Malen mit der Linse

Ein Versuch

Blende wird nicht übertragen. Ich kann sie nicht benennen.

1/400 Iso 320, 1/320 Iso 320

 

Kommentare

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Makronist

Hallo Gabi,

ein interessanter Anblick, aber ich bin mir noch nicht darüber klar: Ist er auf das Objektiv zurückzuführen oder auf das Motiv? Hast du vielleicht die Möglichkeit, das selbe Motiv nochmals mit einem modernen Objektiv zu fotografieren? Vielleicht sogar mit derselben Brennweite? Wenn nein, welche Brennweite hat das Orestor?

Herzliche Grüße

Mainecoon

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ADMIN

"Die jungen Wilden..."

Hallo Gabi,

jawohl, das sind die "Zeichnungen" des Orestons. Ich vermute mal, es ist das Oreston 1.8/50mm? Sieht zumindest sehr danach aus...

Das Bild lebt von seinen Farben (rot, gelb und grün) – Farben in wilden Formen. Der Hintergrund zeigt einen typischen malerischen Charakter – heftige Pinselstriche, die den starken Licht- und Farbenausdruck der Hemerocallis-Blüten unterstreichen.

Lichtmäßig ist es "verkehrt herum": Die beiden Hauptmotive (Vordergrundblüten) sind dunkler, der Hintergrund heller. Dadurch wirkt der wild-malerische Hintergrund noch dominanter, drängt sich geradezu auf.
Dies ist eine gute Methode, die malerischen Abbildungseigenschaften der Vintage-Linsen noch stärker zu betonen. Das kann sehr wirksam sein, es besteht aber auch die Gefahr zu überpacen.

Von beiden Vordergrundblüten ist die rechte scharf, die linke liegt hinter der Schärfeebene; sie ist leicht unscharf. Dennoch ist sie scharf genug um so gut wie all ihre Blütenteile zu zeigen. Damit lenkt sie etwas unvorteilhaft vom eigentlichen Hauptmotiv, der rechten Blüte, ab. Hier wäre es besser, es läge eine klare Entscheidung vor: entweder voll scharf (und damit Teil des Hauptmotivs) oder deutlich unschärfer (damit eindeutig Teil des Bokehs).

Abgesehen davon, ist sie auf dem ersten Bild unten angeschnitten. Der innere Bildrahmen ist geöffnet, das Bild läuft aus. Das ist beim zweiten Foto besser, aber die Abstände zum Bildrand ("Rahmen") sind sehr knapp.

Also, nach dem Motto "Weniger ist Mehr" wäre nur die eine rechte Blüte alleine besser gewesen. Natürlich heißt das nicht, dass Du die linke hättest abschneiden sollen :-)! Aber vielleicht ein wenig zur Seite biegen...

Zwei kräftige, ausdrucksstarke, fast etwas überladene Bilder, die aber eines sehr schön zeigen: die Abbildungscharakteristik insbesondere in den Unschärfebereichen des guten, alten Orestons.

Übrigens: Die Hemerocallis (Taglilie) ist die Staude des Jahres 2018 (anscheinend hast Du im Moment für solche Dinge eine besondere Neigung :-)! Wie kann man dieser Wahl mehr gerecht werden als mit der Darstellung des Preisträgers in einem solchen Feuerwerk! 

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Anmerkung: Bei diesen manuellen Objektiven wird die Blende nie angezeigt, weil keine Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera möglich ist. Sie sollte möglichst immer extra genannt werden. In der Regel wird es sich allerdings um die offenste Blende handeln, weil diese Altgläser in Offenblende am deutlichsten malen.

Noch eine Anmerkung:
Ich hänge Dir hier mal ein Foto ebenfalls von einer Hemerocallis-Blüte an, von Hemerocallis fulva. Auch dieses Bild zeigt ein wildes Bokeh, ein noch wilderes, einen "wüsten Maler", mit kräftigen Licht-Schatten-Spielen. Hier besänftigt nur eine Blüte den Betrachter wieder ein wenig, gibt ihm etwas Orientierung in der explodierenden Lichtwelt.

Olympus E-M1 Mark II mit knapp 60 Jahre altem Vitage-Objektiv;

Taglilie (Hemerocallis fulva) in der Abendsonne

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MOD

Hallo Mainecoon ,hallo Roland!

Auf dem Objektiv steht Orestor 2,8/135. Leider weiss ich eigentlich nicht genau, was ich da so einstelle. Ganz ehrlich, ich " murkse" solange damit herum, bis mein Ergebnis passt. Das ist genau der Grund, warum ich gerne diesen Workshop besuchen möchte. Mir ist schon klar , dass ich ganz vorne die Blende einstelle. Da bewege ich mich meistens zwischen 2,8 und 4,0 . Danach kommt ein Ring zum Einstellen der Entfernung (Schärfe), denke ich. Dann kommt noch eine Scala . Das verwirrt mich etwas. Sorry, aber ich kann es euch nicht anders beschreiben. :-) Soll ich mal ein Foto von dem Teil einstellen?

 

Die Farben finde ich persönlich ganz schön knallig (bis zu knallig). Aber diese Verläufe fand ich bemerkenswert.Ich kann die Blüten leider nicht mehr mit dem normalen Objektiv aufnehmen, sie sind hinüber.Es ist richtig, 2 Blüten sind hierbei eindeutig eine zu viel. Danke, dass ihr mir hier eure Meinung zur Wirkung mitteilt. So kann ich weiter verbessern und üben. Das bringt mich weiter.

Warum ich unbewußt im Moment das Jahr 2018 in den Fokus rücke, weiß ich leider nicht ;-) Bin gespannt was da noch kommt - lol

Liebe Grüße

Gabi

( " Altglas-Nixwisser 2018"    :-)))   )

 

 

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ADMIN

Hallo Gabi,

ok, das Meyer-Optik Görlitz Orestor 2.8/135mm. Es zeichnet in bestimmten Situationen ein wenig ähnlich wie das Oreston 1.8/50mm aus dem gleichen Hause.

Du musst da gar nicht viel rummurksen: Blendenring auf 2.8 (das wird die Regeleinstellung sein), manuell scharf stellen – und das Vögelchen fliegen lassen. Dann müssen nur noch die Motive passen... :-)!

Lieber Gruß,

Roland

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