beim Fotografieren der Fliege bist Du in einen beeindruckenden Abbildungsmaßstab vorgedrungen.
Allerdings stellt sich für mich hier die Frage, worin der Vorteil liegt, diese Fotos – oder ich bleibe mal der Einfachheit halber beim ersten Foto – mit einem Vintage-Objektiv zu machen. Du blendest einen 2.9er Objektiv-Oldie auf Blende 5.6 ab und milderst damit zumindest sehr stark die eigentliche individuelle Abbildungscharakteristik der eingesetzten Optik ab. Das Ergebnis ist ein Foto mit einem Bokeh, das nahe an die Zeichnungseigenschaften moderner Objektive herankommt, gleichzeitig aber mit Schärfe-, Kontrast- und Brillanzschwächen, die moderne Objektive deutlich besser lösen können (insbesondere auf den dunkleren Bereichen des Fliegenkörpers mit seinen Haaren zu sehen).
Klar, man kann das alles mit den Oldies machen – aber ist das sinnvoll? Liegt nicht der Reiz darin, die Charakteristiken der Vintage-Objektive (die auch "Fehler" genannt werden können, die über jahrzehntelange weitere Entwicklung deutlich verbessert wurden) über künstlerische Fähigkeiten vom Fehler zur Individualität, vom Mangel zur Bereicherung zu wandeln?
Vintage-Objektiv – warum? …
Vintage-Objektiv – warum?
Hallo Lutz,
beim Fotografieren der Fliege bist Du in einen beeindruckenden Abbildungsmaßstab vorgedrungen.
Allerdings stellt sich für mich hier die Frage, worin der Vorteil liegt, diese Fotos – oder ich bleibe mal der Einfachheit halber beim ersten Foto – mit einem Vintage-Objektiv zu machen. Du blendest einen 2.9er Objektiv-Oldie auf Blende 5.6 ab und milderst damit zumindest sehr stark die eigentliche individuelle Abbildungscharakteristik der eingesetzten Optik ab. Das Ergebnis ist ein Foto mit einem Bokeh, das nahe an die Zeichnungseigenschaften moderner Objektive herankommt, gleichzeitig aber mit Schärfe-, Kontrast- und Brillanzschwächen, die moderne Objektive deutlich besser lösen können (insbesondere auf den dunkleren Bereichen des Fliegenkörpers mit seinen Haaren zu sehen).
Klar, man kann das alles mit den Oldies machen – aber ist das sinnvoll? Liegt nicht der Reiz darin, die Charakteristiken der Vintage-Objektive (die auch "Fehler" genannt werden können, die über jahrzehntelange weitere Entwicklung deutlich verbessert wurden) über künstlerische Fähigkeiten vom Fehler zur Individualität, vom Mangel zur Bereicherung zu wandeln?
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland