schöne Weihnachten!

Christine :-)

Profile picture for user Johannes_BW1
Makronist

Hallo Christine

Danke für deinen Kommentar. Ich habe dieses  Aststück mehrere male mit etwas geänderten Parametern aufgenommen. Alles indoor  mit meinem Ringblitz als Dauerbeleuchtung. Das Ergebnis war mehr oder weniger gleich. Oberflächlich scharf aber alle Microstrukturen weg. Das Stacking selbst funktioniert recht gut. Der Schärfebereich ist abhängig von der Anzahl der Schritte. Deshalb habe ich heute nochmals bei diffusem Tageslicht fotografiert. Die Lichtfarbe spielt wohl eine entscheidende Rolle. Ich hänge mal ein Bild an.

Grüße und ebenfalls ein schönes Weihnachten.

Karl

Die Lichtfarbe passt besser. Aber mehr Lux sollten das Ergebnis noch verbessern.

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Hallo Karl,

natürlich macht das lichtmäßig schon einen großen Unterschied.

Beim zweiten Bild sind die Konturen sichtbarer und auch die Grüntöne kommen wieder hervor. Auch wenn der obere Bildrand jetzt etwas zu überbelichtet ist. Mit einem Ringblitz ist die Ausleuchtung sowieso meistens etwas verfälscht und wenn einer diese Flechten nicht kennt, dann fällt ihm das auf den ersten Blick nicht ganz so auf ob der Weißabgleich richtig passt.

Schau dir doch mal in der Google Bildersuche wenn du Flechten eingibst Fotos an. Ich war gerade mal dort und habe nachgesehen und da siehst du verschiedene Fotos von den Flechten. Ich würde mal schauen was da farblich deinen am ehesten im natürlichen licht nachkommt. Bei vielen Fotos sieht man da auch schon von welcher Seite aus das Licht gekommen ist und ich würde dann bei deinen auch mal versuchen das so beim Fotografieren nachzustellen.

Mit dem richtigen Weißabgleich beim nachbarbeiten in Lightroom das ist gar nicht so einfach, da muss man oft mehrmals vergleichen, aber es ist gut wenn du deine Flechten zur Hand hast so kannst du zb. auch mal an ein Fenster gehen und in Lightroom während dem Bearbeiten damit vergleichen.

Liebe Grüße

Christine

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Makronist

Hallo Christine,

Der Vorteil bei den Flechten ist das sie nicht wegfliegen . Deshalb bieten sie sich für Experimente an.

Wenn ich mir das Original ansehe sind die Kappen, ich weis nicht ob das Pilze sind , innen eher mehr orange bis braun. Allerdings habe ich im Garten die ganze Spannweite von dunklem Gelb/ Orange bis graugrün.

Ich werde jetzt noch mit einem Blitz und auch mit einer farbtreuen Videoleuchte experimentieren. Ich hoffe dann noch mehr Strukturen und Schärfe zu bekommen. Dann könnte ich auch mal zusätzliche Zwischenringe ausprobieren. Ich denke so lernt man die Kamera und die Objektive mit relativ wenig Aufwand besser kennen. 

Grüße

Karl

 

 

Profile picture for user Chris Tine

Hallo Karl,

das ist klasse, da hast Du Recht versuche das mal so und ich bin schon sehr gespannt auf deine weiteren Fotos davon.

Ich Denke auch das es bei den Flechten schon einige Arten gibt und auch das es Pilze sind. Das zeigen schon die verschiedenen Fotos die es davon gibt. Aber auch hier im Wald bei uns hatte ich schon andere Flechten an Baumstämmen gesehen und diese waren von der Farbe her wieder ganz anders als deine.

Liebe Weihnachtsgrüße

Christine :-)

 

Profile picture for user Johannes_BW1
Makronist

Hallo Christine

Ich werde zunächst mal unterschiedlich erscheinende Typen aufnehmen. Dann mache ich den Versuch die Art zu bestimmen. Dabei werde ich aber zunächst bei 1:1 bleiben. Bevor das nicht  zufriedenstellen klappt hat es wohl keinen Sinn die Vergrößerung anzuheben.

Grüße

Karl

 

 

Profile picture for user Roland

ADMIN

Hallo Karl,

wie Du selbst schon gesagt hast, passt bei Deinem hier eingestellten Bild (erstes Flechtenbild ganz oben) aufgrund der Stacking-Methode die Schärfentiefe zwar so ziemlich, aber die Punktschärfe ist überhaupt nicht da. Diese pauschale Unschärfe über das ganze Bild hinweg sollte weniger mit der Charakteristik des eingesetzten Lichts zusammenhängen. Es sieht mehr aus wie die Folge leichter Mikroerschütterungen. Du hast die Stacks laut Angabe mit 1/6 Sekunde gemacht. War die Kamera hier nicht völlig stabilisiert? Ein Spiegelschlag kann ja hieran nicht beteiligt sein, denn es ist ja keiner vorhanden :-). Dennoch sieht es so aus wie eine minimale, auslösebedingte Erschütterungs-Unschärfe.

Wie dem auch sei, Dein 60er Makro kann bei Blende 8.0 deutlich mehr. Und dieser Unterschied kann nicht nur im Licht begründet liegen.

Mit welcher Zeit hast Du die zweite Aufnahmeserie gemacht? Hier ist es deutlich besser, spiegelt aber immer noch nicht die Oberkante der Objektivqualität wieder. Ich vermute mal, hier war die Zeit kürzer, und damit die eventuell vorhandene Apparatur-Instabilität weniger wirksam.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Profile picture for user Walter Nänny

Manchmal habe ich eine leichte Unschärfe lieber als gestochene Schärfe. Sie macht das Objekt natürlicher. Ich könnte Ihnen aus der Mikroskopie gestochen schafre Bilder zeigen, die Sie sofort löschen würden.

Neuerdings setze ich für die horizontale Perspektive, im Makrobereich, Objektive von Mikroskopen ein.

Dabei muss man auf zwei Dinge schauen:

a) Die Objektive müssen eine grosse Frontlinse aufweisen.

b) Die maximaleEeigenvergrösserung von den Objektiven soll 10x nicht überschreiten. Sonst gibt es Distanzprobleme.

Das Stackingprinzip ist selbstverständlich.

Die Beleuchtung muss den Verhältnissen angepasst sein. Ich habe z.B. LED Leuchten, die ich verschiedentlich einsetzen kann (mit und ohne Filter).

Manchmal genügt ein gebündeltes Streiflicht. Das ist besonders dann der Fall, wenn man Mycelien in Erde fotografieren möchte. Dann muss man zudem mit einer SPOT-Messung operieren. Denn die blütenlosen Pflanzen erscheinen sehr hell, jedoch die Umgebung ist dunkel. Da kann man sich schnell auf die dunkle Umgebung einfahren, was ein überstrahltes Objekt zur Folge hat. .

 

Profile picture for user Johannes_BW1
Makronist

Hallo Roland

Das 2. Bild war 0,5 Sekunden bei 5.6 belichtet. Im Gegensatz zum ersten war die Schrittweite statt 3 auf 2 reduziert und der Zweig gespannt und nicht aufgelegt.

Ich habe versucht das erste Bild mit Pixinsight nachzubearbeiten. Aber da waren weder Micro Kontraste als auch schärfbare Strukturen in den gelben Kappen zu erkennen. Zudem war das Rohbild deutlich unterbelichtet. Ich glaube das Videolicht des Ringblitzes ist für diese Zwecke nicht so geeignet.

Grüße

Karl

 

Profile picture for user Walter Nänny

Wenn schon Pflanzen oder Tiere fotografieren, dann sollte wenigstens auch der deutsche Name angegeben werden.

Hier sind nämlich zwei Arten aus der gleichen Gattung gezeigt.

Die obere heisst Gelbe Wandschüsselflechte / Xanthoria parietina / Theloschistaceae

Die untere heisst Vielfrüchtige Gelbflechte / Xanthoria polycarpa / Theloschistaceae.

Wer es ganz genau nehmen möchte, gibt auch noch die entsprechende Familie dazu.

 

 

 

Profile picture for user Johannes_BW1
Makronist

Hallo

Ich werde mich bemühen in Zukunft eine Artbezeichnung beizufügen. Ich habe im Internet sofort eine entsprechende Seite gefunden. Dort sind Exemplare gezeigt die meinen recht ähnlich sind.

Ich bin überzeugt das Licht eine wichtige Rolle spielt. Ich habe zwei Flächenleuchten mit hoher Farbtreue die werde ich demnächst ausprobieren.

Ich schärfe Tageslicht Aufnahmen ungern nach weil die Bilder schnell etwas unnatürlich wirken. Bei Astroaufnahmen geht es nicht anders. Aber dabei verwende ich am Ende einen Gauss Weichzeichner mit 0,3 Pixeln oder entschärfe die unterste Frequenz etwas. Dadurch wirkt das Bild etwas ruhiger aber nicht unscharf.

Grüße

Karl

 

 

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